Montag, 3. Oktober 2022
's Blättsche Kruschelschublade Rote Karte nicht nur für Regenbogen

Rote Karte nicht nur für Regenbogen

Ein buntes Thema mit meinen Augen gesehen

Kein Blatt vor den Mund nehmen und mit meinen Augen gesehen: Gedanken zur UEFA-Regenbogen-Aktion. Bild: nata

Es wird so richtig bunt heute. Und das hat einen Grund: den Regenbogen.

In den Regenbogenfarben sollte heute Abend beim Spiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen Ungarn in München die Allianz-Arena erstrahlen. Doch die UEFA hat das verboten. Verboten!

Es darf kein Zeichen gegen die homophoben und transsexuell-feindlichen Gesetze der ungarischen Regierung geben. Das sei politisch. An anderen Tagen, zu anderen Zeiten könne man das ja machen.

Das Verbot ist (wieder einmal) absolut beschämend für die UEFA-Verantwortlichen, die sich um bunte Kapitänsbinden und angestrahlte Stadien kümmert und damit ein politisches Eigentor schießt. Die UEFA, die einst forderte, dass “alle in diesem Turnier ihren Platz haben”. Die UEFA, die den Beschluss der britischen Regierung feiert, in diesen Pandemiezeiten 60.000 Fans ins Wembley-Stadion zu lassen, 2.500 Funktionäre mit VIP-Sondererlaubnissen vor Quarantäne und Tests “rettet” und damit zumindest eines geschafft hat: Eine Welle von bunten Aktionen im ganzen Land, von Stadien in Frankfurt, Köln, Berlin, Augsburg und anderen Städten in Regenbogenfarben, von tausenden Fähnchen in bunten Farben in der Allianz-Arena in München, die Ungarns Viktor Orbán erblinden könnten, obgleich er sich eigentlich das Spiel ansehen will.

Das UEFA-Verbot ist zum Thema der Woche in der Öffentlichkeit geworden. Und das ist gut so. Aber Bundestrainer Jogi Löw bringt’s auf den Punkt, wenn er sagt: “Die Zeichen sind gut, wichtiger ist, dass man danach lebt!” Ausrufezeichen!

Respekt, Vielfalt, Integration, Toleranz – so manchmal vermisst man sie im Alltag. Am heutigen Mittwoch sicherlich nicht, zumindest nach außen hin.

Eine Farbe dominiert heute aber garantiert: Zeigt der ungarischen Regierung die ROTE KARTE. Der UEFA wenigstens GELB-ROT. Und denkt leise darüber nach, wer sonst noch hin und wieder die Rote Karte verdient. Mir fällt einiges ein…

Und die ‘s Blättsche-Redaktion hat mal bei Twitter reingeschaut und ein paar interessante Posts zusammengetragen (die wir im Laufe des Tages noch weiter ergänzen werden):

- Werbung -
Habt Ihr Themen für die ihr euch einsetzen wollt oder „Aufreger“ die euch auf den Nägeln brennen? Dann schreibt uns eine Mail an redaktion@blaettsche.de. – Bock dabei zu sein? Infos zu Onlinewerbung unter marketing@blaettsche.de

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein