Freitag, 20. Mai 2022
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Mensche, Land, Kuh und Schaf verschenkt

Wie war das vor 15 Jahren? / Protokoller Herbert Peper erinnert sich an 2006

Vor 15 Jahren feierten Groß- und Klein-Auheim das 1200-jährige Jubiläum.
Im Protokoll von 2006 fand das bei Herbert Peper vom Carneval Verein Klein-Auheim folgende Erwähnung:

Oftmals verschenkt seit 1200 Johr’n,
is unser Auheim doch öfters schon wor’n.
Von Hessen nach Darmstadt, un widder zurück,
von Eppstein nach Kassel, net immer war’s Glück.

Un aach die Meenzer, die ware so frei,
die ware beim Schenke groß mit debei.
Es schenkte der Bischof, de Landvogt, de Graf,
verschenkt wurde Mensche, es Land, Kuh un Schaf.

Mit Urkunde, ganz groß, wurd’s dokumentiert,
die Schenkung als solche fest zementiert.
Doch hunnert Jahr später, es is net zu fasse,
musste mir uns dann schon widder, verschenke uns lasse.

Mir ware dann grad, in unsere Mauer,
selbstständig und frei, als Auheimer Bauer.
Kimmt so en Landgraf, da kriehs’de die Kränke,
mer könnte doch Auheim mal widder verschenke.

So ging des dann hin fast 1200 Jahr,
bis e rote Regierung an de Spitze mal war.
E riesegroß Verwaltungsreform
sollt Erleichterung schaffe, un des ganz enorm.

Auch wenn mer es heut, kaum noch geglaubt,
hat mer uns widder der Freiheit beraubt.
Zuletzt noch verramscht, ob groß oder klaa,
fer’n Appel un Ei, nach Hanau am Maa.

Doch sinn mir Klanaamer als Kämpfer bekannt,
un wern schon die Gallier aus Hessen genannt.
Ob Kaminsky, ob Pipa, ob Merkel, ob Koch,
kaan Weg is zu weit, kaan Poste zu hoch.

Drum geb ich die Hoffnung als solche net uff,
zur 1200-Jahr-Feier setz ich jetzt aan druff.
Denn des wär für uns wohl des größte vum Glück,
schenkt uns unser Auheim doch aafach zurück.

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