Donnerstag, 18. August 2022
's Blättsche Lokales Umfeld der ehemaligen Burg wieder zugänglich?

Umfeld der ehemaligen Burg wieder zugänglich?

CDU Steinheim mit konkreten Ideen für die kommenden Jahre

CDU Steinheim
Der klassische Straßenwahlkampf fällt coronabedingt dieses Jahr aus. Die verschiedenen Parteien und Kandidaten gehen verstärkt neue Wege, Wahlkampf per Internet und Social Media ist derzeit wohl das gängigste Kommunikationsmittel. Die ‘s Blättsche-Redaktion hat die Parteien zur Ortsbeiratswahl in Klein-Auheim und Steinheim besonders im Fokus. Wir haben einen Fragebogen entworfen und diesen an alle Parteien geschickt, die sich zur Ortsbeiratswahl aufgestellt haben. So können Wähler hier im ‘s Blättsche die Antworten zu den einzelnen Punkten nach ihren persönlichen Schwerpunkten direkt miteinander vergleichen. Heute starten wir mit Berichten über die Ergebnisse der Fragebogen all der Parteien, die sich an der Aktion beteiligt haben.

1. Verkehr: Sicherheit, Verkehrsberuhigung, Lärm
– Gibt es bereits konkrete Pläne / Anträge aus ihrer Ortsbeiratsfraktion hierzu?
– Was sind Ihre wichtigsten Ziele für die nächsten fünf Jahre und wie wollen Sie diese durchsetzen?

Auch in Steinheim sollen künftig mehr Wege zu Fuß und mit dem Bus, vor allem aber mit dem Fahrrad zurückgelegt werden. Notwendig ist dazu vor allem eine sichere und attraktive Radwegverbindung in die Innenstadt, aber auch in die anderen Stadtteile. Der stark genutzte Mainuferweg muss bedarfsgerecht – für Radfahrer und für Fußgänger – ausgebaut werden. Dazu haben wir bereits Anträge eingebracht. Wir unterstützen die Ziele des städtischen Mobilitätskonzepts, dessen Umsetzung mit den Steinheimer*innen erarbeitet werden soll: Einkaufsmöglichkeiten des täglichen Bedarfs sollen fußläufig zu erreichen sein und die innerstädtischen Busverbindungen sollen weiter ausgebaut werden.

2. Stadtentwicklung: strukturelle Aspekte, Gewerbe, Erschließung/Umwandlung von Bauland etc.
– Gibt es bereits konkrete Pläne / Anträge aus ihrer Ortsbeiratsfraktion hierzu?
– Was sind Ihre wichtigsten Ziele für die nächsten fünf Jahre und wie wollen Sie diese durchsetzen?

Zu Steinheims Vorzügen gehört seine Lage am Main. Sie muss für die Stadtentwicklung genutzt werden, indem sie wieder stärker erlebbar wird. Dazu muss der Fluss besser sichtbar und leichter zugänglich werden. Das Ufer ist sehr dicht bewachsen. An einigen Stellen soll der Bewuchs beseitigt werden. Eine Liege- und Spielwiese soll zum Aufenthalt verleiten.
Die häufigen Konflikte zwischen Fußgängern und Radfahrern auf dem Mainuferweg sollen soweit möglich durch getrennte Fuß- und Radwege entschärft werden. Zu diesem Thema haben wir eine Reihe von Anträgen eingebracht. Ein weiterer Plus- und Anziehungspunkt ist die Steinheimer Altstadt. Wir haben mit dem von uns beantragen „Altstadtspaziergang“ ihre Attraktivität gefestigt. Nun kann jeder individuell seine eigene Führung durch Steinheim machen. Damit das noch einfacher wird, sollen die Hinweisschilder noch mit QR-Codes versehen werden.
Für Steinheim ist nicht Wachstum um jeden Preis anzustreben. Auch wenn es viele Menschen ins Rhein-Main-Gebiet ziehen wird, ist höchstens eine maßvolle Erweiterung anzugehen. Dazu gehört die Umwandlung bisher gewerblich genutzter Flächen für den Wohnungsbau.

3. Umwelt: Natur, Renaturierung etc.
– Gibt es bereits konkrete Pläne / Anträge aus ihrer Ortsbeiratsfraktion hierzu?
– Was sind Ihre wichtigsten Ziele für die nächsten fünf Jahre und wie wollen Sie diese durchsetzen?

Die bisher umgesetzten  Maßnahmen zur Hellenbachrenaturierung sind ein Erfolg. Die Renaturierung muss mit der Freilegung des Baches zwischen Brücke und Main und der Neugestaltung des Mündungsbereichs endlich abgeschlossen werden.
Es soll nach Wegen gesucht werden, wie die Gewässergüte des Altmainarmes längerfristig verbessert und seine Verlandung verhindert werden kann.
Die Kneipp-Anlage mit Wassertretbecken, Barfußpfad,  Trimmgeräten und Liegewiese ist ein Anziehungspunkt für alle Altersgruppen, der unbedingt zu erhalten ist. Dazu muss die dauerhafte Versorgung der Kneipp-Anlage mit Wasser der notwendigen Güte sichergestellt werden.
Steinheim ist eingebettet in eine reizvolle Natur. Wir setzen uns dafür ein, dass sie durch Rundwanderwege erschlossen wird.

4. Soziales: Ältere, Jugend, Schulen
– Gibt es bereits konkrete Pläne / Anträge aus ihrer Ortsbeiratsfraktion hierzu?
– Was sind Ihre wichtigsten Ziele für die nächsten fünf Jahre und wie wollen Sie diese durchsetzen?
– Was gibt es z.B. an (weiteren) Planungen / Bau von Einrichtungen / Treffs für
• Ältere Bürger
• Jugendliche
• Betreuungsangebote für Schüler / Ganztagsangebote
• Ausbau Kindertagesstätten/-krippen

  • A. Ältere Bürger
    Steinheim ist mit vielfältigen Einrichtungen und Initiativen für ältere Bürger*innen versorgt. Wir unterstützen sie bei der weiteren Entwicklung. So muss das Beratungsangebot zum Umgang mit Behörden erweitert werden.
  • B. Jugendliche
    Im Steinheimer Familien- und Generationenzentrum der Evangelischen Kirche erfolgt Jugendarbeit mit Unterstützung der Stadt. Das haben wir mit angeschoben, auch durch unser Engagement in beteiligten Einrichtungen. Wir konnten auch die nach Klein-Auheim verlegte Jugendarbeit für Steinheim wieder in unseren Stadtteil zurückholen. Es muss versucht werden, noch mehr Jugendliche zu erreichen.
    Spiel- und Bolzplätze waren und sind unser Anliegen, mit denen wir uns immer wieder beschäftigen, um Angebote auf der Höhe der Zeit hier in Steinheim zu haben. Sichtbares Zeichen ist dafür die Neugestaltung des Spielplatzes an der Uferstraße Höhe Nikolauskirche.
  • Betreuungsangebote für Schüler / Ganztagsangebote
    Diese Angebote können nur von den Schulen selbst entwickelt werden. Wir unterstützen hier Schulen, wenn sie ihr Angebot ausweiten wollen. Für die Fördervereine der Schulen stellen wir Mittel des Ortsbeirates bereit, um für die Schülerinnen und Schüler ein gutes Umfeld zu schaffen. Einige unserer Fraktionsmitglieder unterstützen auch die Arbeit der Fördervereine durch ihre Mitgliedschaft, somit sind wir immer am Ball.
    Da die Stadt Schulträger der beiden Grundschulen und der Eppsteinschule ist, achten wir darauf, dass die Schulen adäquat für unsere Kinder ausgebaut werden. Wir stehen hierzu mit den Lehrerkollegien in Kontakt und haben die Inhalte des Schulentwicklungsplanes im Blick.
  • Ausbau Kindertagesstätten/-krippen
    Seit Jahren weisen wir den Magistrat und den Eigenbetrieb Kindertagesstätten immer wieder darauf hin, dass es in Steinheim zu wenig Plätze gibt. Der neue Entwicklungsplan Kindertagesbetreuung 2020/21 bis 2025 erkennt diesen Mangel endlich an. Um ihn zu beheben, sollen zum einen Angebote der Kindertagesstätten und  -krippen umstrukturiert werden. Wir werden die Träger dabei politisch unterstützen. Es ist auch der Neubau einer Einrichtung notwendig. Wir werden dazu einen konkreten Vorschlag einbringen. Und wir unterstützen alle Maßnahmen zur Ausweitung der Familientagesbetreuung für die Kleinsten.

5. Kultur: Vereine (Förderung etc.), Museen, Sonstiges
– Gibt es bereits konkrete Pläne / Anträge aus ihrer Ortsbeiratsfraktion hierzu?
– Was sind Ihre wichtigsten Ziele für die nächsten fünf Jahre und wie wollen Sie diese durchsetzen?

  • Vereine (Förderung etc.)
    Wir haben ein außerordentlich reiches Vereinsleben. Ihre Angebote fördern das Zusammengehörigkeitsgefühl und die Integration und von ihnen geht ein großer Teil der kulturellen Aktivitäten aus. Wir werden daher die Arbeit unserer Vereine wo immer möglich unterstützen. Dazu gehört die Vergabe von Mitteln aus dem Ortsbeiratsbudget. Dazu stellen wir immer Anträge, die dann mit allen Fraktionen diskutiert und beschlossen werden. Als Fraktionsmitglieder sind wir fest mit den Steinheimer Vereinen und Verbänden verbunden. Wir sind bei den Planungen der Interessengemeinschaft Steinheimer Vereine und Verbände (IgSV) beteiligt. Unsere Mitglieder gehören über 20 Steinheimer Vereinen und Verbänden an, oft aktiv.
  • Museen
    Die Entwicklung des Museums Schloss Steinheim ist uns schon immer ein Anliegen. Mit vielen Anträgen, die einstimmig im Ortsbeirat beschlossen wurden, haben wir die Entwicklung zu einem modernen Museum für Archäologie und Heimatkunde gefordert. Die Planungen für die Konzeption und Gestaltung, bei denen Mitglieder von uns mitarbeiteten, haben wir auch politisch mit getragen. So sollen freie Räume im Schloss genutzt werden, der Schlossbau und der Turm durch einen gläsernen Eingangsbereich erschlossen werden, das Renaissancetreppenhaus für Stadtführungen zugänglich sein und der gesamte Außenbereich der ehemaligen Burg der Eppsteiner wieder zugänglich gemacht werden. Der Turm selbst soll dann über das Museum erreicht werden (Wiederherstellung des Wehrganges) und der Ausstellungfläche zugeschlagen werden. Aus Kostengründen konnten diese Planungen bisher noch nicht umgesetzt werden. Wir werden aber immer wieder auf den Ansatz von Mitteln im städtischen Haushalt drängen.
    Konkret haben wir in der letzten Sitzung des Ortsbeirates den Antrag gestellt, wenigstens zum Jubiläumsjahr 2022, 800 Jahre Ersterwähnung von Steinheim, das Umfeld der ehemaligen Burg mit Zwinger, Türmen und Befestigungsanlagen wieder zugänglich zu machen.
    In Steinheim haben wir die einzige fast vollständig erhaltene Stadtmauer im Rhein-Main-Gebiet. Wir setzen uns für ihre Erhaltung ein und möchten in den nächsten 5 Jahren erreichen, dass der Rundweg um die Stadtmauer endlich verwirklicht wird.
  • Sonstiges
    Der Ortsbeirat unterstützt mit seinen Mitteln kulturelle Angebote. Er sorgt zum Beispiel dafür, dass Spielstätten kostenlos genutzt werden dürfen.

6. Sicherheit im Stadtteil
– Sehen Sie Handlungsbedarf?
– Gibt es bereits konkrete Pläne / Anträge aus ihrer Ortsbeiratsfraktion hierzu?
– Was sind Ihre wichtigsten Ziele für die nächsten fünf Jahre und wie wollen Sie diese durchsetzen?

Steinheim ist glücklicherweise kein Kriminalitätsschwerpunkt. Gelegentlich treten Probleme im Burggarten, Schlossgarten oder am Mainufer auf. Hier muss durch Kontrollen der Stadtpolizei rechtzeitig entgegengewirkt werden. Durch die Schaffung einer Stelle für aufsuchende Jugendarbeit denken wir zudem einen besseren Ausgleich zwischen dem Bedürfnis Jugendlicher nach Freiheit und dem der Anwohner nach Ruhe zu erreichen. Damit auch in den Abend- und Nachtstunden der Radverkehr sicherer wird, setzen wir uns für die Beleuchtung des Mainuferwegs zwischen Maintor und Brückfeldgraben ein.

Link zur Homepage der CDU Steinheim

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