Mittwoch, 6. Juli 2022
's Blättsche Lokales Klein-Auheim: Muss wirklich erst ein schlimmer Unfall passieren?

Klein-Auheim: Muss wirklich erst ein schlimmer Unfall passieren?

Eine Nachlese zum Stadtteiltreffen und viele Reaktionen dazu

Keiner der zuständigen Amtsleiter zum Thema Verkehrssicherheit von der Stadt Hanau war beim schon lange terminlich anberaumten Stadtteiltreffen dieser Tage in der Willi-Rehbein-Halle. “Die Ohren geklingelt haben” dürften den Verantwortlichen des Magistrates trotzdem, spätestens ab Beginn der Bürgersprechstunde unmittelbar vor dem Treffen.

Mangelnde Verkehrssicherheit ist nämlich das zentrale Anliegen der meisten Klein-Auheimer, die sich mit ihren gewählten Ortsbeiräten intensiv zu ihren wichtigsten Themen ausgetauscht haben (siehe auch Raser gefährden Menschen/Bürgersprechsprechstunde).

Mit Spannung war das Stadtteiltreffen erwartet worden, die Berichte des Oberbürgermeisters, Bürgermeisters und Stadtrats aus Hanau über wichtige Verwaltungsangelegenheiten des Ortsbezirkes. Auch zu dem “Parkraumkonzept Seligenstädter Straße/Geleitstraße” sollten zwei weitere, mögliche Varianten vorgestellt werden, die Problematiken an Mainzer Straße/Obergasse mit eingebunden sein, das war der Stand im Sommer 2021 (siehe auch ‘s Blättsche-Bericht). Hier gibt es noch kein Ergebnis, das Konzept mit verschiedenen Möglichkeiten wird voraussichtlich doch erst im Dezember vorgestellt.

Verkehrssicherheit der Fußgänger, Geschwindigkeitsdämpfung und die damit verbundene Reduzierung der Emissionen, das sind die Ziele, die mit dem Konzept erreicht werden sollen. Dass in den Klein-Auheimer Straßen in dieser Hinsicht vieles im Argen liegt, ist klar: Zahlreiche Bürgerbeschwerden wegen der Einschränkungen der zugeparkten Gehwege in den zurückliegenden Jahren, die teilweise chaotischen Zustände, wenn sich Autos und Lastwagen aneinander vorbei drängeln (besonders, aber nicht nur während des Berufsverkehrs), nächtliches Rasen und das fortwährende Ignorieren der Geschwindigkeitsbegrenzungen.

Es wird sich wohl noch etwas hinziehen, bis wenigstens verschiedene Varianten zur Lösung oder Verringerung der Problematiken seitens der städtischen Verkehrsplaner aufgezeigt werden.

Der Klein-Auheimer Ortsbeirat hat erneut und deutlich den zwingenden Handlungsbedarf gemeldet und auch einen Verkehrsversuch vorgeschlagen: beispielsweise den Einsatz von Leitschwellen statt der abgelehnten Poller, eine Umleitung des Umgehungsverkehrs (Dieselstraße/Gutenbergstraße), eine teilweise Ausweisung einer Einbahnstraße und den Einsatz eines Pollersystems an den Bahnübergängen.

Stadtrat Thomas Morlock (FDP), Verkehrs- und Ordnungsdezernent des Hanauer Magistrates, sieht hier zumindest schon einmal die Möglichkeit, einen Verkehrsversuch auszuprobieren.

Auch Bürgermeister Axel Weiss-Thiel (SPD) dürfte gut zugehört haben. Ein solcher Verkehrsversuch müsste allerdings erst durch das Regierungspräsidium Darmstadt genehmigt werden. Die Klein-Auheimer dürfen also gespannt sein, wie lange sich die bürokratischen Hürden noch hinziehen. Sie müssen sich wohl weiter in Geduld üben bis sich hier etwas ins Positive ändert.

Wie heißt es so schön: Die Hoffnung stirbt zuletzt. Es bleibt trotzdem die Befürchtung, dass wohl erst ein schlimmer Unfall passieren muss, bis auf die Anliegen der Klein-Auheimer reagiert wird.

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