Dienstag, 9. August 2022
's Blättsche Lokales KJZ: Auch eine Schola und eine Laienspielgruppe gab es einst

KJZ: Auch eine Schola und eine Laienspielgruppe gab es einst

50 Jahre Jugendverbandsarbeit in Zellhausen / Heute Teil 5

Genau vor einem halben Jahrhundert
startete die Jugendverbandsarbeit in der St. Wendelinusgemeinde Zellhausen mit zahlreichen Aktionen, ließ die Dekanatsjugendarbeit aufleben, machte politisch Furore und mündete schließlich in die Gründung der heutigen Katholischen Jugendzentrale. Fast könnte man sagen: KJZ wird zur KJZ.

Das gesamte Projekt steht und fällt natürlich durch ausgezeichnete Teamarbeit. In der damaligen Zeit in den Vereinen noch eher unüblich, da kannte man den Vorsitzenden und seinen Stellvertreter und manch andere Vereinsmitglieder, die im Hintergrund wirkten, aber nicht am Großen und Ganzen beteiligt waren. Ausnahmen bestätigten auch damals schon die Regel.

So war es denn ein recht ansehnliches Jugendteam, das in Zellhausen aufgebaut wurde mit später dann 225 Kindern und Jugendlichen, die in 13 Gruppen kreativ, sportlich, aber auch inhaltlich wirkten und jeweils an den großen Veranstaltungen der Katholischen Jugend Zellhausen (KJZ) aktiv beteiligt waren.

Begonnen hatte die eigentliche Arbeit im November 1971 mit 119 Jugendlichen. Mehr dazu im weiteren Bericht.

Als die damaligen “Drahtzieher” der katholischen Jugendarbeit stehen gemeinsam mit Diakon Helmut Berkes (später Diakon Hans Joha) und der Pfarrjugendleitung um Notburga Rill, Gabi Knecht, Heinz Disser, Matthias Herr und Bernhard Koch noch andere Namen in den Annalen der Pfarrei St. Wendelinus, die aufzeigen, wie wichtig den Jugendlichen die Zusammenarbeit mit den Erwachsenen war. Pfarrer Walter Merkelbach und sein Nachfolger Heinrich Fleckenstein (ab 1975) lobten vielfach die “blühende Jugendarbeit”, die auch in den Pfarrgemeinderat hineinwirkte und dort Mitte der Siebziger Jahre einen “Sachausschuss Jugend” bildeten.

In einem Bericht aus dem Jahr 1973 stehen außer den bereits genannten Personen folgende weitere engagierte Mitarbeiter, die für den Aufbau der Jugendverbandsarbeit in Zellhausen mitverantwortlich waren und sich in ihren jeweiligen Sachgebieten einbrachten. Verwaltungstechnische Aufgaben: Maria Disser, Finanzberater: Walfried Kaiser und Josef Wegstein, Vertrauenspersonen für die Gruppenleiter Lotte Knecht und Franz Stürzl, Zeltlager: Ernst Koch und Alfons Kaiser.

Als Gruppenleiter aktiv waren Anfang der Siebziger Jahre Matthias Herr, Christoph Herr, Notburga Rill, Gabi Knecht, Bernhard Koch, Johannes Wegstein, Dieter Herr, Elke Schreiner, Ronald Koch, Margit Zoufal, Hildegard Disser und Martina Disser.

Interessant heute nachzulesen ist im genannten Bericht von 1973 folgende Passage: Da die KJZ bis jetzt nur in Zellhausen bekannt ist und sich dort mittlerweile einen Namen gemacht hat, versucht man jetzt durch Öffentlichkeitsarbeit auch über die Grenzen Zellhausens hinaus einen (hoffentlich guten) Ruf zu bekommen. Bis 1973 gibt es drei Kindergruppen und vier Messdienergruppen, zwei Jugendgruppen, eine Schola, geleitet von der unvergessenen Christina Major aus Jügesheim, eine Laienspielgruppe von Sanna Moritz. Von den Gruppenleitern sind acht bereits ausgebildet. Alle Gruppenstunden finden im Jugendheim statt, einem 18 qm großen Raum im alten Kindergarten an der Bahnhofstraße / Ecke Röhrigstraße. Man wartet auf den Bau des Pfarrheims.

Die Öffentlichkeitsarbeit kam dann übrigens ab 1974/75 so richtig ins Rollen nach einem Kontakt mit dem damaligen Redakteur der Offenbach-Post, dem unvergessenen Alf Heppner und seiner Frau Uschi als Fotografin.

>> Lest dazu auch die vorangegangenen Teile der Serie “KJZ”. Teil 1Teil 2Teil 3Teil 4

>> Demnächst in dieser Serie: Die ersten Zeltlager mit Hilfe der Amerikaner und – wieso der Zeitungsartikel “Viel Idealismus und kein Geld” in den siebziger Jahren Dekan Kämmerling und die Politik auf den Plan rief.

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1 Kommentar

  1. Ja, auch ich bin ein Kind der 60ziger und 70ziger Jahre und habe es genossen, regelmäßig in sog. „Mädchengruppenstunden“ zu gehen. Dort wurde gespielt, gebastelt und auch
    Quatsch gemacht, später als Jugendliche habe ich auch an einigen GCL-Fahrten mit Pfarrer Wolfgang Blau teilgenommen…Daran denke ich noch heute gerne zurück 🙂

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