Freitag, 20. Mai 2022
's Blättsche Gebabbel Von Parkbuchten, Garagen und Einbahnstraßen

Von Parkbuchten, Garagen und Einbahnstraßen

Jetzt reagiert der Klein-Auheimer Ortsvorsteher Feldes

Der Artikel “Wenn wir nicht endlich lernen…” zum Thema “Verkehr und Parken in Klein-Auheim” löste etliche Kommentare aus, so auch von Ortsvorsteher Sascha Feldes, der zu den Ausführungen der drei Anwohner persönlich Stellung nimmt. Übrigens: Anonyme Kommentare veröffentlicht das Regionalportal aus presserechtlicher Sicht nicht, es sei denn mit der Anmerkung “Schreiber ist der Redaktion bekannt”.

Ortsvorsteher Sascha Feldes: “Na, dann melde ich mich jetzt mal als Ortsvorsteher. Um es ganz klar zu sagen, was jetzt kommt ist meine persönliche Meinung!

Der Ortsbeirat ist für die Bürger im Stadtteil erster Ansprechpartner und darf „Empfehlungen“ an die Stadt geben. Dabei sind zwingend Gesetze und Vorschriften zu beachten. Der Ortsbeirat muss dabei die Belange aller rund 7500 Bürger berücksichtigen.

Und da geht es mit der Quadratur des Kreises los. Allen Recht zu machen ist schlicht unmöglich. Es gibt immer persönlich Betroffene, die es natürlich anders sehen als der Rest. Und dann wird es schwer.

Zu den Ausführungen im Artikel:

Schön, dass auch die Damen es begrüßen, dass endlich was getan wird. Gesetzlich haben wir zwei Möglichkeiten, da das Parken auf dem Gehweg nicht mehr zugelassen wird. Wir machen Parkbuchten auf der Straße oder ein komplettes Halteverbot. Da wir uns einig sind, dass wir was machen müssen, um es sicherer für Fußgänger zu machen, wäre ich für Parkbuchten. Das hat den Vorteil, dass es langsamer wird, der Durchgangsverkehr hoffentlich woanders fährt und wir Parkplätze erhalten können.

Wo ist der Nachteil der Anwohner?

Im aktuellen Haushalt 2022/23 ist keine Grundsteuer-Erhöhung vorgesehen. Was das hier zu suchen hat?

Sicherheit für die schwachen Verkehrsteilnehmer

Wir brauchen Sicherheit für die schwachen Verkehrsteilnehmer. Wenn bis jetzt jeder mehr Rücksicht genommen hätte, wäre das Thema gar kein Thema, aber durch Egoismus des Stärkeren (PKW Fahrer/Parker) ist es jetzt so wie es ist.

Wenn es jetzt im Ergebnis weniger Verkehr gibt, warum verringert sich der Wert des Grundstückes? Die Parkbuchten müssen in der Nähe/vor den Geschäften sein, damit zumindest theoretisch die Chance besteht, dass Kunden dort tagsüber halten/parken können. Ggf wäre hier eine Kurzparkmöglichkeit hilfreich. Aber auch die muss dann kontrolliert werden.

Mit dem versetzten Parken kann ich in der Regel nicht rasen – siehe Steinheim Ludwigstraße.
Jetzt kommt dann doch der Verweis auf den Schulweg. Die Gefahr des Bürgersteigs fahren kann man mit Pfosten beheben. Die bräuchte man nicht, wenn – richtig – jeder etwas Rücksicht nimmt.

Nachweislich ist in anderen Kommunen eine Verkehrsreduzierung erfolgt. Kommt man nicht mehr schnell von A nach B, sucht man sich neue Wege.

Auch beim Thema Ein/Ausfahrt in die Garage – wenn alle etwas mehr Rücksicht nehmen würden, ach die Welt wäre ebbes besser…….

Jetzt zu dem „Gespräch mit dem Ordnungsamt“ und das „Gespräch“ mit mir.

Wer dem Ordnungsamt am Ende des Gesprächs unterstellt die Sache nicht zu verstehen, dies bei mir am Ende auch wiederholt, zeigt ganz klar auf:

Meine (!) Interessen gehen vor, der Rest interessiert mich nicht.

Und schon interessiert es mich nicht.

7.500 Klein-Auheimer unter einen Hut bringen

Denn wie gesagt „ich muss versuchen alle 7500 Leutsche unner einen Hut zu bringen“.

Bezüglich Stellplatzsatzung der Stadt Hanau. Es ist klar geregelt, dass keine Zweckentfremdung sein darf. Wird diese festgestellt, kann das Ordnungsamt aktiv werden. Damit ist das Kontroll- und Bußgeldrecht „geschaffen“. Ob uns das jetzt gefällt oder nicht.

Der persönliche Vorwurf, mir kann es egal sein, Sie parken ja vorm Haus…..
Also wir wohnen in eine Nebenstraße, unsere Garage ist keine Garage, sondern gemäß Bauplan ein „Schuppen“.
Das hat wohl auch mit der „Einfahrtshöhe“ von 162,7 cm zu tun. Wie ich da unser einziges Familien-Auto reinbekommen soll, habe ich bis heute nicht begriffen, da es ein Höhe von 171 hat.. Aber auch das war nicht zu vermitteln. Auch der Hinweis, dass die Straße nicht mir gehört und ich auch woanders parke, wenn Fahrzeuge stehen, wurde nicht verstanden.

Einbahnstraße: Von mir aus können wir sofort Einbahnstraßen machen. Gerne auch an der Sudetendeutschen Straße, aber das hilft nicht, denn die Seligenstädter/Geleitstraße sind Landesstraßen. Diese ist jetzt in beide Richtungen befahrbar, als Hauptstraße definiert und somit wird das Land hier nie eine Einbahnstraße einrichten. Richtig, das kann noch nicht mal Hanau.

Und nein, die Grünen setzen sich kein Denkmal. Ich schaue halt auch mal nach den schwachen Verkehrsteilnehmern und den anderen 7500 Einwohnern von Klein-Auheim.

Auch Geschäftsleute sind gefragt

Alternativen:
Bodenschellen = gerne, aber verboten = Gefahr für Zweiräder
Parkausweis = gerne = Geht aber gegen die Geschäfte und muss auch kontrolliert werden.
Weiterhin wird es nie genug Parkplätze für die Anzahl der PKW geben. Auch hier: Ich habe eine Garage – drei Autos und nun muss der Ortsbeirat / die Stadt gefälligst dafür sorgen, dass es Parkplätze gibt – geht’s noch?
Daher wird es dann mehr Anwohner-Parkausweise geben als Parkplätze. Denn das Gesetz sagt ganz klar. Jeder Anwohner hat Anrecht auf einen Ausweis. Aber wo sollen wir die x Parkplätze hernehmen?

Dieselfahrverbot für LKW = gerne = Moment, die Geschäfte müssen beliefert werden. Kommen die Lieferanten dann mit den Lastenfahrrädern?
Also muss es kontrolliert werden und ob das Land Hessen dies auf einer Haupt-/Landesstraße macht? Wie gesagt gerne – Was sagen die Geschäfte?

Einbahnstraße = oben beantwortet

Unterschriften Sammlung = gerne
Was darf es sein? Parkbuchten auf der Straße oder komplettes Halteverbot (siehe ganz oben)?

Parken auf dem Gehweg ist nicht mehr erlaubt und Hanau fängt bei den Hauptstraßen an. Gerade bei denen die Schulweg sind.

Und das ist es nun mal.

Die zwei Straßen sind die Hauptstraße bzw. eine Landesstraße, auch Schul- und Kindergartenweg. Das waren sie bestimmt schon die letzten 50 Jahre – auch vor 1974. Daher ist das mit Nebenstraßen/Wohngebieten nicht zu vergleichen. Ob das jetzt gefällt oder nicht.”

Soweit die Stellungnahme des Ortsvorstehers von Klein-Auheim.

PS: Aktuell ist der Plan nicht Thema in der Ortsbeirats-Sitzung am 11. Mai, da er noch nicht fertiggestellt ist.

- Werbung -
Habt Ihr Themen für die ihr euch einsetzen wollt oder „Aufreger“ die euch auf den Nägeln brennen? Dann schreibt uns eine Mail an redaktion@blaettsche.de. – Bock dabei zu sein? Infos zu Onlinewerbung unter marketing@blaettsche.de

4 Kommentare

  1. Wer dreht die Uhr zurück? Weniger Menschen, weniger Autos, weniger Egoismus… Wo fing das Dilemma an? Jeder scheint zu glauben, dass sich alles nach den eigenen Ansichten richten muss. Früher musste jede Wohnung mindestens einen Stellplatz haben. Diese wurden aber selten genutzt und die Garage als Lager verwendet.
    Heute werden Wohnungen teilweise ohne Stellplatz genehmigt. Beides führt zu Autos im öffentlichen Bereich. Leider denkt auch jeder, dass man immer direkt vor der Tür der Wohnung, des Geschäftes und dem Kindergarten einen Parkplatz haben muss. Dafür gibt es aber keinen Rechtsanspruch!
    Es ist zwar schön, wenn man einen Platz findet, aber ein wenig zu Fuß gehen schadet auch nicht, wenn man es kann.
    Wenn man also Parkplätze benötigt, dann in erster Linie für eingeschränkte Personen.
    Die Diskussion dreht sich leider überwiegend um die Durchgangsstraßen. Letzte Woche habe ich es zweimal erlebt, dass mir Väter mit Kinderwagen auf Nebenstraßen, mitten auf der Fahrbahn entgegen kamen, weil die Gehwege dort zugeparkt waren. Das Problem besteht somit fast überall.

    Ob sich die Situation tatsächlich verbessern wird, bleibt abzuwarten. Ich fürchte, dass ohne von parkenden Autos behindert zu werden, eher mehr Autos und Lkw durch die Stadt rollen werden.
    Die Gehwege dürften frei bleiben, wenn das Parken kontrolliert und auf der Straße nicht mehr möglich ist. Dafür wird aber schnelleres Fahren wahrscheinlich, das durch Tempo 30 genau so wenig verhindert wird, wie das Überfahren einer roten Ampel mit dem Fahrrad. Der Mensch ist ein Verkehrs-Chamäleon! Sobald man vom Fußgänger zum Rad- oder Autofahrer wechselt, nimmt sich ein Großteil andere “Rechte” heraus. Wäre da zumindest noch so etwas wie Unrechtsbewusstsein und würde das alles mit entsprechender Vor- und Rücksicht geschehen, wäre das schon ein sehr großer Schritt. Stattdessen trifft man, wenn man jemanden darauf anspricht, auf Unverständnis, Aggression und Überheblichkeit, wo eigentlich Einsicht, Reue und Entschuldigung angebracht wären.
    Wenn man Gesetze überschreitet ist man meist der Gewinner. Man ist schneller, erfolgreicher, kann damit prahlen (findet sogar Zustimmung!!!) und kann auch noch alle auslachen, die sich an die Regeln halten. Da läuft etwas falsch! Oder: Es menschelt eben überall!

    Und weil das so ist, muss es nicht nur Regeln geben, sondern auch Kontrollen. Das gilt für alle Lebensbereiche.

    Ich bin gespannt, wo die Reise hingeht, und absolut dafür, die Uhr ab und an mal etwas anzuhalten und die Welt mit Abstand zu betrachten. Es gibt viele Dinge, die neu gedacht werden sollten!

  2. Das Dilemma fing damit an, das Gehwegparken nie konsequent zu kontrollieren. Nun hat sich das Auto diesen Bereich “einverleibt”. Das wieder hergeben sehe ich aussichtslos. Fußgänger und Radfahrer haben nun mal keine starke Lobby.

    Jetzt kommt noch hinzu das der größte Teil der Autofahrerinnen und Autofahrer keinerlei Rücksicht nehmen und sich nicht an die Regeln halten. Das ist alles bekannt, ändern wird sich nichts. Schließlich haben Autofahrerinnen und Autofahrer immer Recht und immer eine Ausrede parat.

    Ich laufe nun seit einem Jahr morgens und nachmittags den Weg zum Kindergarten, Polizei bzw. Stadtpolizei habe ich dort auf dem Weg noch nie gesehen. Und die Sudetendeutsche Str. wird gerne als Abkürzung genommen, 30 fährt dort so gut wie niemand, das dort an den Zebrastreifen gehalten wird ist reines Glücksspiel.

    Ich kann nur hoffen das jeder Fußgänger und Fahrradfahrer das notwendige Glück hat und nicht von einem Fahrzeug angefahren wird.

  3. Der Ortsvorsteher hat Recht … und wer die Örtlichkeiten kennt und die verkehrstechnischen Möglichkeiten kann dies klar erkennen vorausgesetzt er/sie will dies auch.

    Polemik und persönliche Anfeindungen bringen nichts. Nur Rücksicht auf andere und das Bewusstsein, sich gelegentlich etwas zurück zu nehmen damit es weitergeht.
    Parkbuchten und entsprechende Kontrollen können dazu beitragen, dass sich die Verhältnisse normalisieren.
    Normalität sollte sein, dass der Schwer- und Durchgangsverkehr andere Wege findet und sich die Kleinauheimer*Innen sicher durch ihren Ort bewegen können.
    Ganz besonders Kinder und ältere Menschen!

    Natürlich ist es nervig sich durch den verdichteten Verkehr zu schieben. Aber mit etwas Rücksicht und gegenseitigem Verständnis sollte es möglich sein, Normalität in Wohnstädten zu schaffen.

  4. Bedauerlicherweise scheinen andere Ansichtsweisen, als die unseres Ortsvorstehers, nicht erwünscht zu sein. Das erweckt zumindest den Anschein, wenn man den passiv aggressiven Unterton in seiner Stellungnahme wahrnimmt. Dabei wäre dies eine elementare Voraussetzung für die qualifizierte Teilnahme an einer Debatte. Angesichts dieser Verzerrung in zentralen Punkte ist auch seine scheinbar sachliche Aufzählung von Aufklärung weit entfernt. Nun, ja…. Das Denkmal wird gebaut! Glückwunsch, dass es keinen der Verantwortlichen betrifft. Aber wie heisst es so schön: 2 mal 3 macht 4 …..ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt…… und ganz besonders als Politiker.

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Vorheriger ArtikelNeues aus Mühlheim
Nächster ArtikelStadtteil-Info