Dienstag, 9. August 2022
's Blättsche Lokales Neues aus Hanau

Neues aus Hanau

Bürger dürfen online über Radschnellweg-Trassenvarianten abstimmen

AKTUELLE VERANSTALTUNGEN

seit 13. Mai Brüder-Grimm-Festspiele in Hanau

>> Beteiligung der Öffentlichkeit: Bürger können online über Radschnellweg-Trassenvarianten abstimmen. Um den Radverkehr in der Region als umweltfreundliche Mobilitätsalternative zu fördern, wird derzeit ein großes interkommunales Projekt vorbereitet. Ziel ist es, einen Radschnellweg zwischen Aschaffenburg und Hanau zu errichten.

Die Machbarkeitsstudie zum Radschnellweg befindet sich bereits im Bearbeitungsprozess. Das beauftragte Planungsbüro hat verschiedene Trassenvarianten identifiziert, die im Vorfeld im Rahmen eines Workshops mit Verbänden und Behörden diskutiert wurden. Mit einer Online-Befragung können nun Bürgerinnen und Bürger ihre Meinung zu den bisher ausgewählten Streckenverläufen äußern und weitere wichtige Hinweise geben. Die Befragung läuft vom 18. Juli bis einschließlich 9. September. Weitere Informationen zum Projekt und den Zugang zur Befragung finden Sie unter www.2laender2raeder.de .

Das geplante Projekt würde den ersten Radschnellweg zwischen den Bundesländern Bayern und Hessen darstellen. Mit der Errichtung eines Radschnellwegs gehen umfangreiche Bauarbeiten einher. Während reguläre Radwege in der Regel bis zu 3,5 Meter breit sind, werden Radschnellwege in einer Breite von mindestens vier Metern angelegt. Nach Plänen der beteiligten Kommunen Aschaffenburg, Mainaschaff, Kleinostheim, Karlstein, Kahl, Großkrotzenburg, Hanau sowie dem Main-Kinzig-Kreis, dem Landkreis Aschaffenburg und des Staatlichen Bauamtes Aschaffenburg soll, wo dies möglich ist, zusätzlich ein separater Gehweg mit eingeplant werden.

Die Machbarkeitsstudie soll Potenziale, Optionen und Kosten aufzeigen, um für sämtliche beteiligten Kommunen eine verlässliche Faktenbasis herzustellen. Ermittelt wird zudem auch das Nutzungspotenzial der Strecke. Dies ist insbesondere deshalb entscheidend, da für einen Bezug von Fördermitteln auch eine ausreichende Nachfrage innerhalb der Bevölkerung nachgewiesen werden muss. Insofern ist die Beteiligung der Öffentlichkeit ein eklatant wichtiger Bestandteil auf dem Weg hin zum fertigen Radschnellweg.

>> Von wegen Geisterfahrer: Einbahnstraßen in der südlichen Innenstadt dürfen von Radfahrern künftig auch in Gegenrichtung befahren werden.

In den kommenden Wochen wird der Eigenbetrieb Hanau Infrastruktur Service (HIS) eine neue Beschilderung in einigen Einbahnstraßen der südlichen Innenstadt anbringen. Diese erlaubt es dem Radverkehr, in diesen Bereichen auch in die entgegengesetzte Richtung zu fahren. Die Schilder werden in den folgenden Straßen angebracht:

Johanneskirchplatz
Münzgasse
Gärtnerstraße (Brüder-Grimm-Straße bis Nürnberger Straße)
Am Ballplatz
Schützenstraße

Mit der neuen Verwaltungsvorschrift zur Straßenverkehrs-Ordnung, die von einer sogenannten Kann- in eine Soll-Vorschrift geändert wurde, sollen grundsätzlich alle Einbahnstraßen entgegen der Fahrtrichtung für den Radverkehr freigegeben werden.

Die Voraussetzung hierfür ist unter anderem, dass die zulässige Höchstgeschwindigkeit in der Einbahnstraße nicht mehr als 30 km/h beträgt und dass die Verkehrsverhältnisse (ausreichende Begegnungsbreiten, übersichtliche Einmündungen) dies dem Grunde nach, zulassen.

Die Maßnahmen sollen zu einer weiteren Attraktivitäts-Steigerung des Fahrrads im täglichen innerstädtischen Straßenverkehr beitragen.

“Erst kürzlich haben wir an zwei Bahnhöfen 55 neue, abschließbare Fahrradboxen in Betrieb genommen. Mit der geänderten Verkehrsführung in fünf innerstädtischen Einbahnstraßen können wir nun schnell und unkompliziert neue Wege für Fahrradfahrer erschließen. Auch damit kommen wir unserem Ziel, die Radnutzung zu erleichtern und komfortabler zu gestalten, ein Stück näher”, erklärt Verkehrsdezernent Thomas Morlock.

>> Dominik Kuhn wird Leiter Presse und Öffentlichkeitsarbeit der BeteiligungsHolding Hanau: Ab 1. Juli verstärkt die BeteiligungsHolding Hanau (BHG) ihre interne und externe Kommunikationsarbeit mit Dominik Kuhn. Die Mutter der 19 städtischen Gesellschaften schafft die Position neu, um die vielfältigen Aufgaben einer modernen Medien- und Kommunikationsstruktur inhaltlich und strategisch weiter voranzutreiben.

Der 52-jährige Kuhn, bis zuletzt einer von drei Geschäftsführern der PR- und Kommunikationsagentur Ballcom in Heusenstamm und von 2000 bis 2018 Pressesprecher der hessischen Privatsender HIT RADIO FFH, planet radio und harmony.fm, hat auf der Journalistenschule des Axel-Springer-Verlags in Berlin und Hamburg volontiert und war zwischen seiner Zeit bei FFH und Ballcom als Leiter PR und Strategische Kommunikation bei der Nordsee-Zeitung in Bremerhaven tätig.

Der gebürtige Hesse Kuhn: “Ich freue mich sehr auf Hanau und darauf, den erfolgreichen Kurs der BHG nach innen und außen zu transportieren.”

Zum 1. Juli geht, nach 18 Jahren, der seitherige Pressesprecher der Beteiligungsholding Hanau, Joachim Haas-Feldmann, in den Ruhestand.

>> Hanau knackt die 100.000 zum zweiten Mal: Bevölkerungswachstum dynamischer als erwartet.

Die Hanauer Stadtbevölkerung ist in den letzten Monaten noch schneller gewachsen als von Oberbürgermeister Claus Kaminsky erwartet. Was Hanaus Stadtoberhaupt erst für Dezember angenommen hat, wurde jetzt schon Ende Mai erreicht: Die Brüder-Grimm-Stadt hat die wichtige 100.000-Einwohner-Marke auch auf der Basis der Zahlen des Hessischen Statistischen Landesamtes überschritten.

>> Die 38. Brüder-Grimm-Festspiele starten am Freitag, 13. Mai, im Amphitheater Hanau mit der Premiere von “Drosselbart”. Mehr zu allen Veranstaltungen findet ihr hier.

Bald als Logo auf neuer Euro-Banknote? Das Doppelportrait der Brüder Grimm, das von ihrem Malerbruder Ludwig Emil Grimm 1843 gefertigt wurde, befindet sich in Hanauer Eigentum (Historisches Museum Hanau Schloss Philippsruhe / Hanauer Geschichtsverein 1844) und dient der Brüder-Grimm-Stadt Hanau auch als Logo. Bild: privat (Hanauer Geschichtsverein)

>> Die Brüder Grimm auf der neue Euro-Banknote? Auf den Vorschlag von Oberbürgermeister Claus Kaminsky an die Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB) Christine Lagarde, die Brüder Grimm als Motive für neue Euro-Banknoten zu wählen, kam bereits Post aus Frankfurt.

Die Direktorin Banknoten, Doris Schneeberger, bestätigte den Eingang des Schreibens und verweist auf den weiteren Geschäftsgang: eine endgültige Entscheidung soll 2024 fallen. Derzeit würden sogenannte Fokusgruppen gebildet,  die von den Menschen im gesamten Euroraum Meinungen zu möglichen Themen für die Euro-Banknoten einholen.

Eine Themenberatungsgruppe, in der jeweils eine Expertin oder ein Experte aus jedem Land des Euroraums vertreten ist, wird anschließend dem EZB-Rat eine Auswahl neuer Themen vorschlagen. Sodann wird die Öffentlichkeit um ihre Meinung gebeten. Anschließend wird ein Design-Wettbewerb stattfinden, nach dem die Öffentlichkeit erneut konsultiert wird.

Die endgültige Entscheidung wird schließlich der EZB-Rat treffen. Kaminsky freut sich, dass sich die EZB dem Hanauer Vorschlag gegenüber grundsätzlich aufgeschlossen zeigt, die in Hanau geborenen Universalgelehrten Brüder Jacob und Wilhelm Grimm mit ihrem Konterfei zu ehren, so wie es schon beim 1000 DM-Schein erfolgreich praktiziert wurde.

>> Neue Wegebeschilderung soll Radverkehr fördern: Dank Mobilitätsleitbild 2022 weitere Fortschritte.

Der Radverkehrsanteil soll gemäß dem neuen Mobilitätsleitbild in Hanau stetig wachsen. Ein komfortables Wegenetz samt guter Beschilderung tragen dazu entscheidend bei, damit das gelingt”, macht Stadtrat Thomas Morlock deutlich anlässlich der aktuellen “Radwegweiser-Offensive” durch den Eigenbetrieb Hanau Infrastruktur Service (HIS). Bei dieser Gelegenheit kündigte Morlock für 2022 “weitere Schritte hin zur Verkehrswende in Hanau” an.

Neue Wegebeschilderung soll Radverkehr fördern. In Klein-Auheim steht ein solches Schild mit dem Hinweis auf den Radweg nach Hainstadt und Seligenstadt. Pech nur, wie es ‘s Blättsche-Leserin Irene N. richtig beobachtet, dass dieser Wegweiser nicht zum erwünschten Zielort führt, sondern schnurstracks auf den Friedhof. Nachbessern empfehlenswert. Bild: beko

So sieht HIS für das zweite Quartal dieses Jahres eine Bürger-Informationsveranstaltung zum Logistikkonzept vor – mit dem Ziel, Lieferverkehre in der Innenstadt zu mindern. Der öffentlichen Vorstellung vorgeschaltet ist eine inhaltliche Abstimmung mit Fachleuten und Betroffenen vornehmlich des Einzelhandels.

Gesamtkonzepte sind sowohl für den Fuß- und Radverkehr ausgeschrieben, überdies auch für die Betankung von Elektro-Fahrzeugen in der Brüder-Grimm-Stadt. All diese Anstrengungen unterstützen Bund und Land Hessen mit finanzieller Förderung.

Ähnlich verhält es sich für die beiden vom Regionalverband FrankfurtRheinMain federführend geplanten Rad-Schnellverbindungen von Hanau nach Frankfurt nördlich und südlich des Mains. Für den nordmainischen Radschnellweg haben Hanaus Stadtverordnete längst 1,5 Millionen Euro bewilligt, um Planungs- und Ingenieurleistungen zu finanzieren. Für die südmainische Verbindung ist über eine Vorzugstrasse entschieden (siehe https://www.region-frankfurt.de/Radschnellwege ). Darüber hinaus haben die anliegenden Gebietskörperschaften eine Machbarkeitsstudie für eine Radschnellverbindung zwischen Hanau und Aschaffenburg auf den Weg gebracht.

“Die Rahmenbedingungen für den Radverkehr sind in unserer Region günstig”, unterstreicht Stadtrat Morlock. Das gelte für die geringen Steigungen im Verlauf der bestehenden und neuen Veloverbindungen. Und das werde begünstigt durch Fahrkomfort, zu dem auch eine gute Beschilderung gehöre.

Nachdem das Land Hessen 2021 die Wegweisung der Fernwege R3, Bahnradweg und Main-Radweg auch in Hanau erneuerte, ergänzt nun HIS innerhalb des gesamten Stadtgebiets. “Denn in der Vergangenheit bestanden zahlreiche Lücken und Fehler in der Bestandsbeschilderung. Mit einer einheitlichen und durchgängigen Radwegweisung wird daher ein großer Beitrag geleistet, das Radfahren im Alltag, in der Freizeit und im Urlaub zu stärken und zu bewerben”, hebt Felix Waitz hervor, der als Verkehrsplaner bei HIS als Fahrrad-Koordinator wirkt.

Waitz benennt weitere Vorteile der neuen Schilder: Sie sind größer und besser lesbar. Neben Ziel und Entfernungsangaben werden Informationen wie Themenrouten (Grüner Ring, Hohe Straße und Regionalpark-Kinzigroute), Befahrbarkeit sowie weitere Alltags- und Freizeitziele auf einen Blick vermittelt.

HIS investiert 250.000 Euro, um in der Stadt alle Radwegweiser zu erneuern. Durch das Sonderförderprogramm “Stadt und Land” übernimmt der Bund 80 Prozent der Kosten. Die neuen Schilder bringt eine Werbetechnik-Firma an.

>> Servicestelle Renten und Soziales: In der Servicestelle Rente und Soziales können wieder unter der Rufnummer 06181 – 2951941 telefonisch Termine vereinbart werden.

Alle ausführlichen Pressemeldungen findet ihr auf www.hanau.de

- Werbung -
Habt Ihr Themen für die ihr euch einsetzen wollt oder „Aufreger“ die euch auf den Nägeln brennen? Dann schreibt uns eine Mail an redaktion@blaettsche.de. – Bock dabei zu sein? Infos zu Onlinewerbung unter marketing@blaettsche.de

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein