Dienstag, 9. August 2022
's Blättsche Gebabbel Neues aus Großauheim

Neues aus Großauheim

Wer macht mit beim nächsten Kleinkunstabend im Oktober?

AKTUELLE TERMINE IN GROSSAUHEIM

13./14. August, Feuerwehrfest
23. bis 25. September, Rochusmarkt

>> Dein Verein, Deine Gruppe will auch im Regionalportal ‘s Blättsche über eine Veranstaltung informieren und somit täglich mehr als 1.500 Leser erreichen? Ganz einfach eine E-Mail an redaktion@blaettsche.de am besten mit einem Plakat im jpg-Format als Anhang, schon gibt’s wieder mehr Besucher. Unser Motto lautet: Seid ihr hier im ‘s Blättsche drin, / kommen auch mehr Leute zu euch hin.

>> Aus IGV ist IGWV geworden: Auf der jüngsten Mitgliederversammlung wurde ohne Gegenstimmen dem Antrag des Vorstandes zugestimmt und die namentliche Erweiterung um den Stadtteil Wolfgang genehmigt.

Die Interessengemeinschaft der Großauheimer und Wolfgänger Vereine und Verbände (kurz: IGWV) vertritt bereits jetzt mit aktuell 47 Mitgliedern, Vereine aus den beiden Stadtteilen Großauheim und Wolfgang. Jetzt ist die Erweiterung auch fest in der Satzung verankert.

Auch das neue Logo symbolisiert das gute Miteinander der Vereine aus den beiden Stadtteilen.

Die neue Browser-Adresse lautet: www.igwv-hanau.de . Die Adresse ist noch nicht aktiv, da die Inhalte in den nächsten Wochen übertragen werden. Wer die alte IGV-Adresse (www.igv-grossauheim.de) ansteuert, wird in einem Übergangszeitraum automatisch auf die neue Adresse umgeleitet.

Die IGWV ist schon heute die größte aktive Vereinsgemeinschaft in der Stadt Hanau. „Es wäre schön, wenn wir die magische Zahl von 50 Mitglieder bis zum Jahresende erreichen könnten“, so der Sprecher Dr. Thomas Göbel.

Die IGWV informiert ihre Mitglieder regelmäßig über aktuelle Themen (u. a. über die sichere Durchführung von Veranstaltungen während der Corona-Pandemie, finanzielle Zuschüsse, Ehrenamt, Jugendarbeit). Zugleich vertritt sie die Interessen der Vereine gegenüber den Behörden, Medien und Fachbereichen.
Das Mainuferfest am 7. und 8. Mai 2022, auf dem die IGWV-Mitglieder kostenfrei für ihre Vereinszwecke werben konnten, hatte viele tausende Besucher an die schöne Uferpromenade des Stadtteils Großauheim gelockt. Mit dem Auheimer Weihnachtsmarkt (jeden 3. Advent) ist die IGWV jenseits der Stadtteilgrenzen bekannt.

>> Förderkreis Kultur in Großauheim präsentiert: 16. Großauheimer Kleinkunstabend. Kleinkünstler gesucht.

Am 14. Oktober findet der 16. Großauheimer Kleinkunstabend, organisiert vom Förderkreis Kultur, in Großauheim im katholischen Pfarrheim statt.
Bereits fünfzehn Mal begeisterte die Veranstaltung, respektive die Mitwirkenden eine große Zahl an Besuchern und ist aus dem Auheimer Kulturleben nicht mehr wegzudenken.

Immer wieder fanden sich eine große Zahl von Mutigen, die bereit waren, auf die Bühne zu treten und Einblick in ihre schöpferische Seite zu gewähren. Wer schon öfter als Zuschauern dabei war, weiß, was alles geboten wurde: Theater, Musik, Lesungen, Comedy und vieles mehr.

Deshalb hier die Bitte des Veranstalters: Wer Lust hat zum ersten oder wiederholten Mal dabei zu sein, der meldet sich gerne per Mail bei der zweiten Vorsitzenden Simone Rayer: simone.rayer@auheim-kultur.de

Der Beitrag sollte nicht länger als 15 Minuten sein, kann aber gerne kürzer sein. Nur Mut!

Bild: privat

>> Mainbäckerei Arnold – ab 20. August samstags geschlossen. Die Inhaber der Großauheimer Mainbäckerei Arnold in der Alten Langgasse 19 in Großauheim teilen folgendes mit: “In den vielen Jahren seit unsere kleine Traditionsbäckerei besteht, haben Sie schon einige Entscheidungen und Änderungen im Betriebsablauf mit uns getragen. Dafür sind wir Ihnen sehr dankbar.

Wir legen großen Wert auf Qualität und eine abwechslungsreiche Auswahl unseres Backwarensortiments. Um dies weiterhin zu gewährleisen, sehen wir uns leider gezwungen, aus gesundheitlichen Gründen unsere Bäckerei ab 20. August samstags nicht mehr zu öffnen. Uns ist bewusst, dass diese Entscheidung eine erhebliche Umstellung für Sie als Kunde darstellt.

Mit der Hoffnung auf Ihr Verständnis und Ihre Kundentreue, werden wir uns bemühen Sie weiterhin im Rahmen unserer neuen Öffnungszeiten zufrieden zu stellen. Ihr Mainbäckerei Arnold-Team.”

Öffnungszeiten sind ab 6. September Dienstag bis Donnerstag 6.30 Uhr bis 15.30 Uhr, Freitag 6.30 Uhr bis 17.30 Uhr, Samstag, Sonntag und Montag Ruhetag. Am Karsamstag (Samstag vor Ostern) und an Heiligabend ist weiterhin offen.

Vom 15. August bis einschließlich 5. September sind Betriebsferien.

>> So flogen sie dahin! 48 Schülerinnen erhalten den Realschulabschluss. Am Freitag, 15. Juli, feierten die Abschlussklassen 10a und 10b getrennt voneinander das Ende ihrer sechsjährigen Schulzeit an der Großauheimer Mädchenrealschule St. Josef.

Der letzte gemeinsame Gottesdienst mit feierlicher Zeugnisübergabe, geplant von Pfarrerin Katharina Scholl, Pfarrer Manuel Stickel, den Lehrkräften Martin Dickmann und Nicole Kramer und den Schülerinnen, fand im Kreise der engsten Familienmitglieder in der Gustav-Adolf-Kirche in Großauheim statt.

Im Rahmen des abwechslungsreichen Programms wurden Geschichten aus der Schulzeit vorgetragen, Pläne für die Zukunft vorgestellt sowie Glückwünsche von Schulleiterin Petra Höller-Gaiser, den Klassenlehrkräften und Eltern – und Schülervertretern ausgesprochen.

Die Schülerin Laura Wrasidlo aus der 10a berichtete von emotionalen Klassenfahrten, Freundschaften, Streitereien und oftmals anstrengenden Schultagen. Die Schule verlasse sie mit einem weinenden und einem lachenden Auge.

Die Schülerinnen der 10b (Lara Kunkel, Madlena Amrhein, Angelina Stöß und Emilia La Blunda) berichteten von den vielen heiteren Momenten ihrer Schulkarriere und lobten unter anderem das große Engagement ihres Mathematiklehrers Alfred Kästle, der es bis zum Ende hin nicht aufgeben wollte, die Schülerinnen schlau zu machen – so zierte der #IchMachEuchSchlau sogar die Abschlusshoodies der Schülerinnen.

Die ehemalige Klassenlehrerin, Janina Gehring, kam sogar aus ihrer Elternzeit zurück und berichtete aus ihrer spannenden Zeit mit der 10b und vertrat damit Julia Kreutz, die, wie viele andere aus der 10b, coronabedingt fehlte.

Die Vorsitzende des Schulelternbeirats, Frau Nordberg, zitierte Andreas Bouranis „Ein Hoch Auf Uns“ und gratulierte allen Schülerinnen.

Den Höhepunkt der Veranstaltungen bildete die feierliche Zeugnisausgabe mit dem anschließenden Segen. Besonders hervorzuheben ist an dieser Stelle die Jahrgangsbeste Pauline Unkelbach aus der 10a mit der Traumnote 1,0, gefolgt von Anouk Klein aus der 10b (1,1).

Musikalisch wurden die Veranstaltungen von Maya Seifarth (10a) und Anna-Sophie Jung (10b), sowie den Musiklehrern Oliver Lach und Konstantin Schorn begleitet.

Nun trennen sich die Wege vieler Schülerinnen und ihre Zukunft ist so individuell wie sie selbst: Manche streben das Abitur an, einige zieht es ins Ausland und andere beginnen eine Ausbildung in unterschiedlichen Bereichen. Die Mottos der beiden Klassen (10a: „Einzig aber nicht artig“ und 10b: „Fly Away“) hätten daher kaum passender gewählt werden können.

Allen Absolventinnen wünschen wir viel Erfolg und Gottes Segen für ihren weiteren Lebensweg.
Vielleicht geht der Wunsch von Schulleiterin Petra Höller-Gaiser ja in Erfüllung. Sie erzählte: „Manchmal erreichen mich Mails oder Briefe von ehemaligen Schülerinnen. Es ist jedes Mal eine große Freude, diese zu lesen.“ Es ist jedes Jahr aufs Neue für alle ein sehr emotionaler Moment, wenn die Schülerinnen das letzte Mal gemeinsam aus der Kirche gehen.

Absolventinnen 2022:
10a: Clara Marquardt, Elisa Bergmann, Emma Fritzsche, Giulia Vela Micelli, Hannah Merget, Havin Yaman, Ida Kroha, Julija Benić, Kim Mehmel, Lara Zenthöfer, Laura Dinser, Laura Wrasidlo, Lilli Wörner, Maria Theodoridou, Marlene Frank, Maya Seifarth, Mia Schwind, Milena Eisert, Pauline Unkelbach, Sofia Geyer, Sofia Montaperto, Sophia Engelhard, Svenja Strunz, Vanessa Komor, Vittoria Luzzi und Xenia Schubert.

10b: Vivian Akridge, Madlena Amrhein, Annika Bellinger, Rosalie Bischoff, Luisa Disser, Selina Ghiuri, Anna-Sophie Jung, Anouk Klein, Kim Krause, Lara Kunkel, Emilia La Blunda, Paula Laubenthal, Melissa Materi, Giulia Miriello, Lucia Rohrbach, Tabea Schreiber, Angelina Stöß, Tyra Susnjara, Liv Weiß, Lina Weßelmann, Annika Wilhelm und Noelle Wouterson.

Für den Bericht: Irina Lenz und Julia Kreutz, die Bilder stammen von Barbara Schürmer und Petra Freudl.

>> Woyzeck – Premiere im ausverkauften Lokschuppen: Das Hanauer Theater Stückgut feierte am Wochenende vor ausverkauftem Haus unter anhaltendem Applaus und Standing Ovation die Premiere seiner neuen Inszenierung „Woyzeck“ von Georg Büchner.

Woyzeck ist Soldat. Versuchskaninchen. Barbier. Vater. Geliebter. Mensch. Und Woyzeck rennt. Von Arbeitsplatz zu Arbeitsplatz. Von Groschen zu Groschen. Damit er Marie, seine Lebensgefährtin, und seinen Sohn und sich selbst über die Runden bringen kann. Als Marie eine Affäre mit dem Tambourmajor beginnt, nimmt alles seinen Lauf. Was ist Woyzeck am Ende?

Diese Frage stellt das Hanauer Theater Stückgut sich und dem Publikum und setzt das Dramenfragment Woyzeck von Georg Büchner unter der Regie von Christian Nabroth eindrucksvoll in Szene. Die Textfassung des aufgeführten Dramenfragmentes ist in einer szenischen Anordnung von Nabroth.

Julian Herget brilliert in der Rolle des von der Gesellschaft gedemütigten und „verhetzten“ Woyzeck. Marie, seine Lebensgefährtin, gespielt von Johanna Nabroth, führt Woyzeck im Bestreben nach gesellschaftlichem Aufstieg gekonnt hinters Licht. Trudel Paech überzeugte spielerisch in der Rolle als Woyzecks Kamerad Andres. Judith Gerner als Frau Doktor und Lothar Hain als Hauptmann treiben ihre Spielchen mit Woyzeck und offenbaren die Dekadenz derer, die sich für die gesellschaftliche Elite halten. Alexander Khrapko überzeugt als charmanter und wortgewaltiger Tambourmajor, der sich nimmt, was er will. Gleich in mehrere Rollen, Großmutter, Nachbarin und Wirtin, schlüpft Marion Liese und schafft mit der Märchenerzählung Gänsehautatmosphäre zu Beginn der Aufführung.

Die technische Umsetzung, Beleuchtung und Effekte, erfolgte durch Sebastian Heil, Veranstaltungstechnik, Großauheim. Der Lokschuppen der Museumseisenbahnfreunde stellt sich als perfekter Ort für die Inszenierung heraus.

Die Deutungsgeschichte des Stücks teilt sich, vereinfacht gesagt, in zwei Hälften. Nach der einen ist Woyzeck als Kritik an einer inhumanen Gesellschaft zu verstehen, damals wie heute, deren Opfer Büchners Protagonist wird. Nach der anderen handelt das Stück vorrangig von der Tragödie eines Individuums. Zwei Sichtweisen, die sich nicht notwendigerweise widersprechen. Im Gegenteil. Es sind die zwei Seiten einer Münze.
Nicht die Frage nach der Schuld, sondern nach der Schuldfähigkeit, so Hannah Schassner, die das Ensemble bei der Entwicklung des Stückes begleitet hat, steht im Mittelpunkt der Auseinandersetzung.

Viel Applaus spendete das Premierenpublikum im Lokschuppen der Museumseisenbahnfreunde für die gelungene und vor allem atmosphärisch dichte und eindringliche Inszenierung.

Die nächsten Aufführungstermine sind am Freitag, 8. Juli, und am Samstag, 9. Juli, Beginn jeweils 19.30 Uhr und am Sonntag, 10. Juli, Vorstellungsbeginn um 11 Uhr. Spielort: Lokschuppen des Vereins Museumseisenbahn Hanau, Heideäcker 1 in Großauheim. Karten können reserviert werden unter stueckgut@online.de oder im Buchladen am Freiheitsplatz im Vorverkauf erworben werden.

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