Donnerstag, 2. Februar 2023
's Blättsche Lokales Neues aus Hanau

Neues aus Hanau

Data4 wird Eigentümer und Betreiber des Großrechenzentrums

AKTUELLE VERANSTALTUNGEN

derzeit keine aktuell gemeldeten Veranstaltungen

>> Neuer Bürgermeister und neue Stadträtin in Hanau: Die Stadtverordnetenversammlung wählte. Mehr dazu in einem eigenen Bericht hier.

>> Bürgersprechstunden von Polizei und Ordnungsamt: Im Rahmen der kommunalen Prävention setzen die Stadt Hanau und das Polizeipräsidium Südosthessen ihre durch die Corona-Pandemie unterbrochenen Bürgersprechstunden sowohl in der Weststadt als auch im Stadtteil Nordwest fort.

Im monatlichen Wechsel finden jeweils in einem der beiden Stadtteile die gemeinsamen Bürgersprechstunden von Polizei und Ordnungsamt statt. Hier können Themen rund um die öffentliche Sicherheit und Ordnung  angesprochen werden.

Am Montag, 6. Februar, zwischen 17 und 18 Uhr findet die erste Bürgersprechstunde im Stadtteil Nordwest unter Beteiligung des zuständigen Ortsvorstehers im Mehrgenerationenhaus Fallbach in der Reichenberger Str. 59 statt. Am Montag, 6. März, folgt dann der nächste Termin im Weststadtbüro am Kurt-Schumacher-Platz 8. Interessierte Bürger sind zur Sprechstunde eingeladen.

>> Data4 wird Eigentümer und Betreiber des Großrechenzentrums in Hanau: Europäischer Konzern siedelt Deutschland-Zentrale in Großauheim an.

Der Eigentümer und Betreiber des künftigen Großrechenzentrums auf dem Gelände der ehemaligen Großauheim-Kaserne steht nunmehr fest. Mit Data4 wird einer der großen europäischen Rechenzentrumsbetreiber seine Server in der Brüder-Grimm-Stadt installieren.

Zugleich plane Data4, seine Deutschland-Zentrale in der Brüder-Grimm-Stadt einzurichten. Dies gab Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky gemeinsam mit dem Unternehmen sowie dem Projektentwickler P3 Logistik Parks bekannt.

“Das ist ein weiterer wichtiger Baustein für die Zukunftssicherung unserer Stadt”, so Claus Kaminsky “und leitet das Finale bei der Konversion der ehemaligen US-Militärgelände ein, die man mit Recht als Hanauer Erfolgsgeschichte bezeichnen kann. Auf der europäischen Rechenzentrums-Landkarte ist Hanau mit dem geplanten Campus dann einer der leistungsstärksten Standorte in Deutschland.” Mehr dazu auf www.hanau.de

Marianne Horst und Bill Planz von der AG Mobilität und Sicherheit des Seniorenbeirates im Gespräch mit Thorsten Wünschmann, dem Leiter des Ordnungsamtes. Bild: privat

>> Sichere Gehwege – ein wichtiges Thema für die AG Mobilität und Sicherheit: Zu einem Interessenaustausch traf sich der Seniorenbeirat mit Thomas Wünschmann, dem Leiter des Hanauer Ordnungsamts.

Er berichtete davon, dass im Zuge der Initiative Lebenswerte Städte bereits in besonders betroffenen Straßen Hauseigentümer angeschrieben wurden. Es wurde angekündigt, dass das verbotene und auch behindernde Gehwegparken nicht länger toleriert wird. Der Gehweg ist ausschließlich für Fußgänger, auch mit Rollator oder Kinderwagen, Rollstuhlfahrer sowie für kleine Radfahrer vorbehalten.

Wir als Seniorenbeirat wünschen uns mehr öffentliche Aufmerksamkeit und eine Sensibilisierung zu diesem Thema. Die betroffenen Gruppen sollten auf die Behinderungen hinweisen z.B. durch einen gemeinsamen Flyer und Leserbriefe. Hier könnte für ein faires Miteinander im öffentlichen Raum geworben werden.

Der Seniorenbeirat wird am Thema dranbleiben und auch eine Zusammenarbeit mit der Stadtentwicklung anstreben.

>> Der Seniorenbeirat im Gespräch mit den Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung: Im vergangenen Jahr führte der Seniorenbeirat der Stadt Hanau Gespräche mit den in der Stadtverordnetenversammlung vertretenen Fraktionen.
Die Themen beinhalteten Fragen zur Umwelt, der Mobilität, der Gesundheitsvorsorge, der Altersarmut, der Informationspolitik für die „Alten“, das Wohnen im Alter und die Pflegesituation einer zunehmend älteren Bevölkerung.
Der Seniorenbeirat warb in dieser Gesprächstour für eine Überarbeitung des Hanau-Passes (kostenfreie Nutzung des ÖPNV in Hanau?), während das Projekt „Der Mainer“ des RMV für die Stadtteile Klein- und Großauheim noch einmal kritisch unter die Lupe genommen wurde. Die Forderung nach mehr öffentlichen Toiletten z.B. der Einrichtung eines Leitsystems „nette Toilette“ traf auf Zustimmung aller Fraktionen.
Der Seniorenbeirat warb für eine zeitnahe Erarbeitung neuer „Leitlinien für eine langfristige Altersstrukturplanung“. Nicht nur im Hinblick auf die kommende Kreisfreiheit der Stadt Hanau ist es wichtig, zukunftsweisende parteiübergreifende Ziele für eine multikulturelle, moderne Stadtgesellschaft zu erarbeiten und neue Handlungsfelder für Politik und Verwaltung zu beschreiben.
Die Bevölkerung Hanaus wird älter und heterogener. Das Altersbild in den Köpfen bedarf der Erneuerung im Hinblick auf ein differenzierteres Altersbild. So nimmt u. a. der Anteil der älteren Bevölkerung mit ihren sehr unterschiedlichen Einwanderungsgeschichten kontinuierlich zu. Verschiedene kulturelle Wertvorstellungen und Lebensformen bis hin zu ganz unterschiedlichen sexuellen Orientierungen, spielen bis ins hohe Alter eine große Rolle. Auch die Zahl der Menschen mit Behinderungen steigt. Unser medizinischer Fortschritt ermöglicht es auch den Menschen, die von Geburt oder einer frühen Lebensphase an mit Behinderungen leben müssen, ein deutlich längeres Leben. Alles das braucht Perspektiven, die das Miteinander in der Gesellschaft stärkt.
Der Seniorenberat wies darauf, dass bei allem digitalen Fortschritt, diejenigen nicht vergessen werden dürfen, die keine Zugänge zu digitalen Medien haben. Um ihnen eine gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen, könnten Broschüren oder ein ein jährlicher städtischer Infobrief über die sie betreffende Belange informieren.
Es gibt für die politischen Entscheider viel zu tun. Der Seniorenbeirat ist gespannt, wie die Initiativen des Seniorenbeirats umgesetzt werden.

>> Sperrmüll: Eine Abgabe von Sperrmüll ist am Mittwoch, 28. Dezember, sowie am Mittwoch, 4. Januar, jeweils von 15 bis 17 Uhr möglich. Der nächste Abgabetermin an einem Samstag von 8 bis 13 Uhr fällt auf den 14. Januar.

>> Sperrmüllannahmestelle ab 5. Januar mittwochs geschlossen: Auf eingeschränkte Öffnungszeiten des Wertstoffhofs an der Daimlerstraße in den Wintermonaten weist der Eigenbetrieb Hanau Infrastruktur Service (HIS) hin. Hanauer können die Sperrmüllannahmestelle insbesondere an Samstagen von 8 bis 13 Uhr aufsuchen. Der Wertstoffhof ist an diesen Tagen durchgehend geöffnet, Ausnahmen bilden lediglich der 24. und 31. Dezember sowie der 7. Januar. An diesen Daten ist eine Annahme von Abfällen nicht möglich.

Mittwochs können Abfälle noch regulär während des gesamten Dezembers sowie zusätzlich am 4. Januar von 15 bis 17 Uhr abgegeben werden. Anschließend bleibt der Wertstoffhof voraussichtlich bis Ende März 2023 mittwochs geschlossen.

Keine Veränderungen gibt es hinsichtlich der Öffnungszeiten der Grüngutannahmestellen. Wie bereits angekündigt sind diese bis Ende Februar 2023 jeden ersten und dritten Samstag im Monat – und damit auch am 7. Januar – von 9 bis 13 Uhr geöffnet. Ab März 2023 öffnen die Annahmestellen wieder an jedem Samstag.

Die Annahme in Klein-Auheim ist voraussichtlich von April bis November mittwochs zwischen 15 und 17 Uhr erreichbar.
Darüber hinaus weist HIS darauf hin, dass die Standortliste für öffentliche Glas- und Papierbehälter überarbeitet wurde. Ein aktueller Plan mit allen verfügbaren Standorten kann im Internet unter www.hanau.de/rathaus/was-finde-ich-wo/ensorgungsstellen/index.html oder www.hanau.de/mam/rathaus/abfall/standorte_altglas_und_altpapiercontainer_stand_2022.pdf abgerufen werden.

Auf dem Betriebshof an der Daimlerstraße kostenlos abgegeben werden können Wertstoffe wie Altpapier, Kartonagen, Grünabfälle (bis 2m³), Styropor aus Verpackungen, Metallschrott, Sperrmüll (bis 2m³), sowie Auto- und Gerätebatterien. Auch Elektrogroßgeräte, wie z.B. alte Herde, Kühl- und Gefrierschränke, Waschmaschinen und Trockner sowie Geschirrspülmaschinen werden, genauso wie auch haushaltsübliche Kleingeräte (Unterhaltungselektronik, Telekommunikationsgeräte, elektrische Werkzeuge, Toaster, Staubsauger etc.) kostenlos angenommen.

Gegen Gebühr können Reste aus Hausumbauten wie zum Beispiel ausrangierte Badewannen, Waschbecken, Türen (innen), sperriger Hausrat, unbelasteter Bauschutt in kleinen Mengen bis zu einem Kubikmeter angeliefert werden.

>> Ab April unter neuer Leitung: Sibylle Jesgarz übernimmt die Führung des Eigenbetriebs Hanau Immobilien- und Baumanagement.

Anlässlich Ihrer Ernennung zur neuen Leitung des Eigenbetriebs Hanau Immobilien- und Baumanagement (IBM) besuchte Sibylle Jesgarz Oberbürgermeister Claus Kaminsky (links) und Bürgermeister Axel Weiss-Thiel. Bild: privat (Stadt)

Ein Führungswechsel steht für den Eigenbetrieb Hanau Immobilien- und Baumanagement (IBM) an. Am 31. März verabschiedet sich die aktuelle Betriebsleiterin Hiltrud Herbst nach 33 Jahren im Dienste der Stadt Hanau in den wohlverdienten Ruhestand. Ihre Nachfolgerin wird Sibylle Jesgarz, die bereits die stellvertretende Leitung des Eigenbetriebs innehat.

Als studierte Diplom-Ingenieurin und gebürtige Hanauerin weiß Jesgarz nicht nur, worauf es in der Leitungsposition ankommt, sondern auch, wie vielfältig die Aufgaben in der Stadt Hanau in den kommenden Jahren sein werden. “Wir haben die Verantwortung für derzeit knapp 250 Gebäude in der Stadt.  Aufgrund des aktuellen Wachstums der Stadt wird weiterhin ein Schwerpunkt der kommenden Jahre in dem Ausbau von Schulen und Kindertagesstätten liegen”, erzählte Jesgarz bei ihrem Besuch bei Oberbürgermeister Claus Kaminsky. Dabei nannte sie die Erweiterung des Schulzentrums Hessen-Homburg sowie der Lindenauschule als zwei Beispiele.

Eine der großen aktuellen Herausforderungen sind die stetig steigenden Kos­ten im Bausektor. “Im Bau kann man die Kosten im Vorfeld natürlich immer nur schätzen. Al­lerdings hat sich in den letzten Jahren gezeigt, dass die Mitarbeitenden im städtischen Eigen­betrieb die Investitionspläne immer mit großer Weitsicht aufsetzen. Mit dieser Art der Planung sind wir in den letzten Jahren äußerst gut gefahren”, lobte Bürgermeister Axel Weiss-Thiel die Arbeit des Eigenbetriebs.

Für den Eigenbetrieb ist es daher äußerst positiv, dass Jesgarz nach 10 Jahren Tätigkeit in der freien Wirt­schaft als Architektin bereits 2011 zum städtischen Immobilien und Baumanagement wechselte und die stellvertretende Lei­tung übernahm. Insofern kennt sie Verfahren, Anforderungen und Notwendigkeiten im Be­reich kommunaler Bauprojekte nur allzu gut.

Schwierig gestaltet sich jedoch die Akquise geeigneter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. “Aktuell haben wir Bedarf im Bereich Bauleitung und Haustechnik. Durch den akuten Fachkräftemangel in unserer Branche ist es jedoch schwer, offene Stellen zu besetzen”, so Jesgarz. Vor dem Hintergrund der vielen unterschiedlichen Projekte und Anforderungen ist es nach ihren Worten umso wichtiger, dass sie sich auf ein gutes, fachkundiges Team verlassen kann. “Eine solche Mannschaft hinter sich zu wissen, ist viel wert”, bekräftigte auch Oberbürgermeister Claus Kaminsky.

Für ihre neue Stellung als Leiterin des Eigenbetriebs IBM wünschte der Oberbürgermeister ihr viel Glück und Erfolg, aber auch eine gute Portion Gelassenheit: “Sie steuern nicht auf einen Sprint, sondern auf einen Marathonlauf zu. Insofern rate ich Ihnen aus eigener Erfahrung: Tei­len Sie sich Ihre Kräfte gut ein. Ich bin mir sicher, dass Sie an die tolle Arbeit Ihrer Vorgängerin anknüpfen und bei vielen interessante Bauprojekten der Zukunft eigene Akzente setzen wer­den”, so Kaminsky abschließend.

>> Die Stadtwerke Hanau erhöhen die Preise für Strom und Erdgas. Mehr dazu in einem eigenen Bericht hier.

>> Gaspreisabschlag an die Tafel weitergeben: Die Bundesregierung hat beschlossen, wegen des Angriffskrieges in der Ukraine, die Energiekosten für die Verbraucher im Monat Dezember zu übernehmen.

Schön. Nur das Gießkannen-Prinzip empfinden einige als nicht gut. Und zwar, weil sie das Geld selbst nicht so brauchen, wie andere. Das fühlt sich ungerecht für manch einen an.
Deshalb, Frankfurt hat es schon vorgemacht.
Wenn die Regierung den Dezemberabschlag fürs Gas übernimmt, könnten jene, die genug Geld haben, den eingesparten Betrag an jene weitergeben, denen es schlechter geht. Und zwar als Spende an die Hanauer Tafel. Diese Vereinigung genießt volles Vertrauen in der Öffentlichkeit. In Hanau ist die Tafel der Stiftung Lichtblick angeschlossen.
Wer also seine Überweisung des Staates an Bedürftige weitergeben möchte, dann bitte an:
Lichtblick: Hanauer Tafel. Bitte als Verwendungszweck „Tafelgeld“ angeben.

Evangelische Bank e. G.
IBAN DE 13 5206 0410 0000 009180
BIC GENODEF1EK1

>> „So etwas darf nie wieder passieren!“ Nach brutalem Angriff auf Stadtpolizisten große Solidarität aus Bürgerschaft und Politik.

Vor wenigen Wochen sorgte ein brutaler Angriff auf einen Hanauer Stadtpolizisten für Entsetzten in der gesamten Stadtgesellschaft. Der 37-jährige Mann, der ausnahmsweise allein in seinem Dienstwagen unterwegs war, wurde in der Hanauer Innenstadt aus dem Wagen gelockt und dann beschimpft, beleidigt und zusammengeschlagen. Die Verletzungen waren so schwer, dass der Stadtpolizist ins Krankenhaus eingeliefert wurde und dort mehrere Tage bleiben musste. Polizeiliche Ermittlungen gegen drei Verdächtige laufen seither.

Oberbürgermeister Claus Kaminsky zeigte sich beim Treffen mit den Hanauer Stadtpolizisten, Stadtrat Thomas Morlock und dem Leiter des Ordnungsamts, Thorsten Wünschmann, bestürzt und geschockt über den schrecklichen Vorfall: “Das ist absolut inakzeptabel und darf in unserer Stadt nie wieder passieren!”, bekräftige er und sicherte den Mitarbeitenden der Stadtpolizei seine volle Unterstützung zu.

Gemeinsam mit Ordnungsamtsleiter Wünschmann habe man neue Maßnahmen beschlossen, die zukünftig für eine bessere Sicherheit der Stadtpolizisten sorgen sollen, berichtete Kaminsky: “Die Kolleginnen und Kollegen sollen keine Streifengänge mehr alleine erledigen und Einsatzbezogen nur noch mindestens als Doppelstreife eingesetzt werden”, kündigte er an. In absehbarer Zeit würden den Stadtpolizisten zudem auch Diensthunde zur Seite gestellt, die ebenfalls zum Schutz dienen sollen.

Kaminsky dankte den Bürgern, die nach dem schockierenden Vorfall, auf verschiedenen Wegen ihre Anteilnahme und Bestürzung kundgetan und ihre Solidarität gegenüber dem verletzten Stadtpolizisten zum Ausdruck gebracht haben: “Die Kolleginnen und Kollegen der Stadtpolizei und ich wissen Ihre Unterstützung und Solidarität sehr zu schätzen. Es ist wichtig, dass viele zivilisierte und friedliebende Menschen ihre Stimme erheben und den brutalen Übergriff verurteilen. Wir werden nicht zulassen, dass einige wenige gewaltbereite Individuen den Frieden in unserer Stadt stören!”

>> Der Hauptbahnhof putzt sich heraus: Personenunterführung wird neu gestaltet. In den vergangenen Monaten hat sich einiges getan am Hanauer Hauptbahnhof: Die Bahnsteige 102, 103, 104 und 106 wurden grundlegend erneuert. Bereits jetzt ist der Bahnsteig 104/106 durch den neu eingebauten Aufzug für Reisende barrierefrei zu erreichen – der Bahnsteig 102/103 folgt ebenfalls in Kürze.

LED-beleuchtete Glaspanelle an den Wänden der Personenunterführung des Hanauer Hauptbahnhofs sollen diesen zukünftig optisch aufwerten. Bild: privat (Stadt)

Dieser barrierefreie Ausbau der Bahnsteige wird auch in den kommenden Monaten weiter fortgesetzt, um den Hauptbahnhof endlich zeitgemäß zu gestalten. Doch auch optisch entspricht das hochfrequentierte Areal längst nicht mehr modernen Ansprüchen. Daher wird auch die Personenunterführung neugestaltet – mit großem Bezug zur Stadt.

Die Arbeiten, die vor Ort vorgenommen werden, sind umfangreich: “Wichtig ist es uns, nicht nur eine optische Verschönerung zu erreichen, sondern den Bahnhof auch funktional aufzuwerten. Im Sinne der Barrierefreiheit wird der Boden daher künftig über ein Blindenleitsystem verfügen”, erklärt Stadtrat Thomas Morlock. Darüber hinaus wird ein neuer Bodenbelag aufgetragen, die Decken werden neu gestrichen. Optisch besonders auffällig werden die LED-beleuchteten Glaspanelle an den Wänden der Unterführung. “Dort werden künftig Motive zu sehen sein, die einen Bezug zu Hanau aufweisen”, so Morlock weiter.

Bereits jetzt ist eine Musterfläche angebracht. Das Design wird von Tabea Wolf und Doro Griep entworfen. Professor Martin Krämer hatte die beiden ehemaligen Absolventinnen der Brüder-Grimm-Berufsakademie (BGBA) der Stadt empfohlen und den Prozess begleitet.

Ende des Monats wird es eine Bemusterung geben. “Dabei werden wir uns die Designs genau ansehen und uns dann anschließend auf die Motive festlegen, die künftig den Hauptbahnhof schmücken sollen. Durch die individuelle Gestaltung der Personenunterführung durch Absolventinnen der BGBA wird der erste Eindruck der ankommenden Reisenden von Hanau verbessert. Denn der Hauptbahnhof ist als eine bedeutende Eingangssituation zur Stadt eine Visitenkarte für Hanau”, so Morlock abschließend.

Der 52-jährige Kuhn, bis zuletzt einer von drei Geschäftsführern der PR- und Kommunikationsagentur Ballcom in Heusenstamm und von 2000 bis 2018 Pressesprecher der hessischen Privatsender HIT RADIO FFH, planet radio und harmony.fm, hat auf der Journalistenschule des Axel-Springer-Verlags in Berlin und Hamburg volontiert und war zwischen seiner Zeit bei FFH und Ballcom als Leiter PR und Strategische Kommunikation bei der Nordsee-Zeitung in Bremerhaven tätig.

Der gebürtige Hesse Kuhn: “Ich freue mich sehr auf Hanau und darauf, den erfolgreichen Kurs der BHG nach innen und außen zu transportieren.”

Zum 1. Juli geht, nach 18 Jahren, der seitherige Pressesprecher der Beteiligungsholding Hanau, Joachim Haas-Feldmann, in den Ruhestand.

>> Hanau knackt die 100.000 zum zweiten Mal: Bevölkerungswachstum dynamischer als erwartet.

Die Hanauer Stadtbevölkerung ist in den letzten Monaten noch schneller gewachsen als von Oberbürgermeister Claus Kaminsky erwartet. Was Hanaus Stadtoberhaupt erst für Dezember angenommen hat, wurde jetzt schon Ende Mai erreicht: Die Brüder-Grimm-Stadt hat die wichtige 100.000-Einwohner-Marke auch auf der Basis der Zahlen des Hessischen Statistischen Landesamtes überschritten.

Bald als Logo auf neuer Euro-Banknote? Das Doppelportrait der Brüder Grimm, das von ihrem Malerbruder Ludwig Emil Grimm 1843 gefertigt wurde, befindet sich in Hanauer Eigentum (Historisches Museum Hanau Schloss Philippsruhe / Hanauer Geschichtsverein 1844) und dient der Brüder-Grimm-Stadt Hanau auch als Logo. Bild: privat (Hanauer Geschichtsverein)

>> Die Brüder Grimm auf der neue Euro-Banknote? Auf den Vorschlag von Oberbürgermeister Claus Kaminsky an die Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB) Christine Lagarde, die Brüder Grimm als Motive für neue Euro-Banknoten zu wählen, kam bereits Post aus Frankfurt.

Die Direktorin Banknoten, Doris Schneeberger, bestätigte den Eingang des Schreibens und verweist auf den weiteren Geschäftsgang: eine endgültige Entscheidung soll 2024 fallen. Derzeit würden sogenannte Fokusgruppen gebildet,  die von den Menschen im gesamten Euroraum Meinungen zu möglichen Themen für die Euro-Banknoten einholen.

Eine Themenberatungsgruppe, in der jeweils eine Expertin oder ein Experte aus jedem Land des Euroraums vertreten ist, wird anschließend dem EZB-Rat eine Auswahl neuer Themen vorschlagen. Sodann wird die Öffentlichkeit um ihre Meinung gebeten. Anschließend wird ein Design-Wettbewerb stattfinden, nach dem die Öffentlichkeit erneut konsultiert wird.

Die endgültige Entscheidung wird schließlich der EZB-Rat treffen. Kaminsky freut sich, dass sich die EZB dem Hanauer Vorschlag gegenüber grundsätzlich aufgeschlossen zeigt, die in Hanau geborenen Universalgelehrten Brüder Jacob und Wilhelm Grimm mit ihrem Konterfei zu ehren, so wie es schon beim 1000 DM-Schein erfolgreich praktiziert wurde.

>> Neue Wegebeschilderung soll Radverkehr fördern: Dank Mobilitätsleitbild 2022 weitere Fortschritte.

Der Radverkehrsanteil soll gemäß dem neuen Mobilitätsleitbild in Hanau stetig wachsen. Ein komfortables Wegenetz samt guter Beschilderung tragen dazu entscheidend bei, damit das gelingt”, macht Stadtrat Thomas Morlock deutlich anlässlich der aktuellen “Radwegweiser-Offensive” durch den Eigenbetrieb Hanau Infrastruktur Service (HIS). Bei dieser Gelegenheit kündigte Morlock für 2022 “weitere Schritte hin zur Verkehrswende in Hanau” an.

Neue Wegebeschilderung soll Radverkehr fördern. In Klein-Auheim steht ein solches Schild mit dem Hinweis auf den Radweg nach Hainstadt und Seligenstadt. Pech nur, wie es ‘s Blättsche-Leserin Irene N. richtig beobachtet, dass dieser Wegweiser nicht zum erwünschten Zielort führt, sondern schnurstracks auf den Friedhof. Nachbessern empfehlenswert. Bild: beko

So sieht HIS für das zweite Quartal dieses Jahres eine Bürger-Informationsveranstaltung zum Logistikkonzept vor – mit dem Ziel, Lieferverkehre in der Innenstadt zu mindern. Der öffentlichen Vorstellung vorgeschaltet ist eine inhaltliche Abstimmung mit Fachleuten und Betroffenen vornehmlich des Einzelhandels.

Gesamtkonzepte sind sowohl für den Fuß- und Radverkehr ausgeschrieben, überdies auch für die Betankung von Elektro-Fahrzeugen in der Brüder-Grimm-Stadt. All diese Anstrengungen unterstützen Bund und Land Hessen mit finanzieller Förderung.

Ähnlich verhält es sich für die beiden vom Regionalverband FrankfurtRheinMain federführend geplanten Rad-Schnellverbindungen von Hanau nach Frankfurt nördlich und südlich des Mains. Für den nordmainischen Radschnellweg haben Hanaus Stadtverordnete längst 1,5 Millionen Euro bewilligt, um Planungs- und Ingenieurleistungen zu finanzieren. Für die südmainische Verbindung ist über eine Vorzugstrasse entschieden (siehe https://www.region-frankfurt.de/Radschnellwege ). Darüber hinaus haben die anliegenden Gebietskörperschaften eine Machbarkeitsstudie für eine Radschnellverbindung zwischen Hanau und Aschaffenburg auf den Weg gebracht.

“Die Rahmenbedingungen für den Radverkehr sind in unserer Region günstig”, unterstreicht Stadtrat Morlock. Das gelte für die geringen Steigungen im Verlauf der bestehenden und neuen Veloverbindungen. Und das werde begünstigt durch Fahrkomfort, zu dem auch eine gute Beschilderung gehöre.

Nachdem das Land Hessen 2021 die Wegweisung der Fernwege R3, Bahnradweg und Main-Radweg auch in Hanau erneuerte, ergänzt nun HIS innerhalb des gesamten Stadtgebiets. “Denn in der Vergangenheit bestanden zahlreiche Lücken und Fehler in der Bestandsbeschilderung. Mit einer einheitlichen und durchgängigen Radwegweisung wird daher ein großer Beitrag geleistet, das Radfahren im Alltag, in der Freizeit und im Urlaub zu stärken und zu bewerben”, hebt Felix Waitz hervor, der als Verkehrsplaner bei HIS als Fahrrad-Koordinator wirkt.

Waitz benennt weitere Vorteile der neuen Schilder: Sie sind größer und besser lesbar. Neben Ziel und Entfernungsangaben werden Informationen wie Themenrouten (Grüner Ring, Hohe Straße und Regionalpark-Kinzigroute), Befahrbarkeit sowie weitere Alltags- und Freizeitziele auf einen Blick vermittelt.

HIS investiert 250.000 Euro, um in der Stadt alle Radwegweiser zu erneuern. Durch das Sonderförderprogramm “Stadt und Land” übernimmt der Bund 80 Prozent der Kosten. Die neuen Schilder bringt eine Werbetechnik-Firma an.

>> Servicestelle Renten und Soziales: In der Servicestelle Rente und Soziales können wieder unter der Rufnummer 06181 – 2951941 telefonisch Termine vereinbart werden.

Alle ausführlichen Pressemeldungen findet ihr auf www.hanau.de

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