Mittwoch, 6. Juli 2022
's Blättsche Lokales Kein Plan für Klein-Auheim?

Kein Plan für Klein-Auheim?

Viel Frust bei der siebten Ortsbeiratssitzung gestern Abend

Nicht viel Neues seitens des Magistrates der Stadt Hanau gibt es zu berichten in der siebten Klein-Auheimer Ortsbeiratssitzung am gestrigen Abend in der Willi-Rehbein-Halle.

Immerhin zu zwei Anträgen des Ortsbeirates kamen Antworten aus Hanau: Der Pfützenweg bekommt demnächst eine bessere, hellere Beleuchtung, eine Einbahnstraßenregelung “Im Mühlfeld” wurde hingegen abgelehnt.

Zu den zentralen Themen vieler Klein-Auheimer Bürger gibt es allerdings weiter keine Antworten: Bereits im November hätten die Varianten des Parkraumkonzeptes “Seligenstädter Straße/Geleitstraße” von der Stadt vorgestellt werden sollen (siehe auch unseren Bericht zum Stadtteiltreffen). Dies wurde auf Ende des Jahres 2021 verschoben, die geplante Ortsbeiratssitzung im Dezember – mit dann erhofften Neuigkeiten der Hanauer Verkehrsplaner – fiel coronabedingt allerdings aus.

Treffen zur Verkehrsplanung soll am Dienstag stattfnden

Nun sind erneut mehrere Wochen ohne Lösungsvorschläge von Verantwortlichen der Stadt Hanau vergangen. Immerhin ein nicht öffentliches Treffen zur Verkehrsplanung gibt es kommenden Dienstag, bei dem sich der Ortsbeirat mit Vertretern der Stadt austauschen wird.

Hierzu hat der Ortsbeirat aber noch keine aktuellen, inhaltlichen Details aus Hanau erhalten. Man darf daher sehr gespannt sein, was der Ortsbeirat – spätestens zur nächsten öffentlichen Sitzung am 16. Februar – an Neuigkeiten zum Thema Verkehrssicherheit im Stadtteil berichten kann.

Das nächste große Thema für die Bürger und den Ortsbeirat: die fehlenden Angebote für Jugendliche in den Stadtteilen. Lange ist es her, dass der letzte Jugendhilfeplan der Stadt im Jahr 1995 erstellt worden ist.

Weder Steinheim noch Klein-Auheim in der neuen Vorlage des Jugendhilfeplans erwähnt

Jetzt gibt es – 27 Jahre später – eine neue Vorlage für die Stadtverordnetenversammlung für den Teilbereich “Offene Kinder- und Jugendarbeit”. Viele Seiten scheint diese zu umfassen, gute Konzepte sind wohl auch darin zu lesen – nur leider sind dort weder Klein-Auheim noch Steinheim erwähnt.

Eine Menge Geschichten ranken sich um jenes Gebäude, das in Klein-Auheim einst als Schützenhaus “Diana” diente, zuvor aber auch schon offizielle Polizeistation gewesen ist. Für die Jugendarbeit scheint es – so der Ortsbeirat auf Nachfrage bei der Stadt – hierfür zunächst einmal keine Verwendung zu geben. Bild: beko-Archiv

Was bedeutet also diese Vorlage nun konkret für die Jugendlichen aus den beiden Stadtteilen?

Welche Auswirkungen hat diese Nicht-Erwähnung? Ist es tatsächlich so, dass die Stadt Hanau ausschließlich auf die – noch auszubauende Kooperation – mit den evangelischen Kirchengemeinden Klein-Auheim und Steinheim setzt (siehe auch die Artikel “Nichts Neues für die Jugend“, “Quo vadis?” und “Erstwähler“)?

Gibt es also weiter keine niedrigschwelligen, städtischen Alternativen? Und vor allem: wie lange wird es noch dauern, bis es überhaupt Angebote für die Jugendlichen geben wird?

Was ist aus der Idee geworden, beispielsweise leerstehende Häuser zu nutzen, entweder als Ausweich- und Lagerräume oder als offenen Jugendtreff? Wiederholt wurden bei solchen Überlegungen zwei solcher vorhandenen Gebäude in Klein-Auheim genannt: das ehemalige Vereinsheim des Schützenvereins Diana neben der alten Verwaltungsstelle und die letzte Verwaltungsstelle der Stadt Hanau, beides an der Schulstraße.

“Die Räume brauchen wir derzeit nicht. Wenn sie vertrauensvolle Jugendliche kennen, können sie den Schlüssel haben”, so Martin Bieberle, Leiter des Bereiches Planen, Bauen, Umwelt der Stadt Hanau – im Gespräch mit Klein-Auheims Ortsvorsteher Sascha Feldes, im Sommer 2021. Bis jetzt sind keine Lösungen in Sicht.

Klein-Auheimer Ortsbeirat zeigt sich frustriert

Dass im Jugendhilfeplan allerdings überhaupt kein Konzept für “Stein-Auheim” – egal in welcher Form und unter welchem Träger – erwähnt wird, das frustriert den kompletten Auheimer Ortsbeirat sichtlich.

Die Vorlage zum Jugendhilfeplan wird, wie von Bürgermeister Axel Weiss-Thiel (SPD) vorgeschlagen, also einstimmig vertagt. Das macht auch Sinn: Die Fragen zur Jugendarbeit (die sich übrigens für alle nicht erwähnten Stadtteile auch außerhalb von Klein-Auheim und Steinheim daraus ergeben) können nun gesammelt und von den jeweiligen Ortsbeiräten bei der öffentlichen Sitzung zum Jugendhilfeplan am 22. Februar (18 Uhr, Bürgerhaus Wolfgang) an die Stadt gerichtet werden.

Soweit die Informationen an dieser Stelle zu diesen beiden zentralen Anliegen. Über weitere Themen des Abends berichtet die ‘s Blättsche-Redaktion noch.

>> Lest dazu auch den Bericht zum aktuellen Thema “Parksituation”.

Bilder Ortsbeirat: heba


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