Donnerstag, 18. August 2022
's Blättsche Lokales Polizei Warnung vor WhatsApp-Betrügern

Warnung vor WhatsApp-Betrügern

Oft, aber nicht immer, rechtzeitig erkannt / Ratschläge der Polizei

Betrüger lassen sich regelmäßig neue Maschen einfallen, um ihre Opfer aufs Glatteis zu führen.

Dass sie sich dazu auch den technischen Fortschritt zu eigen machen, zeigt sich aktuell auch am Beispiel des sogenannten “WhatsApp-Betruges”.

Dabei handelt es sich in der Regel um den altbekannten Enkeltrick, der schon seit Jahren über Festnetzanrufe erfolgt, nun aber mehr und mehr über WhatsApp angebahnt wird. Die Gauner nehmen via WhatsApp-Nachricht Kontakt zu ihren Opfern auf, geben sich als Bekannte, oftmals auch als Sohn oder Tochter, aus und geben vor, dass sie in einer finanziellen Notlage seien und Geld bräuchten.

Die Messenger-Masche nimmt seit mehreren Monaten tendenziell zu. Kriminalhauptkommissarin Nicole Schmidt vom zuständigen Fachkommissariat 23 / 24 (Betrugsdelikte) führt hierzu aus: “Allein im Bereich der Polizeidirektion Offenbach verzeichnen wir in den letzten Wochen eine starke Zunahme in diesem Phänomenbereich. Zählten wir im Jahr 2021 hier noch insgesamt 21 Fälle, so liegen uns allein im Jahr 2022 bislang bereits 24 Anzeigen vor.”

Obwohl der Schwindel in vielen Fällen noch rechtzeitig erkannt wird und finanzieller Schaden abgewendet werden kann, kommen die Betrüger mit ihren Maschen immer wieder durch – und erbeuten dabei mitunter hohe Summen, wie zwei aktuelle Fälle von Anfang März zeigen:

Eine 66-jährige Frau aus Rodenbach (Main-Kinzig) erhielt dabei eine Nachricht von ihrer angeblichen Tochter, in der sie dazu gebracht wurde, zwei Überweisungen in Gesamthöhe von über 6.000 Euro zu tätigen.

Einen Betrag von über 14.000 Euro gar luchsten die Schwindler einer 72-jährigen Seniorin aus Dreieich ab. Hier meldete sich der vermeintliche Sohn und erreichte, dass die Frau angebliche Rechnungen per Überweisung beglich.

Wie bei vielen Betrugsarten gehen die Täter dabei äußerst geschickt vor. Um Ausreden sind die Betrüger nie verlegen und sie üben mitunter Druck auf die Geschädigten aus, um an ihr Ziel zu kommen.

Die Polizei bittet um erhöhte Aufmerksamkeit und rät deswegen erneut:

  • Werden Sie misstrauisch, wenn Sie von einem Angehörigen / Bekannten eine Textnachricht erhalten, in der Ihnen suggeriert wird, dass deren Handy kaputtgegangen sei und zudem von einer finanziellen Notlage / dringlichen Überweisung berichtet wird.
  • Rufen Sie Ihren richtigen Angehörigen / Bekannten auf dessen Telefonnummer an und sprechen Sie mit ihm persönlich!
  • Überweisen Sie keinesfalls Geld, solange Sie nicht definitiv sicher sein können, dass es sich tatsächlich um die vorgegebene Person handelt!
  • Falls Sie nach einer Aufforderung dennoch bereits Geld überwiesen haben, nehmen Sie sofort Kontakt zu Ihrer Bank auf und veranlassen Sie eine Rücküberweisung.
  • Sollten Sie von einer Ihnen bekannten Person unter einer unbekannten Nummer kontaktiert werden, speichern Sie die Nummer nicht automatisch ab.
  • Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei und sichern Sie den Chatverlauf – dieser ist für die kriminalpolizeilichen Ermittlungen von Bedeutung.
  • Warnen Sie Ihre Angehörigen und Bekannten, insbesondere lebensältere Personen vor der neuen Betrugsmasche. Nur so können weitere Taten verhindert bzw. potentielle Opfer aufgeklärt werden!
    >> Weitere Hinweise zu ähnlichen Betrugsdelikten finden Sie online unter https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/
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