Steinheim – Exhibitionist entblößte sich vor zwei Frauen: Polizei hat erste Hinweise. Während ein Unbekannter am Samstagnachmittag zwei Frauen beobachtete, soll er an seinem Geschlechtsteil herumgespielt haben. Nach derzeitigen Kenntnissen saßen, gegen 15.45 Uhr, zwei 20-Jährige auf einer Decke an der Uferstraße (70er-Hausnummern) und genossen das schöne Wetter. Der bis dato Unbekannte mit schwarzem T-Shirt und schwarzer Hose beobachtete die beiden jungen Frauen, während er onanierte. Erste Ermittlungen haben bereits Hinweise auf den Täter ergeben. Zeugen der Tat wenden sich bitte telefonisch unter der 06181 – 100-123 an die Polizei in Hanau.
Steinheim – Trickbetrügerin erbeutete Kiste mit Münzgeld: Zeugen gesucht! Eine Trickbetrügerin verschaffte sich am Freitagnachmittag, gegen 12.45 Uhr, Zutritt zu einer Wohnung an der Karlstraße (60er-Hausnummern) und erbeutete eine Kiste mit Münzgeld. Nachdem der Unbekannten die Tür geöffnete worden war, teilte diese mit, dass sie einen Zettel und einen Stift benötige; sie wolle einer Nachbarin eine Nachricht hinterlassen. Aufgrund einer kurzzeitigen Absprache mit einem Essenslieferanten war die Trickbetrügerin zeitweise unbeaufsichtigt. Die Zeit nutzte die Diebin, durchwühlte Schränke sowie Schubladen im Schlafzimmer und flüchtete mit der Beute. Die Anwohnerin schaute daraufhin vom Balkon und sah die Trickbetrügerin in Begleitung einer weiteren Frau davonlaufen. Die Polizei sucht mit nachfolgenden Personenbeschreibungen nach den beiden unbekannten Frauen.
Trickbetrügerin, die das Münzgeld stahl:
- korpulent, blonde Haare, etwa 40 Jahre alt - trug einen weißen Pullover oder Bluse und eine blaue Hose
Personenbeschreibung der Begleitperson:
- korpulent, dunkle Haare und etwa 50 Jahre alt - trug ein dunkles Kleid mit weißen Streifen
Hinweise bitte an die Kripo unter der Rufnummer 06181 – 100-123.
Klein-Krotzenburg – E-Scooter-Fahrer verursachte Unfall und machte sich davon: Zeugensuche. Am Freitagabend ereignete sich am Ostring im Bereich der einstelligen Hausnummern eine Verkehrsunfallflucht, weshalb die Polizei nach Zeugen sucht.
Ein E-Bike-Lenker war gegen 20 Uhr auf dem Ostring unterwegs, als ein Jugendlicher plötzlich aus einer dort stehenden Gruppe heraus auf seinem E-Sooter auf die Straße aufgefahren sei. Der E-Bike-Fahrer habe ausweichen müssen, um einen Zusammenstoß zu verhindern. Hierbei stürzte der 66-Jährige aus Klein-Krotzenburg und zog sich leichte Verletzungen linken Ringfinger zu. Nach einer kurzen Diskussion sei der etwa 14 Jahre alte Jugendliche auf seinem dunklen Gefährt davongefahren. Er trug eine lange dunkle Hose und ein schwarzes T-Shirt.
Die Ermittler der Unfallfluchtgruppe bitten Zeugen, die das Unfallgeschehen beobachtet haben, sich unter der Rufnummer 069 – 8098-5699 zu melden.
Zellhausen – Böller explodierte auf Fensterbank: 4.000 Euro Schaden. Durch einen lauten Knall wurden Bewohner eines Mehrfamilienhauses an der Bahnhofstraße (30er-Hausnummern) im Ortsteil Zellhausen am Sonntagmorgen, gegen 5.40 Uhr, aus dem Schlaf gerissen. Unbekannte hatten einen böllerähnlichen Gegenstand auf der Fensterbank einer dortigen Wohnung abgelegt und angezündet.
Durch die Explosion wurden das einflügelige Fenster sowie der Fensterrahmen deformiert und stark beschädigt. Zeugen sahen eine männliche und eine weibliche Person auf einem blauen Roller davonfahren; ob das Duo für das Zünden des Böllers verantwortlich ist, steht jedoch nicht fest. Der entstandene Sachschaden beläuft sich auf rund 4.000 Euro.
Weitere Zeugen melden sich bitte bei der Kriminalpolizei unter der Rufnummer 069 – 8098-1234.
Hanau – Unter anderem Drogen und Einhandmesser sichergestellt: Gemeinsame Kontrollen in der Waffenverbotszone.
Verstöße gegen das Waffen- und Betäubungsmittelgesetz stellten Stadt- und Landespolizei am Freitagabend bei einer gemeinsamen Kontrolle in der Hanauer Innenstadt fest. Zwischen 19.30 und 23 Uhr überprüften die Einsatzkräfte der Stadtpolizei und des Polizeireviers Hanau insgesamt 69 Personen innerhalb der seit dem 1. August eingerichteten Waffenverbotszone.
Hierbei wurde gegen einen 22-Jährigen eine Strafanzeige wegen des Verdachts des Handeltreibens mit Betäubungsmitteln gefertigt. Bei dem Mann fanden die Ordnungshüter eine geringe Menge Amphetamin sowie über 62 Gramm an Cannabis, was eine Sicherstellung zur Folge hatte. Auch eine 17-Jährige führte Cannabis mit, sie hatte gut 24 Gramm der Droge dabei. Da sie noch nicht volljährig war und es sich demnach um ein sanktionsloses Verbot handelte, durfte auch sie die Drogen nicht behalten. Diese wurden der Vernichtung zugeführt.
Ein 46-Jähriger hatte gegen das geltende Verbot des Führens von Messern verstoßen, da er im Schlossgarten ein Einhandmesser mitführte. Das Messer wurde ebenfalls sichergestellt, ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet und ein Bericht an die Waffenbehörde gefertigt.
Am Freiheitsplatz stießen die Einsatzkräfte am späten Abend auf einen 23-Jährigen, gegen den bereits ein Aufenthaltsverbot für den Bereich bestand. Im Verlauf der Kontrolle soll er eine Beamtin beleidigt und bedroht haben. Bei der Durchsetzung des Verbots habe der Mann Widerstand geleistet, woraufhin er vorübergehend in Gewahrsam genommen wurde. Gegen ihn wurden mehrere Strafanzeigen gefertigt.
Bei einer weiteren überprüften Person stellte sich heraus, dass sie zur Aufenthaltsermittlung ausgeschrieben war.
Hintergrund zur Waffenverbotszone:
Die Hanauer Waffenverbotszone umfasst große Teile der Innenstadt, darunter Freiheitsplatz, Marktplatz, das Forum Hanau und den Schlossgarten. Auch zahlreiche Nebenstraßen und Passagen sind einbezogen. Innerhalb dieser Zone ist das Mitführen von Waffen – darunter auch Messer und Elektroschockgeräte – grundsätzlich verboten. Ausnahmen gelten etwa für Gewerbetreibende oder Inhaber gastronomischer Betriebe.
Ziel der Kontrollen ist es, das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung zu stärken und potenzielle Gefahren frühzeitig zu erkennen. Stadt- und Landespolizei kündigten an, vergleichbare Maßnahmen auch künftig regelmäßig durchzuführen.
Altenstadt – Profit vor Sicherheit? Polizei verhindert riskante Weiterfahrt.
Was als Routinebesuch in einer Werkstatt begann, hätte beinahe fatale Folgen im Fernverkehr gehabt: Am Samstagnachmittag wurde die Polizeiautobahnstation Südosthessen von einer Werkstatt in Altenstadt informiert, dass sich dort ein LKW mit defekten Bremsen befindet.
Die darauffolgende Kontrolle brachte Erschreckendes ans Licht, denn die Bremsanlage an dem Sattelauflieger war komplett verschlissen und praktisch wirkungslos. Die Bremsbeläge der hinteren Achsen waren vollständig abgefahren, die Bremsscheiben erheblich abgenutzt, sodass buchstäblich nur noch Metall auf Metall bremste. Eine solche Konstellation führt schnell zu enormer Hitzeentwicklung und kann im schlimmsten Fall einen Fahrzeugbrand verursachen.
Trotz der eindeutigen Sicherheitsmängel am Fahrzeug wollte der Fahrer – offenbar unter Druck seines Spediteurs – die Fahrt nach Rumänien fortsetzen. Erst das Eingreifen einer Polizeistreife vor Ort und ein klärendes Gespräch mit dem Transportunternehmen führten dazu, dass die Weiterfahrt untersagt und die Bremsanlage in der Werkstatt vollständig instand gesetzt wurde.
Der Vorfall zeigt einmal mehr, wie gefährlich technische Mängel an schweren Nutzfahrzeugen sein können – insbesondere, wenn wirtschaftlicher Druck über Sicherheit gestellt wird. Nicht selten sind solche Mängel ursächlich für schwere Verkehrsunfälle. Die Polizei weist erneut auf die Bedeutung regelmäßiger Fahrzeugkontrollen hin.