Mittwoch, 6. Juli 2022
's Blättsche Lokales „Orangene Hosenträger“ sind das Markenzeichen

„Orangene Hosenträger“ sind das Markenzeichen

Zellhausens Gesangs-Ensemble „Reine Männersache“ offen für alle Generationen

Unter einer reinen Männersache stellt man sich gemeinhin nicht unbedingt das vor, wovon nachfolgender Bericht handelt. In Zellhausen hat „Reine Männersache“ vorwiegend mit Musik zu tun, aber eines ist dennoch sicher: Der Spaß kommt bei dem fast 30 Mann starken Gesangs-Ensemble nicht zu kurz. Und wer bei den bisherigen Informationen immer noch am Grübeln ist, um welche Gruppe es geht, dem sagen höchstwahrscheinlich „die Männer mit den orangenen Hosenträgern“ mehr.

Die “orangenen Hosenträger” Zellhausens üben freitags ab 20 Uhr im Saal über dem Gasthaus “Zum Schwanen” an der Babenhäuser Straße. Bilder: privat

Es waren närrische Zellhäuser Sänger aus den Gesangvereinen Liederkranz und Harmonie, die nach anfänglichen privaten Sanges-Treffen anno 2014 die Gruppe „Reine Männersache“ gründeten und Klaus „Bully“ Rachor, mit Udo Reuter einer der Gründer, der noch heute dem Gremium der Chorsprecher angehört, weiß noch genau: „Das war damals ein ganz heißes Eisen.“

Doch die Verantwortlichen vor sieben Jahren wussten: „Wenn wir etwas bewegen wollen, dann jetzt. Wir wollten etwas für junge Menschen anbieten, die Lust am Singen haben, ganz gleich ob moderne Literatur oder leichte, klassische Musik.“

Es mussten keine Profis sein, die zur Gruppe stoßen, um freitags ab 20 Uhr im Saal über dem Gasthaus „Zum Schwanen“ an der Babenhäuser Straße in Zellhausen mitzusingen, sondern Interessierte, die gerne Musik machen, die – wie Nicolas Reuter es sagt „ein Gefühl für Musik haben, einen musikalischen Anspruch, der etwas mehr sein soll als ein Sing-Sang-Modus, eben Charaktere mit unterschiedlichen Musikinteressen“.

So gesellte sich auch Seligenstadts Ex-Fastnachtsprinz Gerald Reichenbach dazu, der „eigentlich nie in einem Männerchor singen wollte“, über Vox Musica von der „Reine Männersache“ hörte, seitdem zu den vier aktuellen Chorsprechern gehört und den Männerchor als eine „große Gemeinschaft“ bezeichnet.

Auch aus dem gesamten Ostkreis, aus Aschaffenburg, Babenhausen und Schaafheim kommen Mitsänger im Alter ab 24 Jahren, aber auch Jüngere sollen nach Ansicht von Nicolas Reuter motiviert werden, um unter der Leitung von Dirigent Roman Zöller „jetzt nach der Corona-Pause wieder Schwung hinein zu bringen“. Immerhin wird jetzt schon bald geprobt für den großen Auftritt am 30. April beim Jubiläum des Sängerkreises Offenbach, vielleicht gelingt im Vorfeld bereits ein Weihnachtssingen in Zellhausen.

„Wir haben einen gewissen Anspruch, wollen ein bestimmtes Niveau halten“, sagt Thomas Klostermann, der den Überblick über die geplanten Veranstaltungen behält und verdeutlicht, dass das Dabeisein bei einem Musikprojekt offen ist für alle Interessierte, die mitunter auch moderne Stücke, Gospels, „Angels“ von Robbie Williams, „New York, New York“ oder das „Liebeslied an ein Pornographie-Abbild“ singen.

So darf man gespannt sein auf die nächsten Auftritte der Männer mit den „orangenen Hosenträgern“, dem Markenzeichen der Gruppe „Reine Männersache“ und darauf, ob dann auch wieder Alfons Wolf, mit seinen 89 Jahren der älteste Sänger, mit von der Partie ist.

www.reine-maenner.de

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