Donnerstag, 2. Februar 2023
's Blättsche Tiere und Natur Nachrichten aus dem Wildpark

Nachrichten aus dem Wildpark

Zu Gast bei den Fischottern Bolek und Bubla

>> Fischotter Bolek und Bubla vom Publikum tief ins Herz geschlossen: Für Samstag, 17. Dezember, laden der Förderverein und das Wildpark-Team von Hessen-Forst zum Fischotter-Jubiläumsjahr in die „Alte Fasanerie“ ein.

Die Fischotter stehen im Blickpunkt einer Veranstaltung in der Fasanerie am 17. Dezember. Bild: privat (Marion Braun)

Los geht es pünktlich um 14 Uhr am Fischottergehege. Tierpflegemeisterin und Hauptbezugsperson Hanni Patek wird ihre beiden Lieblinge, die Fischotterrüden Bolek und Bubla, mit einer Überraschung und kleinen Geschenken würdigen.

Wildparkfans sollten die kleine Feier auf keinen Fall verpassen. Patek wird die zwei zutraulichen Wassermarder, die sich das Herz der Besucher seit ihrer Ankunft vor knapp einem Jahr im Sturm erobert haben, ganz aus der Nähe vorstellen und ihre Geschichte erzählen.

Beide Ottermännchen hatten ihre leiblichen Mütter vermutlich durch Verkehrsunfälle verloren und wurden in der Tschechei von Menschenhand aufgezogen. Natürlich fehlen auch die engagierten Mitglieder des Fördervereins nicht bei der Feier und bieten an einem Stand in der Nähe des Fischottergeheges von 14 bis etwa 16 Uhr Shopartikel, warme Getränke und Würstchen an. Der Förderverein hatte den Bau des Geheges ermöglicht und mit insgesamt 275.000 Euro finanziell unterstützt.

Die offizielle Feier und Vorstellung beginnt um 14 Uhr am Gehege und dauert etwa 30 bis 40 Minuten. Der Förderverein öffnet seinen Stand von 14 bis 16 Uhr. Wenn das Wetter trocken bleibt, betreut eine Wildparkführerin zusätzlich am Fischottergehege eine Bastel- und Quizstation für Kinder.

Voranmeldungen für die Veranstaltung, die komplett draußen stattfindet, sind nicht erforderlich. Der Eintritt in den Wildpark beträgt 7 Euro für Erwachsene und 3,50 Euro für Kinder; Familienkarten gibt es für 19 Euro (Näheres unter www.hessen-forst.de/alte-fasanerie ).

>> Gruseln zu Halloween beim Wolfsheulen im Wildpark „Alte Fasanerie“: Am Montag, 31. Oktober, findet im Wildpark „Alte Fasanerie“ das Halloween-Wolfsheulen statt. Die Wildparkbiologin Dr. Marion Ebel stellt die im Wildpark lebenden Tundrawölfe vor und erzeugt wohliges Gruseln beim gemeinsamen Heulen mit den Wölfen. Wildpark- und Wolfsfreunde können sich über das Verhalten und Leben der Wölfe informieren. Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr am Gehege der Tundrawölfe, eine Heulgarantie kann nicht gegeben werden.

Für das leibliche Wohl der Besucher sorgt an diesem Abend der Förderverein des Wildparks, der u. a. Würstchen und Getränke bereitstellt. Der Eintritt für Erwachsene beträgt 7 Euro für Kinder 3,50 Euro.

Bild: privat (Wildpark)

>> Hanauer Ferienspielkinder beteiligen sich am Projekt “Umwelt macht Zukunft” im Wildpark “Alte Fasanerie”: Unter Anleitung des Hanauer Künstlers Klaus-Jürgen Guth beteiligten sich 19 Ferienspielkinder der Stadt Hanau am Projekt “Umwelt macht Zukunft”. Gemeinsam malten die Jungen und Mädchen ihre Ideen und Gedanken zum Thema Umwelt, Natur und Tiere auf ein Stoffbanner.

Blätter, Bäume und Waldtiere zählten zu den häufigsten Motiven der Hanauer Kinder, die eine ganze Woche Herbstferien in der Wildpark-Natur verbringen. Vormittags unterstützt die Gruppe gemeinsam mit den Betreuerinnen des Spielmobils Augustinchen der Stadt Hanau das Tierpflegeteam des Wildparks und entdeckt bei erlebnisorientierten Führungen spannende Tiere gemeinsam mit Försterin Sabine Scholl. Nachmittags stehen Bewegung, freies Toben auf den Spielbereichen, selbstendeckendes Lernen und kreatives Gestalten auf dem Programm.

Bereits seit mehr als 15 Jahren bieten die Stadt Hanau und der Wildpark jeweils eine betreute Oster- und Herbstferienwoche für Hanauer Kinder im Alter von 8 bis 10 Jahren an. Die Federführung bei der Organisation übernimmt Lisa König vom Spielmobil Augustinchen. “Die Naturerfahrungen und Tierbegegnungen sind für unsere Stadtkinder extrem wichtig”, so König. Ihre neuen Erlebnisse und Erfahrungen verarbeiteten sie auch bei dem interaktiven Projekt mit Künstler Guth.

Dieser freut sich über rege Teilnahme und viele Beiträge. Sein Ziel ist es, zum Umwelttag im nächsten Jahr mit einem Lastschiff von Hanau nach Rotterdam zu fahren, geschmückt mit einem Umweltsegel aus möglichst vielen zusammengenähten Stoffbeiträgen.

Wer Näheres zum Projekt “Umwelt macht Zukunft” erfahren will, findet ausführliche Informationen unter www.klausjuergenguth.de .

>> Paarungsbereite Rothirsche sorgen für Herbststimmung im Wildpark. Ausführlichen Bericht findet ihr hier.

>> Geschichte und Geschichten aus dem Wildpark: Eine kostenfreie Abendwanderung in der “Alten Fasanerie”. Für Mittwoch, 6. Juli, lädt Försterin Sabine Scholl Erwachsene zu einem etwa zweistündigen, gemütlichen Abendspaziergang in die “Alte Fasanerie” in Klein-Auheim zum Thema “Geschichte und Geschichten aus dem Wildpark” ein.

Im Fokus steht dabei die Veränderung und der Wandel des Wildparks. Das einstige Fasanengehege der Mainzer Erzbischöfe hat sich zu einem wichtigen Walderholungs- und Erlebnisort mit einem Schwerpunkt für Umweltbildungsarbeit für viele Menschen aus der Region entwickelt. Neben einem historischen Rückblick auf Wald und Wildpark lockern Geschichten und Ereignisse zu ganz besonderen Tiere den gemeinsamen Spaziergang auf.

Die Führung richtet sich ausschließlich an waldinteressierte Erwachsene. Eine schriftliche Anmeldung über das Wildparkpostfach HFWildparkFasanerie@forst.hessen.de ist Voraussetzung für die Teilnahme. Treffpunkt ist pünktlich um 18 Uhr an Eingang 1 (Haupteingang) des Wildparks. Eintritt und Führung sind an diesem Abend kostenfrei. Spenden für den Förderverein werden gerne entgegen genommen.

Nachwuchs bei den Wölfen im Wildpark “Alte Fasanerie” Klein-Auheim. Bild: privat (Norbert Kappenstein)

>> Canis lupus mit Nachwuchs: Canis lupus, der europäische Grauwolf, das Grimm’sche Märchenmonster, langbeinig, schmächtig, mit aufmerksamen Ohren, buschiger Rute und distanziertem Blick aktuell im Wildpark Alte Fasanerie mit zärtlicher Fürsorge bei der Aufzucht seiner Anfang Mai geborenen Jungen zu beobachten.

Die europäischen Wölfe Leyla und Romulus haben Nachwuchs bekommen. Anfang Mai erblickten sie das „Licht der Welt“ – allerdings sind die Welpen zu diesem Zeitpunkt noch blind, leben im Dunkeln in einer Höhle und verbringen den Tag mit saugen und schlafen. Erst mit ca. zehn Tagen öffnen sie die Augen und nach ca. drei Wochen ist es dann endlich soweit: die Welpen kommen ans Licht – meist werden sie von der Mutter nach draußen getragen, um die Welt endlich kennen zu lernen und wir können sie dabei im Wildpark beobachten. Jetzt beginnt das Leben außerhalb der Höhle. Neben Teamgeist und Arbeitsteilung ist die sorgfältige Erziehung der Welpen das Erfolgsrezept des Wolfes.

Jetzt kann man die sanfte Seite des Wolfes entdecken. Wölfe pflegen und erziehen ihre Jungen so sorgsam wie kaum ein anderes Tier. Leyla und Romulus sind fürsorgliche und zärtliche Eltern und Remus hat die Aufgabe des Kindermädchens übertragen bekommen.

Das Wildparkteam wünscht den Besuchern bei der Beobachtung der Erziehung der Welpen viel Freude.

>> Neues aus dem Tierreich: Marderartige, wie Dachs, Iltis und Hermelin, werden in zoologischen Einrichtungen selten gehalten, da sie als unattraktiv gelten. Sie sind weitgehend nachtaktiv, territorial und führen eine recht versteckte Lebensweise. Fischotter hingegen gehören aufgrund ihrer Größe, Intelligenz, des Kindchenschemas und ihres in Gefangenschaft ausgeprägten Spielverhaltens zu den häufiger gezeigten einheimischen Marderarten.

Junge Fischotter entwickeln sich zu Publikumslieblingen im Wildpark “Alte Fasanerie” Klein-Auheim. Bild: privat (Lutz Hofheinz)

Auch der Wildpark Alte Fasanerie darf sich glücklich schätzen, zwei dieser verspielten Wassermarder in ihrem neuen Gehege den Besuchern präsentieren zu können. Ein großes Gehege, aufgeteilt in zwei Abschnitte mit jeweils einem großen Schwimmteich ist die neue Heimat von Bubla und Bolek, zwei von Hand in einer Zuchtstation in Tschechien aufgezogenen Jungottern. Sofort nach ihrem Einzug wurden sie zu den neuen Stars des Parks und haben sich mittlerweile gut in ihrem neuen Zuhause eingelebt.

Neu im Klein-Auheimer Wildpark sind auch drei Cröllwitzer Puten, eine vom Aussterben bedrohte Rasse, die aus den belgischen Ronquirre-Puten im Jahr 1910 gezüchtet wurde. A. Beck, der Begründer der ersten staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Geflügelzucht in Halle-Cröllwitz schuf diese sehr schöne Putenrasse im Jahr 1910. Die Tiere sind zwischen vier und acht Kilogramm schwer, sind gute Brüter, sehr beweglich und sehr robust. Cröllwitzer Puten genießen die Freilandhaltung, sind wetterfest und eignen sich so bestens zur extensiven Haltung.

Auch drei Skudden gehören wieder zu den Bewohnern der Alten Fasanerie. Die Herkunft dieser alten Schafrasse soll entweder auf die primitiven Schafe der Wikinger zurückgehen oder aber auf das steinzeitliche Torfschaf.

Skudden waren das Landschaf Ostpreußens und eignen sich bestens zur Haltung auf mageren Weideflächen. Die robusten und primitiv anmutenden Schafe erinnern in ihrem Verhalten stark an Wildtiere. Sie sind wetterunempfindlich, krankheitsresistent und intelligent. Sie sind sehr standorttreu und deshalb für die Koppel – oder Standweidehaltung bestens geeignet. Der sogenannte goldene Tritt ihrer kleinen Hufe wirkt wie eine kräftige Massage für gestresste Böden, festigt ihn, ohne die Grasnarbe zu zerstören und lässt die Pflanzen kräftiger wachsen und blühen. Skudden sind somit die idealen Landschaftspfleger. Anfang Februar hat sich doppelter Nachwuchs eingestellt.

Lupus Repel: riechen für die Wissenschaft.

Seit 2021 findet das Projekt Lupus Repel der europäischen Innovationspartnerschaft im Wildpark Alte Fasanerie statt. Lupus Repel arbeitet an einer innovativen, anwenderfreundlichen und umweltverträglichen Methode zum Schutz der Weidetiere und dem Erhalt der Weidetierhaltung. Im Mittel-punkt steht die Entwicklung eines Duftstoffes und eines dazugehörigen Dispensersystems zur Vergrämung des Wolfes. Das System soll gemeinsam mit anderen Herdenschutzmaßnahmen aber nach Möglichkeit auch autark einsetzbar sein. Alle unsere Wölfe sind Hauptdarsteller dieses vielversprechenden Vorhabens.

Weitere Infos rund um den Wildpark auf www.hessen-forst.de

>> Öffnungszeiten des Wildparks “Alte Fasanerie” Klein-Auheim sind von 9 Uhr bis 17 Uhr. Letzter Einlass um 16 Uhr.
Vom 1. September bis 31. Dezember öffnet der Wildpark mittwochs erst ab 10 Uhr.

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