Dienstag, 11. Mai 2021
's Blättsche Fudder Rezept der Woche "Superfood" Nutzhanf - Wissenswertes und Rezept-Tipps

“Superfood” Nutzhanf – Wissenswertes und Rezept-Tipps

Nutzhanf boomt: vom Pesto bis zum Hanf-Bier

Am 20. April, wenn Anhänger den “Cannabis-Tag” zelebrieren, geht es – natürlich – um eine andere Hanf-Variante. Tatsächlich zählt Nutzhanf zu den ältesten Pflanzen der Welt und darf seit 1996 in Deutschland angebaut werden, selbstredend ausschließlich von Landwirten mit einer speziellen Lizenz. Es ist quasi ein neues, sogenanntes “Superfood”, die Samen und das daraus gepresste Öl gelten als äußerst gesund. Sie liefern gesunde Fette, hochwertiges Eiweiß, Vitamin E und Zink. Nutzhanf enthält besonders hochwertige, pflanzliche Eiweiße und sind reich an Omega-3 und Omega-6 Fettsäuren. Diese helfen unter anderem bei Bluthochdruck, Rheuma und Arthrose (Quelle: NDR-Ratgeber ).

Nutzhanf ist kein Rauschmittel, da der Tetrahydrocannabinol (THC)-Gehalt mit 0,2 Prozent nur sehr gering ist. Trotzdem Vorsicht : Hanfhaltige Lebensmittel, die ganz oder teilweise aus Blättern oder Blüten der Pflanze hergestellt sind, können eventuell höhere THC-Werte aufweisen. Gerade bei Vielverzehrern, Kindern oder Schwangeren kann es zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen kommen. Wer auf Nummer Sicher gehen möchte, kann anstelle von Hanfsamen auf ebenfalls wertvolle Nüsse sowie Lein- und Sesamsamen zurückgreifen. Statt Hanföl kann zum Beispiel Walnuss- oder Leinöl verwendet werden – diese sind garantiert frei von THC. Mittlerweile gibt es in Supermärkten, Bio-Läden und im Internet eine große Produktpalette zu kaufen: Hanföl, Hanfmehl, Aufstriche, Pesto, Bier, Tee und auch Schokolade.

Nützliche Linktipps rund um das Thema Nutzhanf findet ihr am Ende des Artikels.

Hanf-Stampf :

200 g Kartoffeln
200 g Sellerie
50 g Steckrüben
250 ml Hanfmilch
50 g Hanfmehl
100 g Butter
Salz
Muskatnuss
Hanfsamen

Das Gemüse schälen und in Salzwasser gar kochen. Das Kochwasser abgießen und alles mit einem Kartoffel-Stampfer zerdrücken. Hanfmilch und Butter dazugeben und vermengen bis ein gleichmäßiger Stampf entsteht. Das Hanfmehl hineingeben und rühren, mit Salz und Muskatnuss abschmecken. Wer mag, gibt noch ein paar geschälte Hanfsamen dazu.

Symbolbilder: pixabay

Ofenkürbis mit Käse-Hanf-Kruste :

1 Hokkaido-Kürbis
1 EL Olivenöl
4-6 Stiele Thymian
Meersalz
4-6 Stiele glatte Petersilie
2 Knoblauchzehen
40 g weiche Butter
2 EL Semmelbrösel
2 EL geschälter oder ungeschälter Speisehanf (ersatzweise Pinienkerne)
2 EL Abrieb einer Bio-Orange
30 g Bergkäse
Pfeffer aus der Mühle
frisch geriebene Muskatnuss
Chilliflocken

Ofen auf 220 Grad (Umluft 200 Grad) vorheizen. Kürbis waschen, Stielansatz entfernen, vierteln und die Kerne mit einem Löffel herauskratzen. Jedes Kürbisviertel auf ein Stück Alufolie setzen. Folienränder etwas zusammendrücken und nach oben biegen, sodass „Schiffchen“ entstehen. Kürbis mit Öl bestreichen und salzen. Im Ofen etwa 20 Minuten fast weich garen. Die Kräuter abspülen, trocken schütteln und hacken, den Knoblauch schälen und ebenfalls hacken. Die Butter mit Semmelbröseln, Hanf, Orangenschale, Knoblauch und Kräutern verrühren. Bergkäse reiben und unterheben, die Käsemischung würzen. Nun den Kürbis aus dem Ofen nehmen, die Grillfunktion zuschalten. Die Kürbisstücke mit der Mischung füllen und leicht andrücken. Die Kürbisviertel im Ofen für etwa fünf Minuten knusprig grillen.

Linktipps und Quellen:
NDR Gesundheit, vielfältige Nutzpflanze Hanf
kitchengirl
Verbraucherzentrale
Superfood Hanf
Landwirt baut Superfood an
Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

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