Dienstag, 4. Oktober 2022
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Trecker-Abenteuer in der Fasanerie

Sonja Kaiser berichtet von besonderem Erlebnis während des Waldfestes

Der Förderverein Wildpark „Alte Fasanerie“ Klein-Auheim organisierte endlich wieder am Sonntag, 4. September, ein Familienprogramm in der Alten Fasanerie. Und Sonja Kaiser durfte mit ihrem Treckerchen (einem kleinen 18er Bautz) mit dabei sein. Und damit die ‘s Blättsche-Leser mit unterwegs sein können, kommentiert sie die einzelnen Fotos auf dieser Seite mal selbst auf unterhaltsame, lustige Art.

Bild: Traktorausfahrt
Nachdem mein Planwagen mit neugierigen Menschen gefüllt war, habe ich die Väter darauf hingewiesen, dass sie darauf zu achten haben, dass niemand während der Fahrt freiwillig auf- oder absteigt. Die Frauen bat ich darum, für den Spaß zu sorgen und „Hoch auf dem gelben Wagen zu singen“. Leider musste ich feststellen, dass viele der Mütter das Lied überhaupt nicht kannten. Ich hoffe, dass sich dies bis nächstes Jahr ändert.

„Mein Klaane“ und ich hatten unsere Tour um das Auerochsengehege geplant. Dort gab es für die kleinen (natürlich auch für die großen) Beifahrer allerhand zu sehen und zu hören.

So konnte ich von den Auerochsen erzählen, dass diese schon ausgestorben sind und die hier zu sehenden Tiere eine Rückzüchtung sind. Sie haben aber schon ein sehr ähnliches Aussehen wie ihre Vorfahren. So sind die erwachsenen Tiere mit einem schwarzen Fell, einem charakteristischen Streifen auf dem Rücken und wunderbaren, majestätischen Hörnern ausgestattet. Nur das Fell der Babys hat ein schönes helles Braun. In der Fasanerie gibt es ein Baby und ich behaupte: es ist ein Max!

Bild: Max und Mutti
Nachdem wir ein Stückchen weitergefahren waren, kamen wir an einem Teich am Auerochsengehege befand vorbei. Und stellt Euch vor, hier konnten meine Gäste das Fasaneriemonster Nessie beobachten.

Bild: Nessie
Auf dem Bild könnt ihr Nessie in Entfernung erkennen – mit Kopf, Ohren und Schwanz. Und stellt euch vor. Nessie hat auch ein Baby – manche Kinder behaupteten, es wäre ein Krokodil. Nun es sieht einem Krokodil sehr ähnlich, ist aber eine Besonderheit: es kommt nur des nachts raus und frisst auch nur Gras.

Bild: Fasaneriemonster Baby
Schon an der nächsten Ecke gab es eine weitere Überraschung. Ich konnte den Kindern erzählen, dass meine Schwester, die Hexe Susi, und ich nachts durch die Fasanerie fliegen und alle Plastikteile aufsammeln, die jemand verloren hat. Wir wollen doch nicht, dass ein Tier Plastik frisst und davon krank wird. Aber stellt euch vor, wie wir so durch die Fasanerie geflogen sind, kriegt meine Schwester Hexe Susi die Kurve nicht und bleibt doch an einem Baum hängen. Dort musste sie nun den ganzen Tag hängen bleiben, da ich ja keine Zeit hatte, ihr herunter zu helfen.

Bild: Meine Schwester Hexe Susi
Aber sie war zumindest nicht alleine. Unser gemeinsamer Freund, die einzige Riesenfledermaus Karlchen, blieb bei Susi und leistete ihr Gesellschaft.

Bild: Karlchen
Viele Kinder kennen die „Bremer Stadtmusikanten“ und so konnte ich den Kindern am Wegesrand auch sofort die „Fasanarie Stadtmusikanten“ vorstellen. Die meisten der Kinder haben sofort erkannt, dass diese aus einem Rehbock, einem Wildschwein, einem Fuchs und einem Auerhahn bestehen. Auch hier konnte ich wieder darüber berichten, dass diese nachts zum Leben erwachen und mit den weiteren Tieren Verstecken spielen.

Bild: Fasanerie Stadtmusikanten
Die Sikahirsche sind die kleinste Hirschart, die es gibt und stammt aus Ostasien. Er ist in vielen Gebieten seiner Heimatländer bedroht, aber nicht in unserer Fasanerie. Hier gibt es eine wunderschöne Herde mit gaaanz vielen kleinen Sikababys. Die sind sooo süß, so gerne würde ich ein kleines Baby zum Schmusen mit nach Hause nehmen. Aber die Tierpflegerin Sabine passt da immer auf, dass alle in der Herde bleiben.

Nun hatten wir unsere Runde beendet und alle Kinder und Erwachsene stiegen aus. Es war wunderbar zu sehen, wie alle sich freuten. Ein Kommentar eines Vaters war u.a.: „Liebe Sonja, wie kannst du denn ein Sikababy mit nach Hause nehmen? Du hast doch gar keine Zeit zum Schmusen. Du musst doch mit deiner Schwester um die Fasanerie fliegen!“ Stimmt ….

Ein kleiner Junge – ich schätze so um die 6 Jahre: „Sonja, wie alt bist du denn?“ „65“ „Ohhhh, das ist ja ganz nah an den 100“ …. Kein Kommentar

Es war wieder wunderschön. Was mich an dieser Veranstaltung immer am meisten freut, ist die Erkenntnis, dass es ganz viele tolle Eltern gibt, die sich um Wissen, Respekt, Achtung, Anerkennung und Persönlichkeitsbildung ihrer Kinder kümmern. Bei mehr als 700 Fahrgästen gab es nicht einen Ausfall. Ich bedanke mich ganz herzlich für diese positive Erfahrung und freue mich auf das nächste Jahr. Eure Sonja Kaiser

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