Sonntag, 14. August 2022
's Blättsche Lokales "Anstecken kann man sich ja überall"

“Anstecken kann man sich ja überall”

Für die Reise: 50 Masken dabei und fünf Liter Desinfektionsmittel

Ein Kommentar

“Es ist unvorstellbar. Man verliert den letzten Glauben an die Menschheit.” Es war keineswegs eine ältere (!) Frau, die dieser Tage kopfschüttelnd vor dem Fernseher die Bilder vom Frankfurter Flughafen vor sich hinkommentierte.

“Bleibt gesund! Bleibt zuhause!” wird einerseits gewünscht ob der angespannten Lage in Sachen Corona-Pandemie. Aber man darf ja bewusst entscheiden, verantwortlich und verantwortungsbewusst. Reisen ist ja legal, auch ins Ausland, auch während der Pandemie. Hat ja niemand verboten.

Klar. Einfach mal raus, unbeschwert Zeit genießen, wo doch 12 Grad verregnetes Frankfurt mit 26 Grad sonniges Havanna getauscht werden kann. Solidarität gegenüber denen, die hierzulande täglich ihr Leben für uns (!) riskieren? Fehlanzeige! Manch einer kann halt nicht soweit denken…

“Anstecken kann man sich ja überall. Aber wir haben vorgesorgt, 50 Masken dabei und fünf Liter Desinfektionsmittel.” äußert die Mutter der reisenden Familie. Eine Einstellung, die wie blanker Hohn klingt für all die Ärzte und das Pflegepersonal, die in den Krankenhäusern am Limit arbeiten. Nur der Vater hat plötzlich Bedenken: “Es ist schon bedrückend, mit dem Mundschutz zu fliegen.”

Und ja: Einen Corona-Test müssen sie nach der Landung auch noch machen. Bei positivem Ergebnis (hoffentlich) mit zehn Tagen (Urlaubs-)Quarantäne…

Symbolbild: pixabay

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