Dienstag, 16. Juli 2024
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Auheimer Brücke: Sicherheit geht vor

Unterspann-Netze an der Unterseite angebracht


Seit dem vergangenen Juli ist die Auheimer Brücke zwischen den Hanauer Stadtteilen Klein-Auheim und Großauheim gesperrt. Grund war das Bekanntwerden von Schäden, die eine sichere Überquerung durch den Fuß- und Radverkehr nicht mehr zuließen. Die aktuellste Maßnahme zur Sicherung des Bauwerks war in den vergangenen Tagen die Anbringung von neuen Unterspann-Netzen an der Unterseite der Brücke. Diese sollen abbröckelnde Brückenteile auffangen und so die Sicherheit von darunter laufenden Personen sowie der Schifffahrt auf dem Main gewährleisten.

Stadt warnt vor illegaler und gefährlicher Überquerung

In den vergangenen Wochen hat es daneben leider immer wieder Vorfälle gegeben, in denen Unbekannte über die Absperrungen der Auheimer Brücke geklettert sind, um diese anschließend zu überqueren. Seit Bekanntwerden fahren Stadt- und Landespolizei in unregelmäßigen Abständen an der Auheimer Brücke vorbei, um die Zahl der unerlaubten Überquerungen einzudämmen. Stadträtin Isabelle Hemsley ruft indessen noch einmal eindringlich dazu auf, scheinbare Bequemlichkeit nicht über die eigene Sicherheit zu stellen.

“Bei einer turnusmäßigen Brückenkontrolle wurden erhebliche Schäden am Bauwerk festgestellt, die wir anschließend auch noch einmal von einer zweiten Quelle überprüfen ließen. Ich verstehe, dass die damit einhergehende Sperrung der Brücke für die Auheimerinnen und Auheimer eine erhebliche Einschränkung bedeutet. Dennoch: Wir als Stadt haben an dieser Stelle mit Blick auf die Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger gehandelt. Ein Überqueren der Auheimer Brücke ist zum aktuellen Zeitpunkt gefährlich, insofern bitte ich alle Hanauerinnen und Hanauer, davon abzusehen”, betont die Stadträtin. Mitunter wurden beim Überklettern der Absperrungen auch Schäden an den Zaunfeldern hinterlassen.

Überdies wurden der Stadt Hanau auch Vorfälle gemeldet, bei denen Personen die parallel verlaufende Eisenbahnbrücke nutzten, um den Main zu überqueren. “Eine Eisenbahnbrücke ist grundsätzlich nicht dazu gedacht, von Fußgängern genutzt zu werden. Menschen, die diesen Weg nehmen, begeben sich in Lebensgefahr. Ich appelliere eindringlich an die Vernunft aller Bürgerinnen und Bürger. Bitte nutzen Sie ausschließlich die für eine Überquerung des Mains vorgesehenen Wege”, so Hemsley weiter.

Neben den beiden Umleitungen über die Limesbrücke und die Hellentalbrücke besteht zudem die Möglichkeit, den Brückenersatzverkehr der HSB in Form einer mainer-Fahrt zu nutzen. Die Buchung des mainers ist unkompliziert über die App “RMV On-Demand 2.0” oder telefonisch unter 06181 – 300 88 77 möglich.

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4 Kommentare

  1. Ich finde, dass die Stadt Ihrer Verantwortung nicht nachkommt. Infrastrucktur gehört nun mal zu den Aufgaben. Die Brücke könnte sicher – wenn ein Willen da wäre- für Fußgänger geöffnet werden. Klein-Auheim ist quasi abgeschnitten – denn die VIAS fährt auch nicht. Richtung Hanau Hbf kommt man nur mit dem Auto

  2. Ganz wichtig wäre noch zu erwähnen, dass der Mainer “per Kreditkarte, Paypal oder bargeldlos im Fahrzeug” bezahlt werden kann. Für die jüngere Generation kein Problem, für meine Eltern und manch andere etwas ältere Mitbürger bspw leider ein Ausschlusskriterium.

  3. Die Benutzung des Mainers setzt aber eine Registrierung in der Mobizentrale am Freiheitsplatz vorraus!!

    Das sollte man vll. noch dazu schreiben!
    Und trotz gültiger Fahrkarte muss man den Komfortzuschlag bezahlen.

  4. Sehr schön, die Stadt warnt vor der unerlaubten Überquerung …und was genau tut die Stadt für einen Neubau, um die Brücke zu ersetzen??? Wieweit sind die Gespräche mit der Denkmalschutzbehörde? Sind bereits Planungen für eine neue Brücke beauftragt worden? Oder wird alles ausgesessen so wie in den letzten mindestens 20 Jahren seit dem Auftreten der Schäden ?

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