Mittwoch, 28. September 2022
's Blättsche Lokales Porträts Lebenserfahrungen der Menschen sind ein großer Schatz

Lebenserfahrungen der Menschen sind ein großer Schatz

Heute im Porträt beim Regionalportal 's Blättsche: Pfarrvikar Hermann Differenz

„Es ist doch schon toll, dass man durch die Welt des Internets mit der Heimat so einfach verbunden bleiben kann.“
Das ist es, was wir in der Rubrik „Porträts“ in Interview-Form aufleben lassen wollen. Ehemalige Klein-Auheimer und Steinheimer, aber auch Menschen aus Hainburg, Seligenstadt oder Mainhausen sollen hier ihre Erinnerungen ebenso mitteilen können wie auch unsere Leser, die hier wohnen, bekannte und weniger bekannte.
Wer hat noch Vorschläge? Wer sollte in dieser Rubrik noch zu Wort kommen?
Info an redaktion@blaettsche.de

Zur Person:

Hermann Differenz (geboren 1956) wohnt seit drei Jahren in Klein- Auheim und ist hier vor allem aktiv als Pfarrvikar in der Pfarrgruppe Steinheim und Klein-Auheim mit den drei Pfarreien St. Peter und Paul, St. Johann Baptist und St. Nikolaus.

Pfarrer Hermann Differenz anno 2000, in Giesem aufgewachsen, war vor seiner Tätigkeit in Stein-Auheim 18 Jahre lang Pfarrer in Lorsch. Bild: privat

Ich wurde als Nachfolger des früheren Klein-Auheimer Pfarrers Olaf Schneider in die neu gegründete Pfarrgruppe versetzt und habe deshalb auch in Klein-Auheim im Pfarrhaus in der Kolpingstraße 3 meine Wohnung gefunden.

Immer wieder tauchen Namen von Weggefährten auf. Besonders gerne erinnere ich mich an… Pfarrer Wendelin Meissner, mein Heimatpfarrer aus Jügesheim, der mir ein Vorbild war in seinem Einsatz als Priester für die Menschen. Viele Menschen, die mir in den verschiedenen Pfarreien begegnet sind und wo sich nun lebenslange Freundschaften und freundschaftliche Verbundenheit entwickelt haben.

Wenn ich an meine Heimat denke, dann fallen mir folgende drei Dinge ein: Geborgenheit, hessisch babbele, die Weite des Rhein-Main-Gebietes mit den Bergen am Rande.

Mein Lieblingsplatz in meiner Heimatgemeinde ist der Garten, der von meinem Elternhaus an der Jügesheimer Vordergasse geblieben ist und die St. Nikolauskirche, die ja direkt bei meinem Elternhaus stand.

Einkaufen gehe ich am liebsten zu den Geschäften an der Geleitstraße, weil das in der Nähe ist und ich vieles auf einmal erledigen kann.

Als Geheimtipp empfehle ich Auswärtigen einen Spaziergang auf den Mainwiesen hinüber in die Steinheimer Altstadt und nach St. Nikolaus. Natürlich die Fasanerie, die ich aber in der letzten Zeit selber noch nicht besucht habe.

Gesellschaftliche Aktionen gibt es zumeist in den Vereinen. Welche begeistern Dich immer wieder? Ich bewundere die Einsatzbereitschaft beim Heimat- und Geschichtsverein (Radwerk), die Fastnachtsvereine in den drei Orten, die Feuerwehr in ihrem vielfältigen Einsatz, die Gesangvereine. Leider ist das jetzt in Corona nur eine Erinnerung an schöne Zeiten…

Ich treffe zufällig den Oberbürgermeister und mir fällt spontan ein, was ich ihm schon immer sagen wollte: Wann wird unser Seniorenzentrum in Klein Auheim fertig, nachdem der erste Spatenstich nun erfolgt ist?

Dieses Buch empfehle ich allen Blättsche-Nutzern: Die Bibel

In bekannten Fernsehsendungen werden Menschen vorgestellt, weil sie ein Buch geschrieben haben. Mein Buch, wenn ich denn eines schreibe, trägt den Titel… Geschichte und Geschichtchen, denn beides interessiert mich sehr. Die Geschichte vor Ort, die den Menschen oft noch in den Knochen steckt und die Lebenserfahrungen der Menschen, die ein großer Schatz sind für gelebtes und bestandenes Leben.

Meine meistbesuchte Seite im Internet: Google, wenn ich etwas “nachschlage”, in der Hoffnung, dass es stimmt, was man da liest.

Mein Lieblingswitz: Passend zur Fastenzeit ein Osterwitz. Johannes sagt nach dem Tod Jesu zu Josef von Arimathäa: „Könnten wir Jesus nicht in Dein neues Felsengrab legen?“ – „Ach ich weiß nicht, das war doch für mich gedacht?” als Josef noch etwas zögert sagte Johannes. „Ach, reg dich doch nicht auf: Ich glaube, das ist nur für drei Tage!”

Beende bitte folgende Sätze:
Meine Lieblingsspeise
sind Semmelknödel

Wenn ich wütend bin, dann schrei ich mal herum, dann geht’s mir besser.

Mich regt auf, wenn Absprachen nicht eingehalten werden.

Im „Blättsche“ (www.blaettsche.de) interessiert mich vor allem, was vor Ort geschieht

Ich kann nicht leben ohne Gebet und Natur.

Es gefällt mir, dass es immer wieder Menschen gibt, die mit Idee und Einsatz die Kirche mittragen.

Absolut positiv finde ich, dass es liebe Menschen gibt, die mich aushalten und begleiten.

Ich glaube, keiner weiß von mir, dass ich am 21. Mai ganz still immer meinen Namenstag feiere.

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