Samstag, 13. April 2024
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Stefan Lechthaler neuer Ju-Jutsu-Trainer

Neues von den Sportfreunden Seligenstadt

Monatelang waren die Sportfreunde Seligenstadt auf der Suche nach einem Trainer, der das Ju-Jutsu-Training nach dem Ausscheiden der bisherigen Ausbildungsleiter im Sommer 2023 weiterführt. Nun waren sie erfolgreich. Es ist ihnen gelungen, mit Stefan Lechthaler einen hochkarätigen Trainer und erfahrenen Kampfsportler zu verpflichten, mit dem die Ju-Jutsu-Abteilung ganz neu durchstarten kann. Es berichtet für das Regionalportal ‘s Blättsche Pressesprecherin Wiebke Deggau.

Seit fast 40 Jahren betreibt der gebürtige Frankfurter Kampfkunst. Er verfügt über den 4. Dan im Ju-Jutsu, den 1. Dan im Brazilian Jiu-Jitsu und eine Trainer-C-Lizenz. Darüber hinaus ist er als Ressortleiter Schulung und Technik sowie Landesprüfer und Referent für Landestechnikerlehrgänge im Hessischen Ju-Jutsu Verband engagiert. Zudem bringt er eine spezielle Ausbildung in Frauen-Selbstverteidigung mit, was das Training insbesondere auch für Mädchen und Frauen interessant macht.

„Wir freuen uns sehr, dass wir Stefan Lechthaler als neuen Trainer gewinnen konnten“, so Bernhard Bungert, Vorsitzender der Sportfreunde Seligenstadt. „Er ist ein passionierter Ju-Jutsuka und verfügt über eine enorme Trainererfahrung. Wir sind überzeugt, dass er mit seinem Ju-Jutsu-Training den Kampfsport in unserem Verein auf ein neues Level heben wird.“

Effektive Selbstverteidigung und Kampfkunst jeden Montagabend für Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene

„Wo kann man schon mal kontrolliert kämpfen lernen und dabei auch noch richtig fit werden? Genau, beim Ju-Jutsu. Und die Ju-Jutsuka der Sportfreunde Seligenstadt tun das mit Begeisterung“, freut sich Stefan Lechthaler, der bereits im Herbst erste Trainings durchgeführt hat. „Ich übe den Sport seit 1986 aus und kann ihn nur empfehlen. Ju-Jutsu ist eine überaus vielfältige Kampfsportart. Sie umfasst Fitness, Kampf, Abenteuer, Selbstbewusstsein und Grenzen kennenlernen, vermittelt Werte wie Verbindlichkeit, ein Ziel verfolgen und darauf hinarbeiten, Visionen, Respekt und Rücksichtnahme.“

Das Ju-Jutsu-Training findet Montagabend in der Sporthalle der Konrad-Adenauer-Schule in Seligenstadt von 19 bis 20.30 Uhr statt. Es richtet sich an Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene, weiblich und männlich, Anfänger und Fortgeschrittene. Aktuell gibt es eine Trainingseinheit; mittelfristig ist jedoch geplant, das Training montags auf zwei Einheiten auszuweiten – am frühen Abend für Jugendliche und im Anschluss für Erwachsene. Gürtelprüfungen werden im Halbjahrestakt stattfinden.

„Ju-Jutsu macht selbstbewusster und bietet Möglichkeiten zur friedlichen Lösung von Konflikten, was in der heutigen Gesellschaft von großer Bedeutung ist. Wer ist nicht schon mal in eine brenzlige Situation geraten?“, erläutert Abteilungsleiter Ferdinand Schwieger und lädt alle Interessierten ein: „Unser Training richtet sich an Jungen und Männer, Mädchen und Frauen. Wer Ju-Jutsu mal ausprobieren möchte, ist zum Probetraining herzlich willkommen, kann gerne einfach vorbeischauen.“

Ju-Jutsu: Der praxisorientierte Allrounder unter den Kampfsportarten

Ju-Jutsu ist der Allrounder unter den Kampfkünsten, der sogenannte Zehnkampf unter den Budosportarten. Nirgendwo sonst ist eine solche Vielfalt von Selbstverteidigungstechniken und Bewegungsmustern zu finden. Hierzu gehören unter anderem allgemeine Bewegungslehre, Abwehrtechniken, Falltechniken, Bodenkampf, Wurf-, Hebel- und Würgetechniken, Nervendruckpunkttechniken sowie Tritt- und Schlagtechniken. Bei Fortgeschrittenen Ju-Jutsuka kommen auch noch Stock- und Messerabwehr hinzu.

Es geht immer darum, mit möglichst geringem Krafteinsatz und unter Ausnutzung der Bewegung und Kraft des Gegners Angriffe erfolgreich abzuwehren. „Ju“ bedeutet „sanft“, d.h. ausweichen, anpassen, nachgeben. „Jutsu“ bedeutet „Kunst oder Kunstgriff“.

Ju-Jutsu ist also die Kunst, durch Ausweichen oder Nachgeben die Kraft des Angreifers zu nutzen und ihn damit zu besiegen. Über allen Verteidigungstechniken steht das „ökonomische Prinzip“, also mit dem geringsten Aufwand den größtmöglichen Nutzen zu erzielen. So ist es auch Kleineren oder Schwächeren möglich, sich gegen stärkere Angreifer erfolgreich zu verteidigen.

Das Ju-Jutsu-Training gibt Sicherheit im Alltag, und das nicht nur bei Polizei, Zoll und Justiz, die für den dienstlichen Einsatz seit Ende der 1960er Jahren bereits den Kampfsport praktizieren. Jeder Ju-Jutsuka lernt, wie er hinfällt, ohne sich zu verletzen. Und wenn man bedroht wird, weiß man, wie man sich wehren könnte. Ganz nebenbei werden beim Ju-Jutsu sämtliche Muskelgruppen trainiert.

„Ich lege Wert darauf, dass beim Training der ‚freie Fluss‘ der Bewegungen Vorrang hat vor dem Einüben von Kombinationen“, erklärt Stefan Lechthaler. „Damit wird eine flexible Reaktion auf die unterschiedlichsten Attacken ermöglicht und ein starres ‚Abarbeiten‘ von Technikfolgen verhindert. Vor allem bei der Abwehr körperlich überlegener oder mehrerer Angreifer ist diese Flexibilität ein ausschlaggebendes Element für die erfolgreiche Selbstverteidigung.“
Informationen zum Ju-Jutsu-Training der Sportfreunde Seligenstadt finden Interessierte Im Internet auf www.sportfreunde-seligenstadt.de/ju-jutsu/.
Kontakt für Interessierte: Sportfreunde Seligenstadt, Ferdinand Schwieger (Abteilungsleiter Ju-Jutsu), ju-jutsu@sportfreunde-seligenstadt.de
www.sportfreunde-seligenstadt.de/ju-jutsu/

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