Mittwoch, 28. September 2022
's Blättsche Freizeit Kultur Hanau: Musical-Start der 37. Brüder-Grimm-Festspiele im Amphitheater

Hanau: Musical-Start der 37. Brüder-Grimm-Festspiele im Amphitheater

Von tapferen Schneidern, herzensguten Schwestern und einem betörenden Flötenspieler

Mit dem Musical “Das tapfere Schneiderlein” startet – wegen der Corona-Pandemie mit etwas Verspätung – am Donnerstag, 1. Juli, die 37. Spielzeit der Brüder-Grimm-Festspiele in Hanau. Und die Märchen der Brüder Grimm stehen für den Glauben, dass am Ende alles gut wird, auch wenn der Weg steinig und voller Hindernisse ist.

Mit dem Musical “Das tapfere Schneiderlein” startet die 37. Spielzeit der Brüder-Grimm-Festspiele in Hanau am 1. Juli. Bild: privat (Julian Freyberg)

„Unsere Entscheidung, die Brüder Grimm Festspiele in diesem Jahr trotz Corona nicht abzusagen, sondern den Spielplan mit 93 Aufführungen in den Sommer zu verschieben, war von der Hoffnung und Zuversicht geprägt, dass sich die pandemische Situation durch Impfen, Testen und den umsichtigen Umgang miteinander entspannen wird und im Juli die Rückkehr in ein Leben mit mehr Freiheiten wieder möglich wird“, freut sich Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky, dass die erhoffte Entwicklung nun eingetreten ist.

“Der zerbrochne Krug” startet bei den Hanauer Festspielen am 2. Juli. Bild: privat (Julian Freyberg)

Neben dem Schneiderlein zum Start stehen „Schneeweißchen und Rosenrot“ als Familienstück (Premiere am 6. Juli) sowie „Der Rattenfänger von Hameln“ (Premiere am 8. Juli) als weitere Grimm-Inszenierungen auf dem Spielplan. Die märchenhafte Auswahl, die durch die bekannte Kleist-Komödie „Der zerbrochne Krug“ in der Reihe „Grimm Zeitgenossen“ ergänzt wird (Premiere am 2. Juli), verspricht damit auch für die bevorstehende
Saison hochklassiges Open-Air-Theater und beste Unterhaltung für die ganze Familie gleichermaßen.

Mit den drei diesjährigen Grimm-Inszenierungen erfüllen die Festspiele einmal mehr den selbstgesetzten Qualitätsanspruch, ihrem Publikum ausschließlich Uraufführungen im Amphitheater Hanau zu präsentieren. So garantieren die Festspiele, dass die Märchen in dieser Form, mit diesem Text und dieser Musik nur in Hanau zu sehen sind. „Indem wir Autoren und Komponisten eigens für die Stücke der Festspiele engagieren, können wir dem Publikum Exklusivität und Qualität garantieren,“ verspricht Intendant Frank-Lorenz Engel wieder eine hochklassige Spielzeit im Amphitheater und ergänzt, dass sich die Brüder-Grimm-Stadt mit diesem Konzept auch deutlich von anderen Festspielen abhebe, wo oftmals bereits bestehendes Material in neuen Inszenierungen verwendet wird.

Am Dienstag, 6. Juli, hebt sich der symbolische Vorhang erstmals für das Familienstück. Das Märchen „Schneeweißchen und Rosenrot“ liefert den Stoff für die Inszenierung, die mit den Melodien von Timo Riemelsberger daherkommt. Das Buch zu dem unterhaltsamen MusikAbenteuer über Zusammenhalt, Harmonie und das Erwachsenwerden dazu schrieb der stellvertretende künstlerische Leiter der Festspiele, Jan Radermacher, Regie führt Dennis Krauß. Das Grimm‘sche Märchen von den beiden bezaubernden Schwestern stand das letzte Mal 2013 auf dem Spielplan.

Die berühmte Erzählung von dem Rattenfänger, der allein mit dem Spiel seiner Flöte erst die Stadt von einer Rattenplage befreite und dann, nachdem man ihn um den versprochenen Lohn betrügen wollte, alle Kinder aus der Stadt herauslockte, feiert am 8. Juli Premiere und bildet ein
echtes Novum bei den Festspielen. Erstmals liefert hier eine Sage den Stoff für eine FestspielProduktion.

Anders als gewohnt, wird es in dieser Spielzeit kein großes Rahmenprogramm zu den Festspielen geben. Freuen darf sich das Publikum allerdings auf die „Open Stage“ am 26. Juli. Die Veranstaltung, die bei freiem Eintritt, aber mit der Möglichkeit für einen guten Zweck zu spenden, stattfindet, bietet eine bunte Mischung aus Gesang, Tanz, Lesung, Instrumental und Akrobatik freuen. „An diesem Abend nutzen unsere Schauspielerinnen und Schauspieler die Gelegenheit, sich auf der Bühne einmal von einer ganz anderen Seite zu präsentieren. Jedes Mitglied des Ensembles kann auf diese Weise seine verborgenen Talente zeigen oder Lieblingsstücke vortragen“, so Intendant Engel.

Auch in diesem Jahr erhalten die Festspiele Unterstützung durch die prominente und beliebte Schauspielerin Marie-Luise Marjan, die 2018 erstmals für die Aufgabe der Märchenbotschafterin der Brüder-Grimm-Stadt engagiert werden konnte. In dieser Funktion wirbt die als „Mutter Beimer“ bekannt gewordene Künstlerin nicht nur für die Festspiele, sondern auch für das Mitmach-Museum „GrimmsMärchenReich“.

Wie schon 2019 ermöglicht das Festspielticket auch dieses Jahr wieder den kostenfreien Eintritt ins „GrimmsMärchenReich“- das Mitmachmuseum ist zwar derzeit noch geschlossen, der einmalige kostenfreie Eintritt mit der Festspiel-Karte ist aber bis Ende des Jahres möglich. Daneben können auch die öffentlichen Verkehrsmittel im Gebiet des Rhein-MainVerkehrsverbunds unentgeltlich zur An- und Abreise genutzt werden.

Der Vorverkauf läuft bereits und bietet die Chance, sich gute Plätze in der stimmungsvollen Open-Air-Spielstätte bei Schloss Philippsruhe zu sichern. Die Karten gibt es im Hanau Laden am Freiheitsplatz sowie online auf www.frankfurtTicket.de und müssen personalisiert werden. Bereits früher erworbene Tickets, die noch für die ursprünglich angesetzten Termine ausgegeben wurden, können umgetauscht oder zurückgegeben werden. Fragen dazu beantwortet das Team von Frankfurt Ticket unter 069 – 1340400 oder info@frankfurt-ticket.de.

Die Zutrittsregelungen im Sinne des Corona-Schutzes werden tagesaktuell auf der FestspielHomepage bekannt gegeben. Alle weiteren Informationen rund um die Brüder Grimm Festspiele sind auch im Internet unter www.festspiele-hanau.de zu finden.

Das aktuelle Team im Stück “Der zerbrochne Krug”. Bild: privat (Hendrik Nix)

Hintergrund
Mit den Brüder Grimm Festspielen ehrt die Stadt Hanau seit 1985 die deutschen Märchensammler und Sprachforscher Jacob und Wilhelm Grimm, die in Hanau geboren wurden. Jedes Jahr locken die preisgekrönten Festspiele rund 80.000 Besucher an. Bei den Grimm- Inszenierungen handelt es sich um Uraufführungen, die in den vergangenen Jahren mehrfach mit dem „Deutschen Musical Theater Preis“ ausgezeichnet worden sind. 2021 finden die 37. Festspiele mit den Stücken „Das tapfere Schneiderlein“ (Musical/Premiere am 1. Juli 2021), „Schneeweißchen und Rosenrot“ (Familienstück mit Musik/Premiere am 6. Juli 2021), „Der Rattenfänger von Hameln“ (Schauspiel/Premiere am 8. Juli 2021) sowie „Der zerbrochene Krug“ (Reihe Grimm Zeitgenossen/Premiere am 2. Juli 2021) vom 1. Juli bis 29. August 2021 statt. Spielstätte ist das überdachte Amphitheater im Park von Schloss Philippsruhe.

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