Mittwoch, 28. September 2022
's Blättsche Lokales Das Jahrtausendprojekt wird Wirklichkeit

Das Jahrtausendprojekt wird Wirklichkeit

Spatenstich für Klein-Auheimer Alten- und Seniorenheim im Mühlfeld / Projekt “Wohnen im Alter"

Der Spatenstich für das Projekt “Wohnen im Alter” erfolgte am heutigen Donnerstag im Mühlfeld in Klein-Auheim.

“Ich bin froh, dass es endlich los geht und die Klein-Auheimer nun auch sehen, dass die Umsetzung kommt”, so Ortsvorsteher Sascha Feldes in einer ersten Stellungnahme. Das Projekt hat eine lange Geschichte, die ‘s Blättsche auch nochmal ausführlich ins Visier nimmt. Ende der 1990er Jahre kam die Idee für ein Alten- und Seniorenheim auf und wurde von der damaligen Orstvorsteherin Ingrid Ehmes auf den Weg gebracht. Aus vielen Gründen versandete das Projekt allerdings beziehungsweise wurde, wie es in Klein-Auheim oft hieß “sehr stiefmütterlich behandelt”.

Beim Spatenstich zum Alten- und Seniorenwohnheim in Klein-Auheim: von links) Michael Klein (Caritasdirektor), Sascha Feldes (Ortsvorsteher) und Peter Rudolph (Bauträger). Bild: privat

2014 wurde das Projekt “reaktiviert/neu gestartet” und ein Arbeitskreis gegründet. Fast alle Parteien im Ortsbeirat beteiligt daran. Es war klar, dass der Bedarf vorhanden ist und Klein-Auheim als letzter Stadtteil in Hanau auch ein solches Angebot für alten Menschen vor Ort benötigt.

“Hierbei war es aber von Anfang an wichtig, dass wir kein 08/15 Altersheim anbieten, sondern neue Wege gehen wollen”, so Marianne Horst.

Daher wurde mit Manfred Maas auch externe Expertise eingebunden. In zahlreichen Gesprächen entwickelte sich daraus ein Anforderungsprofil.

Parallel zu dem Anforderungsprofil musste ein Standort gefunden werden. Im Zuge der Standortsuche wurden 23 potenzielle Standorte in Klein-Auheim angeschaut und geprüft. Der Standort hat sich im Nachgang als größtes Konfliktthema herausgestellt.

Bedarf nicht in Abrede gestellt, aber eine Hand voll Personen möchten das nicht vor der eigenen Haustür

“Der Bedarf wird nicht in Abrede gestellt, aber eine Hand voll Personen möchten das nicht vor der Haustür haben.” heißt es in einer ersten B90/Die Grünen-Pressemitteilung. Dabei werden – wie schon bei einer Bürgerversammlung im Mai 2019 in der TSV-Halle – die Themen Verkehr und Parkplatz in den Vordergrund geschoben. Weiter heißt es in der Pressemeldung: “Um es ganz klar zu sagen: Das Gebiet ist wie es ist – wer dort gekauft hat oder wohnt hat es so vorgefunden. Wenn ich ein Haus mit einem Stellplatz kaufe und dann mehr Autos habe, kann es nicht das Problem der Stadt sein. Auch die Verkehrsführung und Bürgersteigsituation war bei Kauf bekannt und vorhanden.”

“Es ist gut, dass es endlich los geht!”

Klein-Auheims Ortsvorsteher Sascha Feldes

Es ist verständlich, dass eine Wiese schöner ist als eine bebaute Fläche, aber eine Bebauung war vorgesehen und bekannt.
Das es immer mehr PKW-Verkehr gibt, liegt am Ende des Tages auch an jedem selbst. Daher ist das Problem zwar verständlich, kann aber nicht final von der Stadt gelöst werden. „Dann aber kein „Wohnen im Alter“ dort zu bauen, wäre falsch. Daher ist es gut, dass es endlich los geht.” so Ortsvorsteher Sascha Feldes abschließend. ‘s Blättsche bleibt dran am Thema und berichtet demnächst noch ausführlich.

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