Sonntag, 7. August 2022
's Blättsche Lokales Ein buntes Farbenmeer für den Frieden

Ein buntes Farbenmeer für den Frieden

Patronatstag an der Mädchenrealschule St. Josef in Großauheim

Josefstag 2022 – Gemeinsam Frieden und Vielfalt ein Gesicht geben, so hieß es am Mittwoch, 16. März, in einem Schulgottesdienst an der Mädchenrealschule St. Josef Großauheim. Am 19. März, in diesem Jahr ein Samstag, ist der Tag des Schulpatrons, des Hl. Josef.

Darüber berichten Andrea Weitzel und Julia Kreutz nachfolgend.
Dieser Gottesdienst war der erste seit zwei Jahren, an dem alle „in echt“ zusammenkommen durften – in diesem Fall frühmorgens zur 1. Stunde um 7.35 Uhr, mit Masken auf dem Schulhof.

Die Schülerinnen standen mit den Füßen auf den Resten der herrlich bunten Friedenssymbole, Regenbögen und blau-gelben Flaggen und Herzen, denn diese hatten einen Tag zuvor die Schülerinnen mit Kreide auf den Hof gemalt – und waren fast vom Regen ausgelöscht worden. So waren sie Sinnbilder für die gemeinsame Sehnsucht nach Frieden und zugleich Zeichen dafür, wie zerbrechlich Frieden ist, besonders spürbar in diesen Zeiten des Krieges in der Ukraine.

So feierte die Schulgemeinschaft diesen Gottesdienst endlich wieder einmal mit Live-Musik aus Trommeln und Hupen von der Klasse 6a sowie einem mitreißenden und so aktuellen „Give peace a chance“ von John Lennon. Eine Abschlussklasse (10a) teilte mit ihren Bildern und Gedanken ihre Vision von Frieden und Vielfalt. Die Schülerinnen werden diese Bilder innerhalb eines Projektes mit der Hanauer Citypastoral im Frühsommer an die Wände der Hanauer Josefskirche bringen.

Mitten auf dem Schulhof, umringt von allen, stand die Josefsstatur, die Pfarrerin Katharina Scholl mit eindrücklichen Worten zum Leben erweckte. Die Schülerinnen lernten an diesem Josefstag Josef als einen kennen, der aufgerichtet von Gott seinen Weg geht, Haltung annimmt, vertraut und hoffnungsvoll in die Zukunft blickt.

Ein Schulgottesdienst zum Patronatsfest des Hl. Josef gab es in Großauheim. Bild: privat

Alle Schülerinnen und Lehrkräfte, die Schulleitung mit Petra Höller-Gaiser und Julia Kreutz, sowie Andrea Weitzel als Schulseelsorgerin, Pfarrerin Scholl und Pfarrer Manuel Stickel standen an diesem Tag endlich zusammen, ungewöhnlich analog – was auf einem gemeinsamen Foto festgehalten wurde. Da kam Bewegung in die Gemeinschaft und es blitzten alle Farben des Regenbogens auf.

Die Mädchenrealschule nahm diesen Gottesdienst als Startsignal für eine große und langfristig angelegte Spendenaktion. Die Schule sammelt im Foyer Hilfsgüter für ‚hanau-engagiert` oder für Familien, die selbst Geflüchtete aufgenommen haben. Auch einige Lehrkräfte organisieren im privaten Umfeld Aktionen, die durch die Schulgemeinde unterstützt werden. Wie im ganzen Land ist eine Welle der Hilfsbereitschaft durch die Mädchenrealschule gegangen, die von den Schülerinnen und deren Eltern mitgetragen werden. Auch innerhalb der Schule wird viel über den Krieg gesprochen.

Eine Geschichts-AG arbeitet gerade an einem altersgerechten Vortrag für alle Schülerinnen, im Foyer können die Schülerinnen Gedanken, Fürbitten, Gebete oder auch Fragen in einem ausgelegten Buch aufschreiben und an jedem Donnerstag findet in der gegenüberliegenden Kirche eine stille Pause statt. Hier können die Schülerinnen für den Frieden beten oder einfach mal kurz zur Ruhe kommen. Alle Aktionen der Mädchenrealschule werden auf der Homepage www.st-josef-schule.de sichtbar und zeigen eindrucksvoll, dass die Schule ein Ort der Gemeinschaft und Hoffnung ist und bleibt.

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