Mittwoch, 24. April 2024
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BfH stellt Dringlichkeitsantrag

Verwundert, dass die Grünen "so ein Fass aufmachen"

„Die Meldung über die Schließung der Auheimer Brücke, erhielt der Klein-Auheimer Ortsbeirat nicht etwa als Information der Stadt, sondern sie war einer Presseinformation und den verschiedenen Plattformen der Stadt auf Social Media zu entnehmen“, ärgert sich Alexandra Horchler, die für die Bürger für Hanau (BfH) im Klein-Auheimer Ortsbeirat vertreten ist. Die BfH will nun einen Dringlichkeitsantrag einbringen.

Das Problem ist jedoch schon deutlich länger bekannt: Bereits 2016 hatte der ehemalige Stadtrat Andreas Kowol (Grüne) den Eigenbetrieb Hanau Infrastruktur Service (HIS) angewiesen, auf der südlichen Seite der Auheimer Brücke im Bereich des Fuß- und Radwegs engmaschige Fangnetze anzubringen. Schon vier Jahre zuvor wurden in einem Instandsetzungsgutachten Probleme an der Brücke festgestellt.

Die Gutachter bescheinigen damals aber ausdrücklich, dass die Schäden an der Stahlkonstruktion so gering wären, dass die Standsicherheit der Auheimer Brücke nicht gefährdet sei, gravierender sei der Zustand der Beton-Fahrbahnplatten, die auf der Stahlkonstruktion aufliegen.

“Getan hat sich in all den Jahren leider nichts. Die Schäden an der Auheimer Brücke sind seit vielen Jahren bekannt, jedoch wurde es versäumt, rechtzeitig mit der Sanierung zu beginnen.”, heißt es in einer Pressemeldung der Bürger für Hanau (BfH).

Die ausgewiesenen Umleitungen über die Hellentalbrücke in Steinheim und die Limesbrücke sind für den Rad- und Fußverkehr unakzeptabel und mit erheblichen Umwegen verbunden.

Dies gilt vordringlich auch für die Schüler, die die weiterführenden Schulen (St. Josef-Schule und Lindenauschule) mit dem Fahrrad anfahren. Nach dem Wegfall der Linie 6 (HSB) für den Nahverkehr zwischen den beiden Stadtteilen fällt nun eine weitere Verbindung weg. Der „mainer“ ist wegen der höheren Kosten für viele Bürger keine Lösung.

Die Sanierung sollte die vordringlichste Aufgabe im Rahmen des Projektes „Radwege-Planung“ sein, im Kontext mit dem Mobilitätskonzept der Stadt Hanau.

„Ziel muss die Wiederherstellung der direkten Verbindung zwischen den beiden Stadtteilen Klein-Auheim und Großauheim sein“, so Christian See, ebenfalls für die BfH im Ortsbeirat Klein-Auheim.

Vorschlag für eine Übergangslösung: Es sollte geprüft werden, ob sich auf dem ehemaligen Fußweg der Bahnbrücke eine Querungsmöglichkeit einrichten lässt. Die BfH-Vertreter kündigen einen Dringlichkeitsantrag zur nächsten Sitzung des Ortsbeirates an, um das Parlamentarische Verfahren endlich in Gang zu bringen.

Für die BfH steht somit die Problemlösung im Vordergrund. Insofern ist man insbesondere in Klein-Auheim darüber verwundert, dass nun die Grünen aus den Stadtteilen Klein-Auheim und Großauheim und auch die Stadtverordnetenfraktion “so ein Fass aufmachen”.

Sei man doch jahrelang in der Verantwortung gewesen und verschweige nun geflissentlich die Zuständigkeit des Ex-Stadtrats Kowol.

“Er ist schließlich der, der die Probleme eben nicht angepackt hat, sondern sang- und klanglos nach Wiesbaden abgezogen ist. 2016 hätten bereits Haushaltsmittel bereitgestellt werden müssen. Dann hätten wir das Problem wahrscheinlich heute nicht mehr”, so Horchler und See abschließend.

Dazu gibt es auch folgende weitere Berichte:
Auheimer Brücke ab sofort gesperrt
Dem Verfall der Brücke tatenlos zugesehen

Mit meinen Augen gesehen
Da haben sie wieder mal ein Eigentor geschossen. Die Grünen, die laut der Bürger für Hanau (BfH) “ein Fass aufmachen”, wenngleich sie seit Jahren mit in der städtischen Verantwortung stehen.
Beileibe nicht das einzige Eigentor, denn statt im Stadtteil miteinander im Gespräch zu bleiben und gemeinsam (!) Lösungen zu finden, schießen die BfHler nun gegen die Grünen und vermutlich wird sich auch die CDU oder die SPD noch zum derzeit heißen Thema melden.
Das gefundene Fressen für die Verantwortlichen in der Stadt. Die Klein-Auheimer streiten sich untereinander statt miteinander aufzutreten. Das ist lokale Politik als Spiegelbild der großen Politik.
Und da fragt man sich, warum es nicht voran geht. Und auch nicht voran gegangen ist, als damals (vor sieben Jahren!) die Fangnetze installiert wurden.
Jetzt sind wir gespannt, ob erst eine gemeinsame Sache entsteht oder sich vorher die CDU und die SPD noch melden und ihre Betroffenheit mitteilen.
Die Gelackmeierten sind zweifelsohne die Schüler, Fußballer, Einkäufer, die nahezu täglich die “Auheimer Brücke” nutzen (wollen).
Ob’s den Verantwortlichen der Stadt so wichtig ist, was in Klein-Auheim geschieht, werden wir sehen (oder eben in Pressemeldungen lesen, die inzwischen gezielt erst über das soziale Netzwerk verbreitet werden). (beko)

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2 Kommentare

  1. Hallo an alle,

    wir Grünen haben ein Faß aufgemacht?

    Mhh die BFH saß mit in der Regierung bis 2021 (Kleeblatt) Haushaltsmittels die von uns (Grün) dafür beantrag wurden wurden vom restlichen Kleeblatt “abgelehnt.

    Naja. Erst mal schauen, dann husten.

    Aber so ist das je wenn man einen Dringlichkeitsantrag der SPD und die Mail an die Stadt vom Ortsorsteher nicht richtig ließt und abschreibt.

    Egal

    Wir brauchen keinen Zwist unter uns sondern eine schnelle Lösung was die Stadt bis jetzt nachweislich versäumt hat.

    Und die einzigen die 2016 “unschuldig waren” ist ggf die CDU – Ach nein – die sind ja seit 2021 am regieren und haben auch keine Mittel eingestellt.

    Ergo die Stadt hat KLA mal wieder vergessen. Die Brücke am HBF und die in der Bula ging “schnell”. Da kann man Klein-Auheim schon mal vergessen.

    Mal schauen welche Infos am Mittwoch zur OBR Sitzung vorliegen

    In diesem Sinne . Kriegsbeil in KLA erst gar nicht ausgraben – Schaden durch die Stadt beheben lassen – umgehend

    Und das schaffen wir nur zusammen als OBR

  2. Die SPD Klein-Auheim hat am Freitag bereits einen ähnlichen Antrag eingereicht.

    Dringlichkeitsantrag zur Ortsbeiratssitzung Sehr geehrter Herr Ortsvorsteher, die SPD-Fraktion des Ortsbeirates Klein-Auheim bittet Sie, folgenden Antrag auf die Tagesordnung der nächsten Ortsbeiratssitzung zu nehmen: Der Magistrat der Stadt Hanau wird gebeten, dafür zu sorgen, dass die kurzfristig geschlossene Auheimer Mainbrücke schnellstmöglich wieder für Fußgänger und Radfahrer geöffnet wird. Begründung: Bei der aktuellen Brückenhauptprüfung an der Auheimer Mainbrücke wurden erhebliche Schäden festgestellt. Der Magistrat hat direkt gehandelt und die Brücke mit sofortiger Wirkung aus Sicherheitsgründen sperren lassen. Aufgrund der Bedeutung der Brücke für den nicht motorisierten Verkehr zwischen den Stadtteilen sollte, sobald der Umfang der Schäden festgestellt wurde, umgehend mit der Sanierung begonnen werden. Die Belange der Bürgerinnen und Bürger sind in einem Höchstmaß eingeschränkt. Der Schulweg der Schülerinnen und Schüler aus Klein-Auheim und Steinheim zur Lindenau- und St.Josef-Realschule verlängert sich dadurch enorm. Mit freundlichen Grüßen Reiner Dieser Fraktionsvorsitzender
    (Anm. der Redaktion: Der SPD-Antrag lag/liegt der ‘s Blättsche-Redaktion bisher leider nicht vor!)

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