Freitag, 14. Juni 2024
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Klein-Auheim: Schwerer Unfall am Bahnübergang

Vollsperrung am Bahnübergang nach Reparatur aufgehoben

Update vom 10. Februar, 13.16 Uhr:
Vollsperrung am Bahnübergang in Klein-Auheim aufgehoben: Der Bahnübergang Seligenstädter Straße/L3065 in Klein-Auheim ist wieder passierbar. Die Vollsperrung ist aufgehoben.

Die Schäden an der Schrankenanlage wurden von der DB (Deutschen Bahn) repariert. Der Bahnübergang ist daher ab sofort wieder für den gesamten Verkehr  – einschließlich Fußgänger – freigegeben.

Update vom 9. Februar, 15.02 Uhr:
Im Nachgang zu unserem aktuellen Bericht zum Unfall am Bahnübergang in Klein-Auheim heute (siehe unten) gibt es noch folgende Anfragen der Bundespolizei.

Nach bisherigen Ermittlungen hatten sich gegen 9.20 Uhr, die Halbschranken des Bahnüberganges geschlossen, um den Bahnübergang für die anstehende Durchfahrt zu sichern.

Nach Zeugenaussagen hätte der Fahrer des Unfallfahrzeuges, dies jedoch ignoriert, einen bereits am Übergang wartendes Fahrzeug überholt, um dann die Halbschranken zu umfahren.

Hierbei wurde er in der Mitte des Überganges von dem durchfahrenden Zug erfasst und zur Seite geschleudert. Durch den Aufprall wurde das Fahrzeug erheblich beschädigt. Der Motor wurde hierbei aus der Verankerung gerissen und auf ein angrenzendes Feld geschleudert.

Der 37-jährige Fahrer aus Hanau wurde so schwer verletzt, dass er ins Klinikum Hanau eingeliefert werden musste. Nach Aussage der behandelnden Ärzte seien die Verletzung aber nicht lebensbedrohlich.

Bundespolizei sucht nach Fahrer des Fahrzeugs, das vom Unfallfahrzeug überholt wurde

Im Zug befanden etwa 30 Reisende, von denen aber niemand verletzt wurde. Die Sperrung der eingleisigen Strecke konnte um 14.33 Uhr wieder aufgehoben werden.

Zu den laufenden Ermittlungen sucht die Bundespolizei nach Zeugen und insbesondere nach dem Fahrer des Fahrzeuges, welches am Bahnübergang von dem Unfallfahrzeug überholt wurde. Unter der Telefonnummer 069 – 130145 1103 können sachdienliche Hinweise der Bundespolizeiinspektion Frankfurt am Main gemeldet werden. Gegen den Unfallverursacher hat die Bundespolizei ein Ermittlungsverfahren wegen des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr eingeleitet.

In diesem Zusammenhang teilt die Stadt Hanau folgendes mit:

Bahnübergang bis auf weiteres komplett gesperrt. Bei einem schweren Verkehrsunfall wurde die Schrankenanlage des Bahnübergangs im Zuge
der Seligenstädter Straße/L 3065 im Hanauer Stadtteil Klein-Auheim erheblich beschädigt.

Der Bahnübergang bleibt daher ab sofort und bis auf weiteres für den gesamten Verkehr (einschließlich Fußgänger) gesperrt.

Die Umleitung wird in dem Teilstück zwischen der Sudetendeutschen Straße und K 859 / Zufahrt Limesbrücke erforderlich. Die Zufahrt bis zur Sperrung ist von beiden Seiten möglich.

Artikel vom 9. Februar, 11.10 Uhr:
Voll gesperrt ist nach einem schweren Unfall seit 9.20 Uhr der Bahnübergang in Klein-Auheim an der Seligenstädter Straße am Ortsausgang in Richtung Hainstadt. Auch der Bahnverkehr zwischen Seligenstadt und Hanau ist zum Erliegen gekommen. Auf der Strecke sind die RE85 und RE86 zwischen Wiebelsbach-Heubach und Hanau bzw. Frankfurt unterwegs. Schnell waren Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienste vor Ort.

Die Ampel zeigte rot, die Halbschranken waren unten, dennoch wurde ein offenbar aus Klein-Auheim kommendes Fahrzeug von einem aus Hainstadt kommenden Zug erfasst, der Fahrer kam schwerverletzt in ein Krankenhaus. Nicht bestätigt ist derzeit, ob noch zwei Kinder hinten im Auto saßen.

Am Unfallort bot sich ein Bild des Grauens. Das Fahrzeug, ein Mercedes, vollkommen demoliert, der Motor liegt mehrere Meter weit entfernt auf einem Wiesenstück, Fahrzeugteile über viele Meter an der Unfallstelle verstreut. Von den Bahngästen, die von der Feuerwehr Klein-Auheim aus dem Zug heraus geholt wurden, ist nach ersten Aussagen niemand verletzt.

Wie es zu dem Unfall kam, ist derzeit noch nicht klar, die Bundespolizei ermittelt.

Der Bahnübergang wird auch noch einige Stunden voll gesperrt sein, ein Gutachter wird erwartet. Aus dem Hubschrauber werden zudem wichtige Aufnahmen gemacht.

Wie es der Zufall will: Dieses Bild etwa von der Unfallstelle aus schoss ‘s Blättsche-Leser Hans-Peter Schwenger aus Mühlheim genau eine halbe Stunde vor dem Unfall am Bahnübergang. Bild: privat (Schwenger)

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