Mittwoch, 28. September 2022
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Seine Urlaube verbringt er zu Fuß…

Heute im 's Blättsche-Interview: Der Steinheimer Guiseppe Abrami

Durch die Welt des Internets mit der Heimat in Verbindung sein oder auch verbunden bleiben. Das ist es, was wir in der Rubrik „Porträts“ in Interview-Form aufleben lassen. Klein-Auheimer und Steinheimer, aber auch Menschen aus Hainburg, Seligenstadt oder Mainhausen sollen hier ihre Erinnerungen und aktuellen Eindrücke ebenso mitteilen können wie auch Ehemalige, die hier gewohnt haben, bekannte und (vielleicht noch) weniger bekannte. Die Redaktion freut sich über die hohe Akzeptanz dieser Rubrik und sagt Danke. Wöchentlich seit November 2020 ein neues Gesicht und Woche für Woche nahezu 500 Klicks aufs Porträt.
Wer hat noch Vorschläge? Wer sollte in dieser Rubrik noch zu Wort kommen?
Info an redaktion@blaettsche.de

Zur Person: Giuseppe Abrami (geboren 1985) lebt schon immer in Steinheim und ist hier vor allem als Leiter der Messdiener in St. Nikolaus, als Küster, Kommunionhelfer und darüber hinaus im Pfarrgemeinderat aktiv. Seit der Pfarrgruppenbildung der beiden Steinheimer Pfarrgemeinden St. Johann Baptist und St. Nikolaus sowie St. Peter und Paul in Klein-Auheim besteht auch ein gemeinsamer Pfarrgemeinderat, zu dessen Vorsitzenden er gewählt wurde. Darüber hinaus ist er als Leiter des Redaktions- und Online-Teams letztverantwortlich für die Herausgabe des gemeinsamen Pfarrbriefs “Gemeinde(Er)leben” sowie für die gemeinsame Internetseite www.stein-auheim.de .

Giuseppe, Du lebst in Steinheim. Weshalb ausgerechnet dort? Steinheim sowie die Pfarrgruppe Steinheim / Klein-Auheim sind schon mein Mittelpunkt, obwohl ich seit kurz vor der Corona-Pandemie zur Vermeidung von Pendelzeiten sowie aus familiären Gründen mittlerweile in Frankfurt wohne. Aber von Frankfurt aus ist es, ob mit Auto oder Zug, nicht all zu weit und „dank“ der Corona-Pandemie verlagert sich sowieso vieles „virtuell“ in Richtung Schreibtisch.

Immer wieder tauchen Namen von Weggefährten auf. Besonders gerne erinnere ich mich an die vielen Menschen, die mich begleitet haben sowie an die vielen Messdiener, die ich begleiten und aufwachsen sehen durfte.

Wenn ich an meine Heimat denke, dann fallen mir folgende drei Dinge ein:

  1. Kreuzwallfahrt
  2. Steinheimer Altstadt
  3. der Main

Mein Lieblingsplatz in meiner Heimatgemeinde ist… … die St. Nikolaus Kirche.

Einkaufen gehe ich am liebsten gar nicht, weil mir Supermärkte in der Regel unlogisch aufgebaut erscheinen und ich sehr lange benötige bis ich das Gesuchte gefunden habe.

Als Geheimtipp empfehle ich Auswärtigen unbedingt einen Spaziergang an den Mainwiesen und in den Stein-Auheimer Gemarkungen bis zum Steinheimer Galgen sowie über das Flurkreuz in Klein-Auheim. Mit einem abschließenden Besuch der Steinheimer Altstadt kann man mit allerlei Kulinarischem und Flüssigem den Tag beschließen.

Gesellschaftliche Aktionen gibt es zumeist in den Vereinen. Welche begeistern Dich immer wieder? Ich treffe zufällig den Oberbürgermeister / Bürgermeister und mir fällt spontan ein, was ich ihm schon immer sagen wollte:

Dieses Buch empfehle ich allen Blättsche-Nutzern: Ich lese sehr viel, sodass ich nicht „ein Buch“ empfehlen könnte, somit würde ich allen Blättchen-Nutzern zusätzlich den Pfarrbrief “Gemeinde (Er)leben” empfehlen.

In bekannten Fernsehsendungen werden Menschen vorgestellt, weil sie ein Buch geschrieben haben. Mein Buch, wenn ich denn eines schreibe, trägt den Titel… „Wenn du nichts änderst, ändert sich nichts“.

Meine meistbesuchte Seite im Internet: www.stein-auheim.de

Mein Lieblingswitz: „Ein Mann ist in einer Gemeinde und macht einen Vorschlag und erhält als Antwort, dass dies so nicht geht. Eine Frau kommt zu der Gemeinde und hat eine konkrete Idee und erhält als Rückmeldung, dass dies nicht so gut passt. Ein Jugendlicher kommt zur Gemeinde und hat einen innovativen Vorschlag und erhält als Antwort: „Das haben wir noch nie so gemacht“. Letztlich kam dann einer, der wusste nicht, dass dies so nicht geht, oder nicht so gut passt oder auch noch nie so gemacht wurde, und hat es dann einfach gemacht.“

Beende bitte folgende Sätze:

Meine Lieblingsspeise sind Nudeln.

Wenn ich wütend bin, arbeite ich meine Wut durch Arbeit ab.

Mich regt auf, wenn Menschen andere gegen besseren Wissens abschätzig behandeln sowie absichtlich Entscheidungen herauszögern sowie zu bequem sind, die nötigen Tätigkeiten von übernommenen Aufgaben zu erledigen und Themen so lange „liegenlassen“, sodass am Ende wichtiges unerledigt bleibt.

Im „Blättsche“ (www.blaettsche.de) interessiert mich vor allem das Lokale und das „Gebabbel“.

Urlaube zu Fuß sind sein Ding, auch in Santiago de Compostella und anderen Gegenden. Bild: privat

Ich kann nicht leben ohne meine Familie und meine Frau.

Es gefällt mir nicht, dass ich leider immer öfter beobachte, dass sich Menschen aus Vereinen oder Gemeinden zurückziehen, da diese scheinbar immer seltener die Möglichkeit haben, sich einzubringen, da vorherrschende und zementierte Meinungen und oftmals auch eine fehlende Kommunikationsbereitschaft ein Mitmachen erschweren oder unmöglich machen.

Absolut positiv finde ich, dass es in unseren Gemeinden sowie in einigen Vereinen ein paar wenige gibt, die sich wirklich auf das Wesentliche konzentrieren und konstruktiv und in einem guten Miteinander offen neue Wege gehen und die Freude am gemeinsam Tun ein zentrales Element ist.

Ich glaube, keiner weiß von mir, dass ich am liebsten zu Fuß meine Urlaube und meine Freizeit verbringe. Ich pilgere gerne und war schon zweimal in Santiago de Compostella (jeweils von der französischen Grenze aus) und einmal in Trondheim (Nidaros) in Norwegen (ab Oslo).

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