Sonntag, 7. August 2022
's Blättsche Lokales Polizei Schnell. Sicher. Smart: Mobile IT für das Polizeipräsidium Südosthessen

Schnell. Sicher. Smart: Mobile IT für das Polizeipräsidium Südosthessen

Datenabruf direkt am Einsatzort in Echtzeit / Erste Geräte für Hanau

Im Rahmen einer Ausstattungsoffensive erhält die Polizeistation Hanau I insgesamt 52 Smartphones und Tablets

Nachdem erst Ende Juli der Hessische Innenminister Peter Beuth eine hessenweite Ausstattungsoffensive der Polizei mit Smartphones oder Tablets verkündet hat, beginnt nun in den ersten fünf Polizeirevieren/-stationen bereits die unmittelbare Umsetzung. Hierzu zählt unter anderem die Polizeistation Hanau I.

Ziel der Offensive ist es, bis Anfang 2022 alle Streifenbeamten im Wach- und Wechseldienst mit persönlichen Mobiltelefonen (Modell iPhone SE) auszustatten und bis Ende 2022 schließlich allen hessischen Polizisten ein mobiles Gerät zur Verfügung zu stellen. Den Anfang machen neben der Polizeistation Hanau I weitere Polizeistationen und -reviere in Frankfurt, Wiesbaden, Marburg und Darmstadt.

Kriminalität noch erfolgreicher bekämpfen

Mit der flächendeckenden Verteilung von Smartphones wird nun zum Beispiel auch der Abruf unmittelbar benötigter Informationen direkt am Einsatzort in Echtzeit möglich. Bei der Aufnahme von Verkehrsunfällen, der Vermisstensuche oder bei der Personen- und Adresskontrolle kann dies für Bürger sowie die Polizei gleichermaßen einen signifikanten Mehrwert stiften.

Denn dass die Streifenbeamten für all dies nicht mehr eigens in ihre Dienststelle zurückkehren müssen, spart letztlich viel Zeit und erhöht zugleich die Polizeipräsenz im öffentlichen Raum, so dass sich Kriminalität noch erfolgreicher bekämpfen lässt.

Die Vizepräsidentin des Polizeipräsidiums Südosthessen, Anja Wetz, übergab die ersten Geräte am Mittwochmorgen offiziell an Wilhelm Schmits, dem Leiter der Polizeistation Hanau I. Neben Vertretern des Innovation Hub 110 waren bei dem Termin auch zwei Hanauer Einsatzbeamte anwesend, die bereits mit der Anwendung der polizeilichen Tools vertraut sind und die Smartphones ab sofort im Dienstalltag einsetzen.

Anja Wetz und Wilhelm Schmits zeigten sich erfreut, dass damit Kontrollen deutlich schneller ablaufen und die Streifen rasch für einen nächsten Einsatz frei werden können.

Hessenweite Vollausstattung mit 17.600 Geräten

Bislang waren in der hessischen Polizei schon über 4.000 mobile Geräte im Einsatz, die nun auf eine neue Plattform überführt und weiterbetrieben werden können. Innerhalb der nächsten sechs Monate kommen weitere 6.500 Smartphones hinzu. Die Vollausstattung ist bei 17.600 Geräten erreicht.

Die Landesregierung investiert zwischen 2021 und 2025 mindestens 15 Millionen Euro jährlich, also insgesamt rund 75 Millionen Euro, in die mobile IT der hessischen Polizei. Die eigens für die dienstlichen Smartphones entwickelten Apps stammen aus dem Innovation Hub 110, eine im vergangenen Jahr eröffnete Softwareschmiede der hessischen Polizei im Frankfurter Westhafen.

Im Fokus der Ausstattungsoffensive stehen hohe Sicherheitsstandards sowie der Datenschutz: Für jeden Abruf von Daten müssen sich die Beamtinnen und Beamten biometrisch authentifizieren, zudem wird jede einzelne Abfrage dokumentiert. Die Datenübertragung findet verschlüsselt statt, die Speicherung erfolgt ausschließlich auf speziell geschützten Servern der hessischen Polizei.

Die Nutzung der dienstlichen Mobilgeräte und mobilen Anwendungen ist umfassend geregelt und ausschließlich zu dienstlichen Zwecken gestattet sowie konfiguriert. So können beispielsweise keine kommerziellen und für private Zwecke bestimmten Apps zur dienstlichen Kommunikation genutzt werden.

Aus dem polizeilichen “App-Store” lassen sich ausschließlich geprüfte Applikationen herunterladen und installieren.

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