Dienstag, 18. Juni 2024
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“Was ist da im Hirtengarten los?”

Acht von 13 Erzieherinnen haben in der Kita St. Josef gekündigt

“Was ist denn da im Hirtengarten los?” Diese Frage stellten uns in den zurückliegenden Wochen immer wieder ‘s Blättsche-Leser in Klein-Auheim.

Und nein, es geht diesmal nicht um die naheliegende “Auheimer Brücke”. In Klein-Auheim brennt den Menschen ein anderes Thema unter den Nägeln. In der Kindertagesstätte St. Josef im Hirtengarten haben Erzieherinnen gekündigt. Kein Thema, um ausführlich darüber zu berichten, dachten wir uns.

Ortsgespräch: “Was ist im Hirtengarten los?” Erzieherinnen verlassen Kita. Bild: privat

Doch brisant wird die ganze Geschichte, wenn klar ist: Acht Erzieherinnen von 13 sind diesen grundlegenden Schritt in den zurückliegenden Wochen gegangen. Neue Stellen haben die Pädagoginnen großteils schnell gefunden, wird auf dem Stellenmarkt doch mit allen Mitteln nach neuen Kräften gesucht.

Die Eltern fragen sich, wie es weiter geht und das Thema verschärft sich jetzt direkt nach den Ferien. Seit Montag ist die Kita im Hirtengarten wieder offen.

Aber Ortsgespräch – inzwischen auch über den Kreis der Kita hinaus – bleibt die Vielzahl der Kündigungen. Die Arbeitsatmosphäre im Blick auf die Kita-Leitung und der Umgang mit Mitarbeiterinnen soll offenbar der Grund sein für die zahlreichen Kündigungen. Von “Kritikunfähigkeit” bis hin zu “persönlichen Angriffen” wird berichtet, vertrauliche Mails wurden offensichtlich nicht vertraulich behandelt, dem zuständigen Pfarrer Wolfram Schmidt sei die Situation bereits seit November 2022 nach einem Gespräch mit neun Erzieherinnen bekannt und auch Pfarrer Szafera wurde seinerzeit bereits ins Vertrauen gezogen.

Ohne Erfolg, daher folgte nun der endgültige Schritt.

Erzieherinnen beim Elternabend unerwünscht?

Nach Aussagen von betroffenen Erzieherinnen wurde “immer nur eine Seite gehört” und nach Abgabe der Kündigung “haben wir eine auf den Deckel bekommen”. Das Bistum Mainz verwies auf den Verwaltungsrat und den Geschäftsträger.

Aktueller Fall dann vor den Kita-Ferien: Die acht Erzieherinnen (teils noch bis September im Dienst) “waren bei einem Elternabend nicht erwünscht, durften nicht kommen” und Eltern erhielten “fadenscheinige Informationen, weshalb bestimmte Erzieherinnen nicht anwesend sind”. Selbst der Elternbeirat informierte vorab, dass “die Erzieherinnen nicht kommen dürfen”. Einige Erzieherinnen wurden noch vor den Ferien “vom Dienst freigestellt”.

Insgesamt 90 Kinder werden in der Kita St. Josef Klein-Auheim in vier Kita-Gruppen und dem Hort betreut.

Konkrete Fragen unserer Redaktion an die Verantwortlichen, auch nach Kontaktadressen des Elternbeirates zur Recherche des Themas, blieben bislang unbeantwortet mit dem Verweis auf die Urlaubszeit. Lediglich von Seiten einiger Eltern erhielt die Redaktion eine ausführliche Rückmeldung. “Ich freue mich, dass der Stein ins Rollen kommt” heißt es da. Die Tatsache, dass die Eltern “erst Ende Mai/Anfang Juni offiziell von den Kündigung erfahren haben” wurde einigen erst beim Elternabend Ende Juni bewusst.

Lautstarken Protest gab es damals für die Eröffnungsworte von Pfarrer Schmidt beim Elternabend: “Lassen wir die Dinge, die passiert sind, Vergangenheit sein und konzentrieren uns auf die Zukunft”, berichten Eltern unserer Redaktion.

“Kompetente Mitarbeiter gehen, damit eine Person bleibt”

Viele Eltern stellten Fragen zu einem offenbar neuen Konzept, das im Vorfeld bereits zum Unmut vieler Eltern geführt hat. Ein Elternteil: “Man wurde im Dunkeln gelassen und bekam auf Nachfrage bei der Leitung nur Wischi-Waschi-Antworten.” Als “durchaus attraktiv” bezeichneten Eltern das neue “offene Konzept”, zeigten sich allerdings irritiert, weshalb dieses erst acht Monate später vorgestellt wurde: “Man hätte viel Ärger vermeiden können. Unseren Fragen wurde ausgewichen.” An einer Elternbefragung zum neuen Konzept nahmen inzwischen 36 von 100 Prozent der Erziehenden teil.

“Es ist für uns als Eltern unverständlich, wie sich der Pfarrer und der Träger so geschlossen hinter die Leitung stellen und die Fehler nicht da suchen. Es wird toleriert, dass so viele kompetente und tolle Mitarbeiter gehen, nur damit eine Person in der Leitung bleibt.”, heißt es in einem Statement von Eltern, das noch weitere pikante Details enthält wie beispielsweise die Art und Weise der “unfassbaren Verabschiedung” von Erzieherinnen durch die Kita-Leiterin im Beisein von Kindern.

Wie will nun die Kita die vielen Kündigungen auffangen? Auch diese Frage stellten Eltern der Geschäftsträgerin Doreen Gläser, die daraufhin äußert, dass “für jeden, der geht, ein Neuer kommt”. Bisher soll dem Vernehmen nach ein neuer Erzieher mit seinem Dienst begonnen haben, daher “sollen keine weiteren Kinder aufgenommen werden”. Soweit die aktuellen Informationen von Elternseite.

>> Lest dazu auch das Statement von Trägerseite hier.

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21 Kommentare

  1. Diesem Artikel kann ich aus eigener Erfahrung nur zustimmen und das ist keine Vorverurteilung! Neuer Ort, selbes Vorgehen. Auch bei uns werden Betreuungsengpässe künstlich herbeigeführt und sich dann in den Medien inszeniert. Schade um die dort arbeitenden Fachkräfte. Vielen Dank für diesen Artikel!!

  2. Obwohl ich aktives Mitglied der Pfarrgemeinde St. Peter und Paul bin, kenne ich nicht die genauen Gründe, warum es zu dieser Entwicklung kam. Da meine beiden inzwischen erwachsenen Söhne und auch ich selbst schon im St. Josef Kindergarten waren, tut mir dies alles sehr leid.
    Mein großer Respekt gilt den fünf Erzieherinnen, die geblieben sind plus der neuen kraft, die jetzt neunzig Kinder alleine betreuen müssen.

  3. In jedem normal und verantwortungsvoll agierenden Unternehmen würden bei solch einer Entwicklung frühzeitig die Alarmglocken angehen und entsprechende Fragen bzgl. der Führungsqualität und dem Arbeitsumfeld gestellt werden.
    Umso erschreckender ist es, dass das in dieser kirchlichen Struktur offenbar nicht der Fall ist.
    MitarbeiterInnen, Eltern und vor allem die Kinder wurden ins offene Messer laufen gelassen.

    Hier in der Kommentarspalte zeigt sich ja sogar noch eindrucksvoll, wie entsprechende Kreise der Leitung und/oder dem Träger grundsätzlich die Schuld an bzw. diplomatischer ausgedrückt die Verantwortung für diese Entwicklung absprechen.
    Ok, in der Außendarstellung ist dies sicher erst mal die naheliegende Sprachregelung – lässt jedoch ganz stark Einsicht vermissen und macht den Eindruck, dass Mitarbeiterbelange in der Kirche nur so lange ernst genommen werden, wie keine unangenehmen Fragen aufgeworfen werden. Passt irgendwie ins Bild, was man leider so hat.

    Zumal die Erfahrungen der Erzieherinnen ja offensichtlich zeigen, dass entsprechende Signale von den Verantwortlichen Stellen bereits über einen langen Zeitraum ignoriert wurden.
    So eine Entscheidung treffen diese Erzieherinnen sicher nicht leichtfertig und unüberlegt, sondern aus Verzweiflung heraus. Wer gibt schon gerne freiwillig das gewohnte Umfeld mit lieb gewonnenen KollegInnen, sowie Kindern, für die man Bezugsperson ist und deren Entwicklung man über Jahre eng begleitet, auf.

    Mal eine Anregung an die verantwortlichen Stellen, denn ich bin selber Führungskraft in einem börsennotierten Unternehmen für eine Abteilung, deren Größe ca. 3-4 Kitas entspricht.
    Meine Aufgabe als Führungskraft sehe ich zu allererst darin, mein Team zu entwickeln und meinem Team so zu „dienen“, dass sie bestmöglich die Arbeit machen und die Dinge leisten können, für die ich sie eingestellt habe.
    Wenn es zu Unzufriedenheit, Spannungen und/oder schlechten Leistungen kommt, dann liegt das oftmals nicht daran (manchmal schon), dass MitarbeiterInnen blöd oder faul sind, sondern z.B. daran, dass es keine Feedback-Kultur und offene, wertschätzende Kommunikation gibt, ergo schlecht geführt wird.
    Und um das immer und immer wieder zu validieren, kommt eine ganz wichtige Eigenschaft ins Spiel, die m.E. jede Führungskraft haben sollte – Selbstreflexion.
    Wenn ich diesem Zweck nicht mehr diene, muss ich mir überlegen, ob ich noch Führungskraft sein sollte. Denn das bin ich im Idealfall nicht, um mich mit einem Titel schmücken zu können, sondern um das Beste für mein Team und meine Kunden zu erreichen.
    Sieht so aus, als müssten sich ein paar Leute hier diese Frage mal stellen…
    Bei 8 von 13 kann ich mir nur schwer vorstellen, dass es nicht auch an der Führung lag.

    Auch wenn offene Stellen für ErzieherInnen in der Kita St. Josef in Klein-Auheim nachbesetzt werden sollen, und sicher auch neue Bewerbungen eingehen mögen, ist die Frage wie nachhaltig das ist. Wäre ich ein Elternteil, hätte ich kein Vertrauen darin, dass hier kurzfristig Ruhe einkehrt wenn man einfach weitermacht wie bisher.

  4. WICHTIG & Richtig, dass dieses Thema mal an die Öffentlichkeit gerät. Ich selbst arbeite in einer Kindertagesstätte & weiß, wie wichtig Erzieher:Innen vor allem als BEZUGSPERSONEN für die Kinder sind! DARUM sollte es doch an erster Stelle gehen..um das Wohl der Kinder..nicht um das ganze drumherum. Wäre z.B. die Leitung gegangen (worden), wäre das kein Verlust für die Kinder, da die Kinder meistens GAR KEINEN Bezug zur Einrichtungsleitung haben.. Vielleicht mal diesen Ansatz nehmen & anfangen nachzudenken. TRAURIG!!!!

  5. Es ist sicher gut dass darüber jetzt mal laut und öffentlich gesprochen wird, aber wenn bereits mehr als 50% des Personals, gute qualifizierte Erzieher bereits gekündigt haben ist das Kind wohl schon in den Brunnen gefallen.
    Warum wurde nicht längst reagiert, wenn bereits 2022 Gespräche und Hilferufe seitens des Teams stattfanden?
    Oberste Priorität sollten die Kinder haben die nun die Leidtragenden sind, weil die geliebte Bezugsperson jetzt plötzlich nicht mehr da ist und sie sich auf jemand Neues einstellen müssen.
    Aus meiner eigenen Kindergartenzeit und der meiner Kinder, habe ich gut in Erinnerung welch wichtige Rolle die Erzieher in dem Alter spielen und wie sehr man an der Person hängt. Zu meiner Zeit war das noch die Kindergarten-“Tante” und ich war todunglücklich als meine “Tante” in Mutterschutz ging und ich mich an eine neue gewöhnen musste. Bei 8 Kündigungen bei 13 Mitarbeitern ist doch ganz offensichtlich gewaltig was im Argen.

    • Anm. der Redaktion: Vielen Dank für die zahlreichen Reaktionen.
      Offenbar gab es bei zurückliegenden “Fällen” sehr viel Angst, über die Situation nach außen zu sprechen. Das macht auch deutlich, weshalb unsere Redaktion erst jetzt auf zahlreiche Nachfragen aus dem Stadtteil reagiert und recherchiert hat.
      Nach den uns bisher vorliegenden Informationen wäre ein früheres Einschreiten beispielsweise auch des Elternbeirates erstrebenswert gewesen, sofern in diesem Gremium alle (!) Interessen vertreten werden.

  6. (…)
    Was hier passiert nennt sich Vorverurteilung!

    Ich war selbst über viele Jahre Leitung einer Einrichtung und ich kenne die Leitung von St. Josef. Sie hat sich von uns hin und wieder beraten lassen. Wir sind der Verschwiegenheit verpflichtet, aber ich sage nur so viel, keiner wollte in Ihrer Haut stecken!

    Woher wissen Eltern denn solche Dinge? Sage ich als Mitarbeiter überhaupt die Wahrheit wenn ich gerade wütend auf die Leitung bin? (…)

    Ich wünsche der Einrichtung und denn darin arbeitenden Erzieherinnen und der Leitung viel Kraft, es kann nur besser werden!

    • Und das was Sie hier tun nennt sich Täter-Opfer-Umkehr oder Schuldumkehr, auch Opferbeschuldigung oder Opferschelte (englisch Victim blaming oder blaming the victim).
      Die Erfahrungen von 8 (beziehungsweise mehr) Menschen, die gekündigt haben aber die eine ist das Opfer?
      Klar…
      Tipp: Gerne mal die obigen Begriffe googeln.

  7. Da fehlen einem tatsächlich die Worte! Ich bin Mama eines Kindes dieser Einrichtung. Schon lange, in der Vergangenheit, hat sich immer wieder herauskristallisiert, dass sich das Klima der Kita verschlechtert. Wir waren bis vor einiger Zeit sehr zufrieden mit der Kita, da auch schon unsere älteren Kinder diese Einrichtung besuchten. Nicht nur Mitarbeiter werden nicht gehört, sondern auch die Eltern. Ein persönliches Gespräch mit der Leitung hat sich immer sehr schwierig gestaltet. Man wird häufig vertröstet und bekommt kaum Antworten auf Fragen. Es ist sehr schade, dass all die liebevollen Erzieher gegangen sind. Der Artikel trifft es genau auf den Punkt, danke dafür!

  8. Lieber Herr Koch, das klingt nach einem sehr spannenden und relevanten Thema. Gute journalistische Arbeit bis zu diesem Punkt (ist ernst gemeint)! Wollen Sie das Thema vielleicht in den Ortsbeirat einbringen? Beste Grüße, Daniel Komo

    • Wie soll sich denn ein Ortsbeirat in die Personalpolitik eines öffentlichen, hier kirchlichen Arbeitgebers einmischen. Dafür sind wir aber überhaupt nicht zuständig.

  9. Acht Erzieher kündigen und die Leitung bleibt. Dies ist wohl auch nur in der katholischen Kirche möglich. Wir sind eine zugezogene Familie und unsere Kinder sollen ab nächstem Jahr auch Kindergartenkinder sein. Diese Kita werden wir erst mal meiden, es sei denn, die Situation ändert sich zum positiven. Wie kann es sein, dass 8 Erzieherinnen nicht von einer Kündigung abgehalten werden können?!?

    • Die Anzahl der Kündigungen kann nicht allein maßgebend sein, dass man automatisch an der Leitung zweifeln muss.

      Warum man die Mitarbeiter nicht von der Kündigung abhalten konnte? Hierauf könnte es möglicherweise auch nachfolgende Antworten geben. Vielleicht gibt es auch einen triftigen Grund, warum man sie nicht abgehalten hat, auch und gerade in den Zeiten, wo es schwierig ist, Fachpersonal zu finden, z.B. könnten sich vielleicht alle Mitarbeiterinnen fehlverhalten haben und sich eventuell nicht an Arbeitsregeln gehalten haben? Wäre dies der Fall, warum soll man Mitarbeiter dann von einer Kündigung abhalten, da ist man froh, wenn diese gehen, und dies möglichst so früh es geht, also je eher desto besser, damit kein weiter Schaden innerhalb der Einrichtung entstehen kann!

      Dazu gehört auch das Thema Freistellung: warum stellt man frei? Doch wohl nur, weil es einen triftigen Grund dafür gibt, und das ist sicherlich darin zu sehen, dass die sog. liebevollen Mitarbeiterinnen, wie es jemand schreibt, eben gegen die Einrichtung arbeiten und daher frühzeitig aus dieser gehen müssen, um Schaden abzuwenden sowohl von der Einrichtung als auch von den Kindern. Auch eine solche Entscheidung trifft man nicht einfach so in einer prekären Personallage, dafür gibt es immer berechtigte Gründe.

      • Könnte Ihr Kommentar mit den vielen wohlformulierten Könnte-Sätzen nicht der Versuch sein, die Schuld an der jetzigen Situation doch letztendlich den Erzieherinnen in die Schuhe zu schieben? Sie suggerieren die Sichtweise, wie es von der Leitungs – und Trägerseite nach außen getragen werden soll.
        Gott sei Dank sehen die meisten Betroffenen die Probleme, die ganz und gar nicht neu sind, differenzierter.
        Die Leute, die gekündigt haben, sind die Schlechten, die anderen die bleiben sind die Guten. Die Einrichtung – und sogar die Kinder – müssen durch die Freistellung von den sich fehlverhaltenden Erzieherinnen (die teilweise länger als 15 Jahre dort tätig waren) geschützt werden. Man könnte darüber lachen, wenn es nicht sotraurig wäre.

  10. Wenn nicht anders möglich, müssen Zeichen gesetzt werden! Selbst wenn für jeden ein Neuer nachkommt, der/die dann vllt auch demnächst wieder kündigt, sind die Leidtragenden die Kinder! Auch sie spüren schlechte Arbeitsverhältnisse. Alles Gute und bessere Bedingungen allen Mitarbeitern 🌻

  11. ….die armen Kinder! Auch auf den umliegenden Spielplätzen ist das schon Thema.
    Den Kindern werden wichtige Bezugspersonen genommen. Zum Glück sind wir in einer anderen Kita. Aber schön, dass so mal ein Zeichen gesetzt wird.

  12. Liebe Agnes Jung,
    Da es um unsere Kinder geht, sollten wir die Debatte so langsam mal nach außen tragen. Wie kann eine entwicklungsunterstützende Pädagogik gelebt werden, wenn das Arbeitsumfeld für das Personal nicht mehr tragbar ist?
    Wie schön, dass das Kollegium sich getraut hat, die Missstände aufzuzeigen, weitere Kitas sollten dem Beispiel folgen!!

  13. Das hätte verhindert werden können, wenn das Personal mehr Wertschätzung und vor allem Gehör bekommen hätte. Es haben nicht nur 8 von 13 Mitarbeitenden gekündigt. Auch in den letzten Jahren gab es immer wieder Kündigungen, die unter anderen Umständen nicht eingegangen wären.

    Es ist richtig und vor allem wichtig, dass über die Umstände in St. Josef gesprochen wird!

  14. Unglaublich! Hat die katholische Kirche denn immer noch nichts aus der Vergangenheit gelernt?
    Und die Leidtragenden sind jetzt die Kinder.
    Wie man in der heutigen Zeit des absoluten Fachkräftemangels so blauäugig sein kann ist mir ein Rätsel…

  15. In kenne keine Firma, in der Personaldebatten in den Medien geführt werden, vielleicht bei Politikern, die per se “Personen öffentlichen Interesses” sind.
    Es tut weh zu sehen, wie jemand öffentlich demontiert wird, aber ich als Mitglied des Verwaltungsrates werde meine Überlegungen nicht in der Zeitung diskutieren.

    Agnes Jung
    Mitglied des Kirchenverwaltungsrates Klein-Auheim

    • Die Personaldebatten werden in diesem Fall in den Medien geführt, da es hier nicht lediglich um einen Mitarbeiter(*in) mehr oder weniger geht, sondern um Betreuungsengpässe die BEWUSST herbeigeführt wurden! Und darunter leiden die Kinder und Familien.
      Dass Personal in dieser Einrichtung wegen den extremen Unstimmigkeiten mit der Leitung und dem Träger kündigt ist nicht erst seit 2023 so 😉 vielleicht sollte man mal die letzten 10 Mitarbeiterinnen befragen, welche gekündigt haben.

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