Freitag, 1. März 2024
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Ortsbeirat: Antworten auf die neun Punkte

Keine Auffälligkeiten bei Geschwindigkeitsmessungen

Update vom 6. Juni:
In neun Punkten hatte der Ortsbeirat Rückfragen an die Stadt bezüglich des Parkkonzeptes in Klein-Auheim. Die Stellungnahmen der Stadt zu den einzelnen Punkten liegen dem Ortsbeirat vor, wir veröffentlichen sie jeweils im Anschluss an die genannten Punkte im ursprünglichen Artikel.

Artikel vom 26. März:
Das Parkkonzept an der Seligenstädter Straße / Geleitstraße in Klein-Auheim steht weiter im Blickpunkt der Gespräche im Stadtteil. Nach der Sitzung am Mittwoch (‘s Blättsche berichtete ausführlich) hat der Ortsbeirat (OBR) wie versprochen neun Punkte an die Stadt Hanau gesendet mit der Bitte um Bearbeitung und entsprechende Rückmeldung an den Ortsbeirat. Die ‘s Blättsche-Redaktion bleibt weiter am Ball und berichtet auch über Ergebnisse, wenn sie denn vorliegen. Nachfolgend die einzelnen Punkte:

Punkt 1
Seligenstädter Straße 40
Das Haus besitzt nur eine „kleine“ Einfahrt.
Frage: Warum wurde davor markiert und nicht, wie bei anderen Einfahrten, frei gelassen?
Ist eine Änderung möglich (Verschiebung nach vorne/hinten) so dass die „Einfahrt frei ist“.

Aufgabe „Stadt“
Bitte prüfen/bewerten – Info an OBR bis spätestens 14. Juni 2023 notwendig.

Kurze Stellungnahme:
Freigehalten werden nur Grundstückszufahrten, die von Fahrzeugen ab der Größe eines Pkw genutzt werden. Eingänge werden nicht freigehalten. Der Zugang ist über den Gehweg möglich.

Punkt 2
Durch die „wenig“ versetzen Parkplätze ist eine „Rennstrecke“ etabliert worden.
Es müssen kurzfristig vermehrt mobile Geschwindigkeitskontrollen gemacht werden. Vor allem in den Abendstunden und am Wochenende.

Info OBR / Auftrag an die „Stadt“
100 % Zustimmung, auch des OBR – wir brauchen sofort Maßnahmen. Es darf sich erst gar nicht rumsprechen, dass hier gerast werden kann. Vielmehr müssen spontan viele Kontrollen erfolgen, damit das Bewusstsein da ist, hier wird „oft“ kontrolliert.

Kurze Stellungnahme:
Vom regelmäßigen Versatz der Parkstände wurde teilweise abgewichen, damit möglichst viele Parkstände markiert werden konnten. Die Stadtpolizei wird in den betroffenen Straßenbereichen auch künftig regelmäßig mobile Geschwindigkeitsmessungen im Rahmen der personellen Möglichkeiten durchführen. Wie in jedem Jahr werden die Messungen in den kommenden Monaten auch auf die Abendstunden und den Samstag ausgedehnt. Erste mobile Geschwindigkeitsmessungen wurden bereits durchgeführt. Im Ergebnis konnten keine Auffälligkeiten festgestellt werden.

Punkt 3
Ausnahmegenehmigungen für Pflegedienste.
Pflegedienste finden keinen Parkplatz mehr, brauchen länger. Das geht von der Pflegezeit ab.
Gibt es Ausnahme-Genehmigungen für Pflegedienste. Wenn ja „welche“ und wo sind diese zu beantragen?

Aufgabe „Stadt“: Bitte – Info an OBR bis spätestens 9. Mai notwendig.

Kurze Stellungnahme:
Die Straßenverkehrsbehörde bietet Pflegediensten auf Antrag eine Ausnahmegenehmigung zur Bewilligung von Parkerleichterungen an, die das Parken in Bewohnerparkbereichen und an Parkscheinautomaten bis Höchstlauf erlauben.
Diese sog. Pflege-Parkregelung kommt insbesondere in der Hanauer Innenstadt zum Einsatz, wo es Bewohnerparkzonen und bewirtschaftete Parkbereiche gibt. Beide Arten der Parkerleichterungen sind in Klein-Auheim nicht anwendbar.

Pflegedienste haben jedoch die Möglichkeit, in den angrenzenden Seitenstraßen der Seligenstädter Straße/Geleitstraße zu parken.

Punkt 4
Seligenstädter Straße 67-69 (gegenüber 46).
Die Straße ist breit genug. Können auf der Seite 67-69 weitere Parkplätze markiert werden?

Aufgabe „Stadt“: Bitte – Info an OBR bis spätestens 14. Juni notwendig.

Kurze Stellungnahme:
Da es sich um eine Hauptverkehrs- und Landesstraße mit Linienbusverkehr handelt, wurde in der Planung eine Mindestrestfahrbahnbreite von 5,50 m für den Begegnungsfall Lkw(Bus)/Pkw vorgesehen. Daher wurden jeweils nur einseitig auf der Fahrbahn Parkstände markiert. Eine Änderung ist nicht vorgesehen.

Punkt 5
Seligenstädter Straße 73 (Dr. Nickel)

Der Bürgersteig ist breit genug. Eine alte Bushaltestelle wurde extra zum Bürgersteig „verdichtet“. Warum ist diese nicht geblieben und als Parkplatz ausgewiesen worden?
Weiterhin: Durch die Breite des Bürgersteiges sind drei Parkplätze „für den Arztbesuch“ möglich. Zwei als „Kurzeitparkplatz” (eine Stunde) und einer als „Behindertenparkplatz“.

Aufgabe Stadt
Es „muss“ möglich sein für sowas eine Sondergenehmigung zu erteilen (Parkplatz Arzt) und bei ausreichender Breite die Parkplätze auf dem Bürgersteig zu platzieren. Alternativ ist der Bürgersteig zurück zu bauen und drei Parkbuchten einzurichten.

Aufgabe „Stadt“: Bitte – Info an OBR bis spätestens 14. Juni notwendig.

Kurze Stellungnahme:
Die alte Busbucht wurde nicht mehr genutzt und daher zurückgebaut. Die schmalen Gehwege in diesem Bereich konnten somit verbreitert werden.

Stellungnahme vom 27.10.2022:

Grundsätzlich wurde angestrebt, möglichst viele Parkstände für die Allgemeinheit zu realisieren. Vor der Seligenstädter Straße 73 können keine Parkstände markiert werden, da sich dieser Bereich im Einfahrbereich der Bushaltestelle „Friedhof“ befindet. Weiter nordwestlich des Fußgängerüberweges können ebenfalls keine Parkstände markiert werden, damit querende Fußgänger rechtzeitig gesehen werden können und nicht von parkenden Fahrzeugen verdeckt werden. Insgesamt kann auf der gegenüberliegenden Straßenseite eine größere Anzahl von Parkständen markiert werden als auf der Seite der Arztpraxis.

Nach der Umsetzung des neuen Parkraumkonzeptes ist das vormals praktizierte und teilweise erlaubte Parken auf dem Gehweg nicht mehr gestattet. Eine Privilegierung für Ärzte oder deren Besucher sieht die Straßenverkehrsordnung nicht vor.

Punkt 6
Zebrastreifen Seligenstädter Straße 73.
Desolater Zustand / Schulweg / dunkel / Viele Querungen zur Haltestelle und Dr. Nickel. Dieser muss umgehend auf die neuen Vorgaben angepasst werden

Aufgabe „Stadt“
Mit Priorität „sofort“ umsetzen.

Kurze Stellungnahme:
Der Fußgängerüberweg (FGÜ) wird zu gegebener Zeit im Rahmen des FGÜ-Erneuerungsprogrammes überplant.

Punktuelle Kurzzeitparkplätze innerhalb der bereits angelegten Parkflächen sind inzwischen ausgewiesen, hier beispielsweise vor der Bäckerei Mangelmann-Rosen. Bild: beko

Punkt 7
Geschäfte / Gaststätten im Ort (Zum Anker, Metzgerei Rieblinger, Bäcker Mangelmann-Rosen, Blumenladen Glück, Firma Raumausstattung Kohl) bangen um Existenz, da keine Parkmöglichkeiten für Kunden. Können Kurzeitparkplätze in unmittelbarer Nähe eingerichtet werden (maximal 20 Minuten) – Für Anker gegebenfalls Parkplätze um die Ecke an der Fasaneriestraße?

Aufgabe „Stadt“
Bitte prüfen – Info an OBR bis spätestens 14. Juni notwendig.

Kurze Stellungnahme:
Es werden schnellstmöglich punktuelle Kurzzeitparkplätze innerhalb der bereits angelegten Parkflächen angelegt.

Punkt 8
Burggartsweidig / Geleitstraße
Können die Parkplätze Höhe Haus 52 Richtung „Penny“ verschoben werden? Dort ist keine 30er-Zone – es werden Unfälle befürchtet.

Aufgabe „Stadt“
Bitte prüfen – Info an OBR bis spätestens 14. Juni notwendig.

Kurze Stellungnahme:
In Richtung Penny befindet sich ein Fußgängerüberweg. Querende Fußgänger an einem Fußgängerüberweg dürfen nicht von parkenden Fahrzeugen verdeckt werden. Bei Verschiebung der Parkstände in Richtung Penny wären die erforderlichen Sichtverhältnisse am Fußgängerüberweg nicht eingehalten. Die Verschiebung der Parkstände in Richtung Penny muss daher abgelehnt werden.

Punkt 9
Feuerwehr – Bei Einsatz Ampeln an Kreuzung Seligenstäder Straße / Geleitstraße / Mainzer Straße / Fasaneriestr und Ampel an Seligenstädter Straße 37 auf Rot schalten bis die Ausfahrt erfolgt ist – analog Hauptfeuerwache Lamboy und der angrenzenden Ampeln.

Aufgabe „Stadt“
Bitte prüfen – Info an OBR bis spätestens 9. Mai notwendig.

Kurze Stellungnahme:
Nach Rücksprache mit dem Amt für Brand- und Bevölkerungsschutz ist die vorgeschlagene Schaltung der Lichtsignalanlagen hier nicht sinnvoll.

Stellungnahme Feuerwehr:
Aus Sicht der Feuerwehr ist der vorgeschlagene Punkt nicht sinnvoll. Da auch die alarmierten ehrenamtlichen Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr in Klein-Auheim den Knotenpunkt Seligenstädter Str./Fasaneriestr./Geleitstr./ Mainzer Str. sowie die Seligenstädter Str. als Anfahrtsroute zum Feuerwehrhaus nutzen, würden diese dann auch vor den roten Ampeln stehen bleiben müssen. Ein entsprechendes Ausrücken würde sich dadurch verzögern.
Weiterhin würden, bei einer Ausrückzeit von 4-5 Minuten, die Ampeln längere Zeit auf Rot geschaltet. Eine Verkehrsstauung wäre unvermeidlich.
Da die Freiwillige Feuerwehr nicht im Zug zusammen ausrückt, sondern wenn Fahrzeuge entsprechend personell besetzt sind, müssten die Ampeln bei jedem Alarm und zu jeder Tages- und Nachtzeit ca. 10-12 Minuten auf Rot geschaltet werden, bis das letzte Fahrzeug ausgerückt ist.

Mit meinen Augen gesehen
Wieviel ist der Stadt die Sicherheit wert?
Ein Zebrastreifen sollte im Verkehr Sicherheit bieten. Auch wenn so mancher Fußgängerüberweg – nicht nur in Klein-Auheim – auch unzulässiger Weise Fahrrad fahrend überquert wird, ist er doch eine Zone, in der sich Kinder, ältere Menschen, eigentlich jeder, sicher fühlen sollte.
Der Zebrastreifen vor der Arztpraxis Dr. Nickel an der Seligenstädter Straße ist eines von etlichen Beispielen im Stadtgebiet, wo sich der geneigte Beobachter schon hin und wieder fragt, ob die Sicherheit gewährleistet wird.
Vor allem im Dunkeln, dann wenn Busfahrende und Schulkinder den Zebrastreifen überqueren, entstehen mitunter gefährliche Situationen. Und das liegt nicht nur an den Fußgängern und auch nicht grundsätzlich an den Autofahrern.
Vielmehr kann, darf, sollte und muss in den Bereichen der Zebrastreifen mehr getan werden, um solche weithin sichtbar schon zu erkennen. Das beste Beispiel gibt da allemal die Schweiz ab. Einfach mal hinfahren oder sich von denen sagen lassen, wie man’s macht. Ob sie’s erfunden haben, ist nicht übermittelt.
In puncto Sicherheit ist’s auch für Hanau eine Überlegung wert. (beko)

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2 Kommentare

  1. Zu Punkt 9: Und die FW Angehörigen stehen dann an der roten Ampel und können nicht ins Feuerwehrhaus zum ausrücken ? Das mag bei einer Berufsfeuerwehr funktionieren weil die Kollegen*innen auf der Hauptfeuerwache sind. Bei einer Freiwilligen Feuerwehr nicht machbar und auch überhaupt nicht notwendig für Klein-Auheim. Da gibt’s im Ort viel wichtigere Themen.

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